Yee-haw im Monument Valley, UT

Das Reiseziel des heutigen Travel Diaries meines USA West Coast Roadtrips passt eigentlich kaum mehr unter die Kategorie “Westküste”, da es sich bereits über 1000 km weit von der Küste entfernt im Landesinneren befindet. Vielleicht ist einigen von euch die Kulisse bereits aus dem ein oder anderen Film, wie zum Beispiel „Zurück in die Zukunft III“ oder „Spiel mir das Lied vom Tod“ bekannt. Die Rede ist vom Monument Valley in Arizona und Utah. Das innerhalb der Navajo-Tribal-Parks im Grenzgebiet der beiden Bundesstaaten gelegene Tal ist für seine roten Tafelberge bekannt, die in interessanten Formationen aus dem Boden hervorragen und ein grandioses Panorama abgeben – für mich auf jeden Fall ein absolutes Highlight des Roadtrips!

Ankunft

Bereits die Anfahrt ist ein Erlebnis, denn Kilometer vor Erreichen des Monument Valley offenbart sich dessen wahre Schönheit schon längst aus der Ferne (also: Kameras bereithalten!). Bei der späteren Ankunft am Parkeingang zahlt man eine Park Fee in Höhe von $20 Dollar je Fahrzeug (bis zu 4 Personen), um bis zum Tal vordringen zu können. Da das Monument Valley vom indianischen Volk Navajo selbst und nicht staatlich verwaltet wird, ist die Park Fee nicht in den herkömmlichen National Park Pässen enthalten. Infomaterial erhält man im Visitor Center, wie zum Beispiel eine Park Map mit der Route derjenigen Fahrtstrecke, die man mit dem eigenen Auto abfahren kann. Da es im Monument Valley keine festen Straßen gibt, sondern nur die 27 km lange dirt road, sollte man sich vor der Ankunft über die aktuelle Wetterlage informieren. In der Wüste kann es nämlich schon mal vorkommen, dass starke und recht plötzliche Regenfälle die unbefestigten Straßen überfluten und es unmöglich machen, mit dem normalen Rental Car ohne Allradantrieb voranzukommen. Bevor man also erst einmal eine Weile im Monument Valley feststeckt, am besten abwarten, bis sich die Konditionen wieder gebessert haben.

Aktivitäten

Neben der Tour mit dem eigenen Auto, kann der Park auch mit geführten Jeep-Touren durchquert werden. Ich selbst bevorzuge die Erkundung von Nationalparks auf eigene Faust, daher kann ich leider keinen Bericht zu den geführten Touren abgeben, kann aber zumindest aus eigener Erfahrung sagen, dass das Monument Valley sehr gut mit dem eigenen Auto erkundet werden kann. Denn auf der Park Map sind bereits alle wichtigen Tafelberge mitsamt Namen und einigen Informationen eingezeichnet und es gibt viele Möglichkeiten auf der Route auszusteigen und sich die einzelnen Berge etwas genauer anzuschauen.

Überaus spannend wäre es aber sicher gewesen, auf einer geführten Tour von einem Navajo Tourguide mehr über das Navajovolk zu erfahren. Interessant ist es bestimmt auch, den Park auf dem Pferderücken ($ 66 für eine Stunde) oder zu Fuß auf einer Wanderexkursion ($ 200/pP) zu durchforsten, was ebenfalls angeboten wird (zum Beispiel bei diesem Tour Operator).

Übernachtungsmöglichkeiten

Im Park selbst gibt es nur ein Hotel namens „The View“, bei dem jedes der Zimmer in Richtung der Tafelberge ausgerichtet ist und man von dort bestimmt einen tollen Ausblick (insbesondere bei Sonnenauf- und untergang) haben muss. Da es allerdings nur dieses eine Hotel dort gibt, sollte man den Aufenthalt am besten schon einige Zeit im Voraus planen, wenn man Wert darauf legt, im Park selbst zu übernachten und nicht in einer der etwas weiter entfernten Städte (z.B. Mexican Hat: 33km entfernt, Kayenta: 36km entfernt).

Zudem besteht ebenfalls die Möglichkeit im Park zu campen, wobei sowohl das Wildcampen als auch die Übernachtung im Camper erlaubt ist. Mehr Infos dazu findet ihr hier und hier.

Unendliche Weiten

Bereits die Anfahrt hat mich begeistert und auch wir kamen währenddessen nicht umhin, mehrmals rechts ran zu fahren, um das wohl bekannteste aller Monument Valley Motive – eine kilometerlange Straße in the middle of nowhere mit den roten Felsen im Hintergrund – einzufangen (s.o.). Fährt man dann erst einmal durch das Tal wird man überwältigt von der wunderschönen Landschaft und fühlt sich beinahe wie auf einem anderen, sehr roten Planeten. Aber seht am besten selbst, was ich damit meine:

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