Zuletzt aktualisiert am 20.11.2019

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Ein Auto, reisehungrige Roadtripper, strahlender Sonnenschein und eine wunderschöne Küstenstraße – kommt mit auf eine Reise entlang des knapp 100km langen Küstenabschnitts Big Sur südlich von Monterey an der kalifornischen Pazifikküste.

California Dreaming – Anders als erwartet

Wenn ich früher an Kalifornien gedacht habe, hatte ich ein Bild von breiten Sandstränden, warmen Temperaturen, lässigen Surferboys und Strandschönheiten in knappen Bikinis vor Augen. Ganz klar, das ist Kalifornien – doch es ist noch so viel mehr.

Heute weiß ich, wie vielseitig der Bundesstaat ist und das dazu ganz gewiss nicht nur Strand und Meer zählen, sondern auch grüne Oasen wie der Yosemite National Park oder faszinierende Wüstenlandschaften, wie die des Joshua Tree National Parks.

Ganz genau weiß ich selbst nicht warum, aber auch die Küstenstraße des Golden State hatte ich mir anders vorgestellt. Vielleicht weil mir die Größe des Staates vor unserem USA Westküsten Roadtrip gar nicht mal so bewusst war. Doch mit einer Fläche von über 420.000 Quadratkilometern ist Kalifornien nicht nur größer als Deutschland, sondern sogar der drittgrößte Bundesstaat der USA. Die Küste erstreckt sich dabei über 1300 km und hat dementsprechend auch viel Abwechslung zu bieten.

  • Tipp: Du planst ebenfalls einen USA Westküsten Roadtrip? Hier findest du meine komplette Reiseroute zum Nachfahren!

Highway 1 – Big Sur und Pacific Coast Highway

Als Highway 1 wird die Straße in Kalifornien bezeichnet, die entlang des Pazifischen Ozeans direkt an der Küste verläuft und knapp 1000km umfasst. Einige Teilabschnitte davon tragen spezifische Namen wie z.B. „Pacific Coast Highway“ oder „Big Sur“. Letzerer, knapp 100km umfassende Küstenstreifen befindet sich zwischen Carmel im Norden und San Simeon im Süden.

Empfehlen würde ich dir, die gesamte Küstenroute zwischen San Francisco und Los Angeles bzw., wenn du Zeit hast, sogar bis nach San Diego, einmal zu fahren. Landschaftlich besonders schön fand ich die Strecke ab Monterey und Big Sur.

Monterey und der 17-Mile-Drive

Die Reise beginnt in dem kleinen Küstenörtchen Monterey. Hier kannst du nicht nur das weltbekannte Monterey Bay Aquarium besichtigen, sondern die schnuckelige Hafenstadt ist auch Einfallstor zum 17-Mile-Drive, eine für 10 Dollar befahrbare Straße zwischen Pebble Beach und dem Del Monte Forest, die den Besuchern insgesamt 21 Aussichtspunkte entlang der Küste und landeinwärts bietet.

Das Monterey Bay Aquarium gehört zu einem der größten Schauaquarien der Welt. Mit knapp 40 Dollar ist der Eintritt zwar nicht gerade günstig, allerdings gibt es auch viel zu sehen. Neben Seeottern, vielen verschiedenen Arten an Fischen und Quallen beherbergt das Aquarium auch Haie und Pinguine. Besonders cool für die Kleinen: Kinder bis zu 13 Jahren können während eines anderthalbstündigen Kurses (120 Dollar) im Außenbecken des Aquariums Taucherfahrung sammeln.

Wenn du genug von der Unterwasserwelt hast, kannst du ab Monterey sehr gut auf den 17-Mile-Drive starten. Neben den schönen Stränden am Pazifik, wilden Felsen und der Tierwelt, fährst du auf der Panoramastraße durch Pinienwälder und an herrlichen Villen vorbei. Nett fand ich den 17-Mile-Drive, aber sicher kein Highlight unserer Route. Wenn du jedoch schon einmal in der Gegend ist, ist es auf jeden Fall lohnenswert, die Strecke in die Reiseplanung zu integrieren.

Die Gegend um Monterey bietet dir auf jeden Fall viele tolle Freizeitmöglichkeiten und Touren, von denen ich dir im folgenden einige aufgeführt habe:

Big Sur – Ein Postkartenmotiv nach dem anderen

Der Weg ist das Ziel! Zumindest wenn du eine der beliebtesten Straßen der USA, den Highway 1 entlangfährst, die Musik aufdrehst und dich hinter jeder Ecke der geschwungenen Küstenstraße auf ein Neues von der Natur verzaubern lässt.

