Portugal-Roadtrip (Westküste) – Reiseguide inkl. Routenbeispiel

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Spätestens seit meiner Zeit in Australien bin ich einer großen Liebe für Roadtrips verfallen. Ganz gleich ob es danach an die Westküste der USA, durch die grünen Hügel Irlands oder in den Westen Kanadas ging – Roadtrips  sind für mich einfach die beste Art zu reisen. Dieses Gefühl von Freiheit und Ungewissheit, wo der Weg dich hinführt – einfach unbezahlbar! Lange schon stand auch die Westküste Portugals auf meiner Roadtrip-Liste!

Westküste Portugals – Wilde See & traumhafte Strände

Für viele Portugal-Reisende steht oftmals die Algarve hoch im Kurs, wenn ein Roadtrip in Portugal geplant ist. Die Felsformationen im Süden des Landes sind ohne Zweifel sicher sehr beeindruckend. Doch ich hatte Lust, in Portugal etwas anderes zu erkunden. Die Westküste Portugals mit ihrer rauen See und den traumhaften Sandstränden hatte mir immer schon gefallen!

Routenbeispiel für 10 Tage Portugal-Roadtrip

    Tag 1 & 2 – Porto erkunden

    Unsere Portugalreise startete in Porto! Nachdem unser Flieger gegen Mittag in der zweitgrößten Stadt Portugals landete, legten wir auch schon direkt los mit der Erkundungstour. Nachdem mich Lissabon zuvor schon einmal komplett begeistert hatte, konnte ich es kaum erwarten, auch Porto endlich zu entdecken. Wie es mir dort gefallen hat und welche Highlights Du in der Stadt am Douro nicht verpassen solltest, das habe ich dir hier schon einmal in meinem ausführlichen Porto-Guide zusammengefasst.

    Tag 3 – Von Porto nach Torreira

    Sehenswertes: Praia da Torreira
    Gefahrene Strecke: 57km, 50:00 Min.
    Unterkunft: Pousada da Ria*, Torreira

    Auch wenn ich Roadtrips liebe, so sollte die Portugal-Reise auch dazu dienen, ein wenig abzuschalten und runterzukommen. Nach den zwei aufregenden Tagen in Porto, konnte ich es daher kaum erwarten, endlich in die Natur aufzubrechen. Ich wollte sie endlich sehen, die berühmten Strände Portugals. Denn das Meer ist für mich ein absoluter Sehnsuchtsort und bei einem Strandspaziergang mit Blick auf das Wasser kann ich augenblicklich entspannen. Nachdem wir unseren Mietwagen abgeholt hatten, ging es also los in Richtung Süden und nur knapp 60km unterhalb von Porto entdeckten wir ein wunderschönes Kleinod: eine Unterkunft direkt am und vor allem mit Blick auf das Wasser. Traumhaft schön auf einer schmalen Landzunge gelegen, an deren Westküste der Atlantik und an deren Ostküste der Fluss Ria de Aveiro gelegen ist, hieß es in dem kleinen Ort Torreira erst einmal: abschalten! Gegen Mittag trafen wir hier bereits ein und genossen von unserem Zimmer den Ausblick auf den Ria de Aveiro. Später besuchten wir den Praia de Torreira und schlenderten stundenlang den wunderschönen und vor allem menschenleeren Sandstrand entlang. Auch wenn der kleine Ort Torreira vielleicht nichts Besonderes sein mag, war der Praia de Torreira für mich einer der schönsten Strände, die wir auf unserem Roadtrip gesehen haben! In der traumhaften Unterkunft konnte man zudem extrem gut entspannen. Mehr Bilder und meinen ausführlichen Bericht zu dieser grandiosen Unterkunft findet ihr hier.

    Straende Westkueste Portugal

    Traumstrand Praia de Torreira Portugal

    Tag 4 – Costa Nova, Buçaco Nationalpark, Narzaré

    Sehenswertes: Bunte Häuschen in Costa Nova, Regenwald im Buçaco Nationalpark
    Gefahrene Strecke: 252km, 03:10 h
    Unterkunft: Magic Hotel*, Nazaré

    Auf die Reiseziele, die an diesem Tag auf unserem Reiseplan standen, hatte ich mich schon besonders gefreut. Von Torreira ging es zunächst in das knapp 50km entfernte Küstenstädtchen Costa Nova. Der Ort ist insbesondere für die bunt gestreiften Häuser bekannt, die überall in der Stadt zu finden sind und gleich gute Laune verbreiten. Auch der Costa Nova Beach ist sehenswert und ich hätte mir auch gut vorstellen können, hier eine Nacht zu bleiben.

