The Incredible Grand Canyon, AZ

Unglaublich!“, war mein erster Gedanke als ich am South Rim des Grand Canyon angekommen war und zum ersten Mal dessen unglaubliche Weiten überblicken konnte. Schon lange stand die berühmte Schlucht auf meiner Bucketlist und als ich dann schließlich vor Ort war, wusste ich gar nicht, wo genau ich zuerst hinschauen soll. Am liebsten hätte ich jede einzelne Farbnuance, jede unterschiedlich gefärbte Gesteinsschicht und -formation auf einmal mit meinem Blick eingefangen.

Doch beginnen wir doch am besten mal am Anfang der Geschichte: Nach der Ankunft in Los Angeles und der Weiterfahrt wenige Tage später Richtung Osten, erreichten wir den im Bundesstaat Arizona gelegenen Grand Ganyon nach einer vierstündigen Autofahrt von Lake Havasu aus am späten Nachmittag.

North Rim oder South Rim – das ist hier die Frage

Knapp 450 Kilometer lang ist die berühmte Schlucht im Norden des amerikanischen Bundesstaates Arizona. Vor Millionen von Jahren grub der Coloradoriver sich hier in das Gestein des Colorado-Plateaus und formte das unglaublich faszinierende Naturwunder, das wir heute unter dem Namen „Grand Canyon“ kennen. Da es weder Brücken noch andere Möglichkeiten gibt, den Canyon selbst zu überqueren, kann man sich diesem am besten über Süd- oder Nordrand mit dem Auto nähern. Zu beachten ist dabei also, dass obwohl die Luftlinie über den Canyon nur ca. 16 km beträgt, man sich nicht „mal eben so“ zwischen Nord- und Südrand entscheiden kann, sondern erst den gesamten Canyon in einer knapp fünfstündigen Autofahrt umfahren muss um an die jeweils gegenüberliegende Seite zu gelangen.

Zu unserer Route passte der Südrand (South Rim) besser, sodass wir unseren Trip auch “nur” auf dieses Gebiet beschränkt haben. Ob sich das South Rim vom North Rim sehr unterscheidet kann ich daher natürlich nicht sagen, allerdings sollte man sich vor der Anreise schon überlegen, was man vom Grand Canyon denn gerne sehen würde. Der Skywalk ist beispielsweise weder an South noch North Rim, sondern noch einmal ganz woanders, nämlich im Westen des Canyons gelegen. Vom South Rim ist der Skywalk eine knapp vierstündige Autofahrt entfernt und da unsere Route uns nach dem Grand Canyon weiter nach Utah – also in die entgegen gesetzte Richtung – bringen sollte, hat sich der Ausflug dorthin für uns nicht gelohnt. Verbinden könnte man den Skywalk aber eventuell mit einem Stop in Las Vegas, da es von dort nur knapp zwei Stunden mit dem Auto bis zum Skywalk sind.

Die große Schlucht

Vom Anblick der Schlucht wird man im ersten Moment wirklich überwältigt. Unglaublich, was sich die Natur da mal wieder ausgedacht hat um uns so richtig vom Hocker reißen zu können. Da wir am Ankunftstag in der Abenddämmerung ankamen, bot sich direkt ein tolles Farbenspiel aus roter Gesteinsfarbe, gelben Sonnenlicht und einem bläulichen Dämmerungsschimmer, der sich über die gesamte Landschaft gelegt hatte.

Jedem, der ein bisschen mehr Zeit am Grand Canyon einplanen kann, kann ich nur raten sich die Schlucht an verschiedenen Tagen und Uhrzeiten anzuschauen, da je nachdem wie Wetter und Tageszeit mitspielen, sich der Canyon dem Betrachter unterschiedlich darbietet. Ein ganz anderes Bild als am Ankunftstag bot sich uns nämlich, als wir am nächsten Morgen wiederkamen und die Sonne nun jeden kleinsten Winkel der Schlucht ausleuchten konnte.

Aktivitäten

Den Canyon kann man auf verschiedene Arten erkunden. Die Herkömmliche ist sicherlich die Ansteuerung diverser Aussichtspunkte mit dem Auto. Zu beachten ist, dass einige Scenic Routes in der Hauptsaison – 01.03. bis 30.11. – nur via Shuttlebus zu erreichen sind, da aufgrund des großen Touristenansturms und der nicht ausreichenden Parkmöglichkeiten die Straßen für Privatfahrzeuge gesperrt bleiben. Dies ist aber nicht weiter schlimm, da alle Busrouten mehrmals die Stunde fahren und man auf der Anfahrt zu den verschiedenen Aussichtspunkten auch noch ein paar nützliche Informationen vom Busfahrer – quasi als persönlichem Tourguide – erfährt.

Wem es nicht ausreicht, die unendlichen Weiten des Grand Canyon von den Aussichtspunkten aus zu betrachten, dem bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, die Schlucht aus anderen Blickwinkeln kennenzulernen. So werden beispielsweise Raftingtrips, Helikopterflüge oder gar Maulesel-Austritte angeboten. Vor der Anreise sollte sich jedoch gut informiert und teilweise schon weit im Voraus geplant werden. So muss ein Maulesel-Ausritt am South Rim beispielsweise bereits bis zu 13 Monate vorher gebucht werden. Hilfreich bei der Planung ist die Internetseite des Nationalparks, die alle wichtigen Informationen zusammenfasst.

Ein Fotografen-Mekka

Ich weiß nicht genau, wie viele Fotos ich am Grand Canyon geschossen habe und vielleicht ist es auch besser, wenn mir die genaue Anzahl gar nicht so bewusst ist 😉 Nur so viel: es waren wirklich sehr viele und auch wenn ich versuche, mich auf längeren Roadtrips am Riemen zu reißen, so entdecke ich dann doch wieder viel zu viele tolle neue Motive, die es dann doch auf meine Speicherkarte schaffen. Einige meiner Eindrücke möchte ich heute natürlich auch mit euch teilen:

 

Ward ihr auch schon mal am Grand Canyon?

5 Comments
  1. Seufz…einfach nur seufz! Der Grand Canyon ist mein absoluter Favorit. Ich hab da wirklich mein Herz verloren, als ich mit meinem Mann 2013 vom Nord- zum Südrand gewandert bin. Kann´s nicht erwarten, im Herbst wieder diese unglaubliche Schlucht zu sehen und die Wanderschuhe zu schnüren. “Incredible” ist definitiv die richtige Beschreibung.

    1. Deine Rim to Rim Tour habe ich schon ganz faszinierend auf deinem Blog verfolgt! Richtig klasse – das könnte ich mir auch noch absolut für mich vorstellen! Mich hat der Canyon auch einfach umgehauen!

  2. Hallo Sonja,
    nein, leider war ich noch nicht dort. Dein Artikel schürt jedoch Sehnsüchte. Wunderschöne Bilder und tolle Tipps. War mir bisher gar nicht so klar, wie weitläufig alles dann tatsächlich ist.
    Viele Grüße
    Christina

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