Portugal-Roadtrip (Westküste) – Reiseguide inkl. Routenbeispiel

Artikel aktualisiert am 19.10.2026

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Spätestens seit meiner Zeit in Australien bin ich einer großen Liebe für Roadtrips verfallen. Ganz gleich ob es danach an die Westküste der USA, durch die grünen Hügel Irlands oder in den Westen Kanadas ging – Roadtrips sind für mich einfach die beste Art zu reisen. Dieses Gefühl von Freiheit und Ungewissheit, wo der Weg dich hinführt – einfach unbezahlbar! Lange schon stand auch die Westküste Portugals auf meiner Roadtrip-Liste!

Schließlich war es so weit und ich machte mich auf zu einem zehntägigen Portugal-Roadtrip, der mich von Porto entlang der Westküste bis an die Südwestspitze des Landes und über Lissabon wieder zurück nach Porto führte. Mit dabei: kilometerlange Sandstrände, wunderschöne Küstenlandschaften, außergewöhnliche Unterkünfte und jede Menge Eindrücke, die ich so gar nicht erwartet hatte.

Welche Stopps sich besonders gelohnt haben, wo es mir am besten gefallen hat und was ich bei der Planung vielleicht etwas anders machen würde, verrate ich dir in diesem Reisebericht. Natürlich inklusive meiner Route für 10 Tage und einer Karte zum Nachfahren!

Westküste Portugals – Wilde See & traumhafte Strände

Für viele Portugal-Reisende steht oftmals die Algarve hoch im Kurs, wenn ein Roadtrip in Portugal geplant ist. Die Felsformationen im Süden des Landes sind ohne Zweifel sehr beeindruckend. Doch ich hatte Lust, in Portugal etwas anderes zu erkunden: Die Westküste Portugals mit ihrer rauen See und den traumhaften Sandstränden hatte mir immer schon gefallen!

Hier wechseln sich kleine Küstenorte, kilometerlange Sandstrände, beeindruckende Klippen und teilweise erstaunlich menschenleere Landschaften ab. Besonders wild wird die Küste im Südwesten Portugals, wo sich der Naturpark Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina erstreckt. Die Region rund um die Costa Vicentina gehört landschaftlich für mich zu den absoluten Highlights meines Roadtrips.

Routenbeispiel für 10 Tage Portugal-Roadtrip

Unsere Rundreise startete und endete in Porto. Dazwischen führte uns die Route über Torreira, Costa Nova, den Buçaco-Wald, Nazaré und São Teotónio bis zum Cabo de São Vicente. Über die traumhaften Strände der Südwestküste und die Halbinsel Tróia ging es schließlich nach Lissabon.

Reisedauer: 10 Tage – mit 12 bis 14 Tagen wäre die Strecke entspannter

Route: Porto → Torreira → Costa Nova → Buçaco → Nazaré → São Teotónio → Cabo de São Vicente → Costa Vicentina → Tróia → Arrábida → Lissabon → Porto

Unterwegs: mehr als 1.300 km auf meiner Rundreise; die tatsächliche Strecke variiert je nach Zwischenstopps

Karte der Portugal-Rundreise von Porto entlang der Westküste bis zum Cabo de São Vicente und über Lissabon zurück nach Porto

  • Mein Tipp: Zehn Tage reichen aus, um einen ersten Eindruck von Portugals Westküste zu bekommen. Allerdings waren insbesondere die letzten Etappen recht fahrintensiv. Wenn du mehr Zeit mitbringst, würde ich für diese Route lieber zwölf bis vierzehn Tage einplanen – dann bleibt deutlich mehr Zeit für die traumhaften Strände!
  • Hinweis: Die Kilometer und Fahrzeiten der einzelnen Etappen stammen von unserer damaligen Reise und dienen der Orientierung. Je nach Verkehr, Strecke und Zwischenstopps können sie abweichen.

