Yosemite National Park – Die grüne Oase

Auf den Yosemite National Park hatte ich mich vor der Reise fast am meisten gefreut. Schon zuvor hatte ich so viel Gutes über die 3000 km² umfassende grüne Oase in Kalifornien gehört. Und meine Erwartungen wurden ganz sicher nicht enttäuscht, denn bereits der Weg über den Tioga Pass – eine Passstraße, die mehrere Monate im Jahr wegen entsprechender Wetterbedingungen gesperrt ist – vorbei an glasklaren Bergseen und beeindruckenden Granitfelsen, ist jede Reise wert.

Inmitten der Natur

Was für ein abwechslungsreicher Roadtrip es doch bisher war und nachdem wir erst am Tag zuvor durch die karge Wüstenlandschaft des Death Valley gefahren waren, offenbarte sich uns nun eine unglaublich tolle grüne Landschaft, dessen Flora und Fauna nicht unterschiedlicher sein könnte als die des Tal des Todes – und das obwohl die beiden Nationalparks gerade einmal wenige hundert Kilometer voneinander trennen. Da sich der Nationalpark über Höhenlagen von 550m bis zu knapp 4000m erstreckt, bietet er dementsprechend unterschiedliche Lebensräume für über 250 Tier- und über 1400 Pflanzenarten. Unter anderem wachsen Mammutbäume, Lorbeerbäume und Distelsträucher im Yosemite National Park und bieten einen grünen Lebensraum für die vielen unterschiedlichen Tierarten die hier vorzufinden sind, darunter zum Beispiel Schwarzbären, Berglöwen und Streifenhörnchen.

Wo man sich auf einmal lebendig fühlt

Da ist es kaum verwunderlich, dass man sich in dieser wundervollen Natur so richtig lebendig fühlt. Frische Luft einatmend, auf einem Felsen in der Sonne sitzend und an einem See verweilend könnte es hier richtig ruhig und idyllisch sein – wenn da nicht die vielen Touristen wären. Mit fast 4 Millionen Besuchern im Jahr ist der Yosemite National Park einer der meistbesuchten in Amerika. Verübeln kann man es den vielen Touristen nicht, ich gehöre ja bei meiner Reise genau so zu ihnen wie all die anderen, die mir auf den Routen des Nationalparks begegnen. Im Sommer wird der Individualverkehr aufgrund des hohen Besucheransturms beschränkt, sodass viele Ausflugsziele nur mit dem Shuttlebus zu erreichen sind. Nicht weiter schlimm, das Shuttlesystem funktioniert gut und fährt in regelmäßigen Abständen die wichtigsten Ziele des Yosemite Valleys an. Ohnehin fällt auf, dass der Nationalpark sehr gut organisiert zu sein scheint. Dafür sprechen auch die zahlreichen Möglichkeiten an Aktivitäten, die für den Besucher angeboten werden. Neben Wandertouren und Kletterkursen stehen beispielsweise auch Fotografietouren oder Malkurse auf dem Programm. Langweilig wird es im Nationalpark also ganz bestimmt nicht und zu gerne hätte ich als Zuschauer einmal die Maler beobachtet, wie sie die Schönheit der Natur hier auf einem Blatt Papier einzufangen versuchen.

Unter Berglöwen und Schwarzbären

Vielleicht hätte sich den Künstlern ja sogar ein Schwarzbär als Motiv angeboten, denn es ist gar nicht mal so unwahrscheinlich im Yosemite National Park einem Bären zu begegnen. An zahlreichen Ausflugszielen hängen Hinweisschilder wie man sich bei einer Konfrontation mit den Tieren verhalten soll. Einen Bären bekamen wir zwar nicht zu Gesicht, dafür aber einen Berglöwen. Dieser zeigte sich zum Glück wenig beeindruckt von den vorbeiwandernden Spaziergängern und schaute sich das Spektakel einige Meter entfernt, gut getarnt im Dickicht des Waldes, aus der Ferne an. Unterschätzen sollte man jedoch nicht, dass man als Besucher des Nationalparks hier den natürlichen Lebensraum der Tiere betritt und sich die Hinweise unbedingt einmal aufmerksam durchlesen.

Ein Aussichtspunkt für die Bucket List

Ein absolutes Highlight im Yosemite National Park war für mich der Ausklang des Tages am Glacier Point. Die Aussicht auf den Nationalpark ist von dort einfach umwerfend! Am späten Nachmittag trafen wir auf der in über 2000m Höhe gelegenen Aussichtsplattform ein und erst in diesem Moment wurde mir das Ausmaß des Nationalparks ansatzweise bewusst. Wahnsinn, was für eine weitläufige Landschaft einem von dort oben zu Füßen liegt. Die massiven grauen Granitfelsen, die aus den Wäldern des Nationalparks herausragen liefern eine unvergleichliche Kulisse, deren Betrachtung bei keinem Ausflug in den Yosemite National Park fehlen sollte. Einfach „absolutely stunning!“, wie die amerikanische Touristin neben mir auf der Aussichtsplattform begeistert ausgerufen hat.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. (Außer ein paar Fotos natürlich.)

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4 Comments
  1. Hallo Sonja,
    schön, dass du darüber berichtest! 🙂

    Da war ich auch schon! Und ich kann mich erinnern als wäre es gestern gewesen…
    definitiv einer meiner Lieblingsorte auf dieser Welt.

    Viele Grüße
    Bojan

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