    Costa Nova Beachhouses

    Hübsch anzuschauen: in Costa Nova findet man diese gestreiften Häuser!

    Doch für uns ging es an diesem Tag weiter in Richtung Buçaco Nationalpark bzw. -wald. Der, etwas im Landesinneren bei Luso gelegene Wald, liegt auf dem höchsten Punkt der Serra do Buçaco. Als Märchenwald könnte man diesen Ort fast bezeichnen, finden sich doch hier knapp 700 heimische und exotische Pflanzenarten, die den Ort zu einem ganz besonderen machen. Mein Highlight: die mit Moos bewachsene Steintreppe, die sich hier mitten im Wald befindet und aussieht, wie ein verwunschener Ort. Ein bisschen hat mich das gesamte Setting sogar an den Paronella Park im australischen Queensland erinnert. Im Buçaco Nationalpark sollte man sich etwas Zeit nehmen und einen oder mehrere der Wald-Trails bewandern. Auch besonders hübsch anzuschauen: Das Palácio Hotel do Buçaco. Das Hotel befindet sich in einem Gebäude, das im Jahr 1887 von König Carlos errichtet und als dessen Sommerresidenz verwendet wurde.

    Nach unserem Spaziergang durch die Parkanlagen fuhren wir dann noch weiter in den Küstenort Nazaré. Der Ort ist insbesondere für seine hohen Wellen bekannt und dementsprechend bei Surfern besonders beliebt. Tatsächlich gehören die hier aufschlagenden Wellen (bei den richtigen Bedingungen) zu den weltweit größten surfbaren Wellen. An diesem Tag kehrten wir hier jedoch nur noch zum Abendessen und zur Übernachtung ein.

    Nationalwald Bucaco Portugal

    Wie ein verwunschener Märchenwald, nicht wahr?

    Hotel Palacio Bucaco

    Tag 5 – Nazaré nach S.Teotónio

    Sehenswertes: Nazaré
    Gefahrene Strecke: 309km, 03:27 h
    Unterkunft: Pé no Monte*, S.Teotónio

    Direkt am Morgen machten wir uns auf den Weg zum Leuchtturm in Nazaré. Von hier aus hat man (wenn sie denn da ist) einen fabelhaften Blick auf die „Monsterwelle“. Aber auch der Blick auf den Praia do Norte und die Stadt ist von hier nicht zu verachten. Grund für die berühmte Welle ist ein riesiger Unterwasser-Canyon, der sich gleich vor der Küste und dem Felsvorsprung befindet, auf dem auch der Leuchtturm steht. Der Canyon ist doppelt so tief wie der Grand Canyon und kanalisiert – insbesondere nach Unwettern – die geballte Power des Wassers. Vor allem in den Wintermonaten kommt es deshalb hier schon einmal zu einem Wellen-Riesenspektakel, das jährlich zahlreiche Surfer und Schaulustige anlockt. Wir hatten leider wenig Glück und das Meer hätte ruhiger nicht sein können. Schön anzuschauen ist die Aussicht vom Leuchtturm auf den Strand und die unendlichen Weiten des Wassers aber gleichwohl. Auf dem Felsvorsprung befindet sich zudem ein kleines Surf-Museum (Eintritt: 1,00 EUR). Nazaré und seine Surfstories waren zwar ein recht interessanter Stopp, besonders gut gefallen hat mir die Stadt an sich aber nicht. Im Nachhinein hätte ich dieses Reiseziel vielleicht eher ausgelassen.

    Nazare Aussichtspunkt

    Danach wollten wir an diesem Tag noch etwas Strecke zurücklegen. Immerhin hatten wir noch einiges vor: in den nächsten Tagen sollte es noch bis zur Südspitze Portugals gehen. Der Weg führte uns zu einer weiteren wunderschönen Unterkunft in S.Teotónio. Dieser grandiose Ferienhof befindet sich recht abgelegen, etwas im Landesinneren. Der familiengeführte Ferienhof besteht aus mehreren Bungalows und Apartments, welche wunderschön mitten in der Natur gelegen sind. Mit viel Liebe zum Detail eingerichtet, gehörte diese Unterkunft zu den schönsten und außergewöhnlichsten Übernachtungsmöglichkeiten auf unserer Portugalreise. Wenn Du etwas Zeit mitgebracht hast, kann ich dir empfehlen, dich hier für ein paar Nächte einzuquartieren und auf diesem tollen Hof etwas zu entspannen!