Absolut zu empfehlen ist, die Straße von Norden nach Süden zu befahren, da du nur so auf der Meeresseite fährst und dementsprechend auch eine bessere Aussicht hast. Beinahe wie in einer Filmkulisse fühlt man sich dann, wenn du die malerische Kurvenstraße entlangfährst. Da überrascht es auch kaum, dass wir bei unserem ersten Stopp gleich eine Handvoll Künstler vorfanden, die mit der Palette in der einen und dem Pinsel in der anderen Hand das wunderschöne Panorama auf der Leinwand ihrer Staffelei einzufangen versuchten. So lässt es sich leben, oder?

Wie oben bereits erwähnt, wird als Big Sur der etwa 100km lange Küstenabschnitt des Highway 1, südlich von Carmel bezeichnet, der nicht nur für die Maler, sondern auch Hobbyfotografen wie mich unglaublich schöne Motive bietet.

Eines der bekanntesten ist sicherlich die Bixby Bridge, eine 1932 eröffnete Stahlbeton-Brücke, die mit ihrem geschwungenen Bogen bestimmt schon auf so manchem Kalifornienkalender und in vielen persönlichen Urlaubsalben gelandet ist. Doch ganz gleich wo du dich auf dem Big Sur Küstenabschnitt gerade befindest, beinahe überall erwarten dich die schönsten Postkartenmotive. Zum Beispiel an Stellen, wenn das tiefblaue Wasser des Pazifiks auf steile Felsen trifft oder das Meer einen wunderschönen Kontrast zum bewaldeten Gebirge darstellt.

Ein persönliches Highlight war darüber hinaus, von einigen Haltepunkten entlang der Strecke Wale im Meer beobachten zu können, manche weit draußen, andere näher an der Küste. Auch wenn wir den Tieren nicht so nah kamen wie damals in Australien, finde ich es doch immer wieder beeindruckend, diese tollen Tiere in ihrer Natur erleben zu können.

Coffee with a view

Einen Tipp für die Kaffeeliebhaber oder alle, die es werden wollen habe ich außerdem noch. Im Café Kevah bekommst du nicht nur einen hervorragenden Milchkaffee serviert, sondern kannst diesen auch noch mit einer unglaublichen Aussicht genießen.

Im Restaurnat Nepenthe, zu dem das Café gehört, werden bereits seit über sechzig Jahren Gäste mit dem traumhaften Blick über die Pazifikküste begrüßt und hätten wir hier mehr Zeit gehabt, hätte ich am liebsten meinen Laptop ausgepackt und auf der Stelle einen Liebesroman in die Tasten gehauen.

Hach ja, der Highway 1 und Big Sur sind schon wirklich bezaubernde Plätzchen auf dieser Erde und wer weiß, vielleicht komme ich eines Tages wieder und lasse mich erneut von der schönen Gegend inspirieren. Dann allerdings mit ein bisschen mehr Zeit im Gepäck.

Big Sur – Übernachtungsmöglichkeiten

Möchtest du ein bisschen länger in der Gegend bleiben und suchst noch eine Übernachtungsmöglichkeit? Im folgenden habe ich dir einige davon aufgeführt. Vielleicht ist ja auch etwas Passendes für dich dabei:

Du willst mehr von der USA Westküste sehen? Dann klick dich doch durch meine Roadtrip Travel Diaries

8 Comments
    1. Hallo Moritz,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Das mit dem Job kündigen und um die Welt reisen klingt nach einer sehr guten Idee 😉 Kalifornien sollte dabei auf jeden Fall auf deiner Liste stehen, vor allem wenn du bisher noch nicht dort warst. Wie am Meer üblich gibt’s an der Küste natürlich viel Fisch und Meeresfrüchte – wenn du kuliniarische Vielfalt erleben möchtest, kann ich dir San Francisco nur wärmstens ans Herz legen (https://jointhesunnyside.de/usa-san-francisco).

      Liebe Grüße,
      Sonja

  1. Big Sur ist wirklich unglaublich schön! Ich war 2004 zuletzt dort, das ist definitiv zu lange her. Hoffentlich klappt es nächstes Jahr mit einer Küstentour. Auf jeden Fall liebe ich die Bonbons, die Du fotografiert hast. Die sind sooo lecker und ich kaufe sie immer im USA Urlaub!

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