    Pe no Monte Portugal

    Besondere Unterkunft in Portugal

    Tag 6 – Bis zum südwestlichsten Punkt Europas

    Sehenswertes: Farol do Cabo de São Vicente, Traumstrände im Südwesten
    Gefahrene Strecke: 297km, 05:05 h
    Unterkunft: Tróia Design Hotel*, Tróia

    Auch wenn mir der Abschied von unserer tollen Unterkunft wirklich schwer fiel, ging es schließlich nach dem (sehr guten) Frühstück weiter Richtung Süden. Bis zum südwestlichsten Punkt Europas um genau zu sein. Am Leuchtturm von São Vicente begrüßten uns gleich zahlreiche Touristen. Von unserer bisherigen Reise war uns das bislang noch gar nicht bekannt. Ohnehin ist mir aufgefallen, dass Portugal nur an wenigen Orten sehr touristisch ist. (Wenn, dann aber richtig!) Aufgrund der Nähe zur Algarve sah es hier unten gleich schon etwas anders aus als an unseren bisherigen Roadtripstationen. Am südwestlichen Punkt Europas legten wir daher auch nur einen kurzen Foto-Stopp ein und machten uns dann auf den Weg zu den Stränden der Südwestküste. Wow, was waren da für traumhafte Kulissen dabei! Immer wieder konnten wir hier an Aussichtspunkten stoppen und den tollen Ausblick auf kilometerlange Sandstrände und die Surfer im Meer genießen. Besonders gut gefielen mir Praia do Telheiro, Praia do Castelejo, Praia do Bordeira und Praia da Amoreira. Empfehlen kann ich Dir hier, einfach mithilfe von Google Maps zu fahren. Dort sind die Strände alle mit Bildern eingetragen und Du kannst dir einfach diejenigen aussuchen, die dir am besten gefallen.

    Suedwestlichster Punkt Europas

    Nach dem südwestlichsten Punkt Europas kommt irgendwann gaanz weit hinten dann Amerika! 😉

    Wilde Straende an Portugals Westkueste

    Nach dem Strandhopping ging es schließlich wieder weiter in Richtung Norden, denn unser nächstes und auch schon letztes großes Reiseziel in Portugal sollte Lissabon sein. Da uns der Weg bis nach Portugal noch etwas zu weit war, legten wir noch einen Zwischenstopp auf der Halbinsel Tróia ein, auf der wir auch übernachteten.

    Surferparadies Westküste Portugal

    Traumstraende an der Westkueste Portugals

    Tag 7 – Tróia, Parque Natural da Arrábida

    Sehenswertes: Traumstrände auf Troia, Panoramastraße durch die Berge
    Gefahrene Strecke: ca. 137km, 01:45 h
    Unterkunft: Exe Liberdade*, Lissabon

    Ein großer Teil der Halbinsel Tróia besteht aus dem Naturschutzgebiet Reserva Natural do Estuário do Sado, das kaum mit dem Auto befahren werden kann. Highlight der Halbinsel war – zumindest für mich – der 30km lange Sandstrand, der die Westküste Tróias bildet. Mit dieser wahnsinnigen Länge ist der Strand der längste Portugals. Planst Du eine Reise nach Tróia, solltest Du diesem tollen Strand also unbedingt mal einen Besuch abstatten. Ebenfalls bekannt ist Tróia für die Ruinen der römischen Siedlung Cetóbriga, die man sich auf der Halbinsel anschauen kann. Auffällig ist, dass auf der Halbinsel kaum jemand zu wohnen scheint, sondern die meisten Gebäude Hotels oder Ferienwohnungen darstellen. Erst 2008 wurde die Halbinsel von Touristikkonzernen „entdeckt“, die begannen, dort einige Hotelanlagen zu errichten. Nach einem langen Strandspaziergang ging es für uns mit der Autofähre zurück zum Festland. Der Weg nach Lissabon führte uns dann noch durch den hübschen Parque Natural da Arrábida. Auf einer wunderschönen Panoramastraße fährst Du hier durch die Berge und hast einen tollen Blick auf das Meer und die Halbinsel Tróia.

    Troia 18km Strand

    Am 18km langen Sandstrand von Troia kann man entspannt entlang spazieren!

    Panoramastrasse bei Setubal Portugal

    Tatsächlich war dies unser letzter „Abstecher“ in die Natur, denn knapp anderthalb Stunden später kamen wir am Nachmittag bereits in Lissabon an. Lissabon hat mich bereits bei meiner ersten Reise vor ein paar Jahren total verzaubert. An diesem Tag ließen wir uns einfach noch ein bisschen treiben, schlenderten durch die Straßen und genehmigten uns zum Sonnenuntergang einen leckeren Cocktail in der coolen Park Rooftop Bar in der Nähe des Bairro Altos.

    Sonnenuntergang Rooftopbar Lissabon

    Tag 8 & 9 – Lissabon

    Sehenswertes: Stadtteile Lissabons, Christo Rei Statue
    Unterkunft: Holiday Inn Express Porto Exponor, Porto

    Hach ja, nach Lissabon könnte ich immer wieder reisen. Es gibt einfach solche Städte, die gefallen dir direkt im ersten Moment. Lissabon hat für mich einfach so herzliche Einwohner und ein solches gelassenes Flair, dass ich mich hier immer gleich total wohl fühle. Am ersten Tag in Lissabon stand bei dieser Reise zunächst eine Free Walking Tour auf dem Programm. Dias, unser Tourguide war einsame Spitze und zeigte uns mit solch einem Witz und Charme „seine“ Stadt, dass wir gleich am Nachmittag eine Tour durch Alfama bei ihm buchten. Es hat richtig Spaß gemacht, noch einmal so viele Informationen, Geschichten und Eigenheiten über die Stadt zu lernen, dass ich jedem eine geführte Tour nur empfehlen kann. Lissabon (und Portugal an sich) hat eine so interessante Geschichte zu bieten, dass sich gerade in der Hauptstadt eine geführte Tour auf jeden Fall lohnt. Abends gingen wir dann noch in einem kleinen Lokal im Bairro Alto essen. Auf den ersten Blick schien das „Momento“ total unscheinbar, doch wir wurden ganz wunderbar umsorgt und aßen vorzüglich. Generell ist es in Portugal oft so, dass es meist in den Restaurants am besten schmeckt, in die man nach dem äußeren Erscheinungsbild eigentlich eher nicht hineingehen würde.

    Lissabon Foodie-Traum

    Am nächsten – unserem letzten – Tag in Lissabon statteten wir dem Stadtteil Belém noch einmal einen kurzen Besuch ab. Belém hatte ich als sehr charmanten Stadtteil in Erinnerung. Bei meiner jetzigen Reise staunte ich aber nicht schlecht, als ich hier Horden von Touristen und unzählige Reisebusse vorfand. Tatsächlich machte es bei so viel Trubel nicht wirklich viel Spaß durch die Straßen zu spazieren. Umso wunderschöner war aber dafür unser nächstes Ausflugsziel, die Christo Rei Statue in der kleinen Stadt Almada. Diese befindet sich auf der, Lissabon gegenüber liegenden Flusseite und bietet einen grandiosen Blick auf die Stadt. Mit einer Fährverbindung kann man von Lissabon ganz einfach übersetzen und den Weg zur Statue auch zur Fuß gehen. Dieses Mal fuhren wir dort allerdings entspannt mit dem Auto hin, da es direkt im Anschluss schon wieder in Richtung Porto ging. Von der Plattform, auf der die Christo Rei Statue steht, hast Du wirklich einen wundervollen Ausblick auf Lissabon und die Brücke des 25. April. Ich war dieses Mal sogar zum zweiten Mal dort oben und würde auch beim nächsten Mal immer wieder kommen!

    Aussichtspunkt Lissabon Christo Rei Statue

    Tag 10 – Bye bye, Portugal

    Nachdem wir am Vortag noch spät abends wieder in Porto eintrafen und uns hier nur noch rasch in ein Airport Hotel einmieteten, ging es für uns am frühen Morgen wieder zurück nach Deutschland! Portugal hat mich überrascht, nicht immer nur positiv. Das Land hat wirklich eine beeindruckende Natur zu bieten – allein die traumhaften Strände werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Doch vielerorts spürt man auch die Armut des Landes. Allein die vielen leerstehenden, teils verfallenen Gebäude in Porto (hier hatte ich darüber berichtet), haben mich teilweise schon sehr geschockt. Auch wenn man „aufs Land“ fährt, sieht man an allen Ecken und Enden, dass vielerorts noch eine Menge zu tun ist. Auf der anderen Seite ist es eben in Portugal an vielen Stellen dafür auch nur wenig touristisch und man hat die Möglichkeit, das Land authentisch kennenzulernen.

    Praia de Torreira Traumstrand Westkueste Portugal

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