Tag 1 & 2 – Porto erkunden

Meine Portugalreise startete in Porto. Nachdem der Flieger gegen Mittag in der zweitgrößten Stadt Portugals landete, legten wir auch schon direkt los mit der Erkundungstour.

Nachdem mich Lissabon zuvor schon einmal komplett begeistert hatte, konnte ich es kaum erwarten, auch Porto endlich zu entdecken. Wie es mir dort gefallen hat und welche Highlights du in der Stadt am Douro nicht verpassen solltest, habe ich in meinem ausführlichen Porto-Guide mit Sehenswürdigkeiten, Restauranttipps und Unterkünften zusammengefasst.

Für Porto solltest du mindestens zwei Tage einplanen. Die Stadt lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden, auch wenn die vielen Steigungen durchaus in die Beine gehen können. Besonders schön fand ich es, einfach durch die Gassen zu schlendern und die besondere Atmosphäre am Douro aufzusaugen.

  • Tipp zur Reiseplanung: Einen Mietwagen brauchst du für die beiden Tage in Porto eigentlich noch nicht. Gerade in der Innenstadt ist ein Auto eher unpraktisch. Wir holten unseren Wagen erst ab, als wir Porto verließen. Falls du noch eine Unterkunft suchst, findest du in meinem Bericht über die Oporto Chic & Cozy Apartments einen persönlichen Übernachtungstipp.

Tag 3 – Von Porto nach Torreira

Sehenswertes: Praia da Torreira

Gefahrene Strecke: ca. 57 km, 50 Minuten

Unterkunft: Pousada da Ria, Torreira

Auch wenn ich Roadtrips liebe, so sollte die Portugal-Reise auch dazu dienen, ein wenig abzuschalten und runterzukommen. Nach den zwei aufregenden Tagen in Porto konnte ich es daher kaum erwarten, endlich in die Natur aufzubrechen. Ich wollte sie endlich sehen, die berühmten Strände Portugals. Denn das Meer ist für mich ein absoluter Sehnsuchtsort und bei einem Strandspaziergang mit Blick auf das Wasser kann ich augenblicklich entspannen.

Nachdem wir unseren Mietwagen abgeholt hatten, ging es also los in Richtung Süden und nur knapp 60 km unterhalb von Porto entdeckten wir ein wunderschönes Kleinod: eine Unterkunft direkt am und vor allem mit Blick auf das Wasser. In diesem Blogartikel habe ich dir ausführlich von dieser tollen Unterkunft erzählt.

Traumhaft schön auf einer schmalen Landzunge gelegen, an deren Westseite sich der Atlantik und an deren Ostseite die Lagune Ria de Aveiro befinden, hieß es in dem kleinen Ort Torreira erst einmal: abschalten! Gegen Mittag trafen wir hier bereits ein und genossen von unserem Zimmer den Ausblick auf die Ria de Aveiro.

Später besuchten wir den Praia da Torreira und schlenderten stundenlang den wunderschönen und vor allem menschenleeren Sandstrand entlang. Auch wenn der kleine Ort Torreira vielleicht nichts Besonderes sein mag, war der Praia da Torreira für mich einer der schönsten Strände, die wir auf unserem Roadtrip gesehen haben! In der traumhaften Unterkunft konnte man zudem extrem gut entspannen.

Breiter Sandstrand am Atlantik in Torreira an Portugals Westküste

Praia da Torreira mit langem Sandstrand und Atlantikwellen

Tag 4 – Costa Nova, Buçaco-Wald und Nazaré

Sehenswertes: Bunte Fischerhäuser in Costa Nova, Buçaco-Wald

Gefahrene Strecke: ca. 252 km, 3 Stunden 10 Minuten

Unterkunft: Hotel Magic, Nazaré

Auf die Reiseziele, die an diesem Tag des Portugal-Roadtrips auf unserem Reiseplan standen, hatte ich mich schon besonders gefreut. Von Torreira aus ging es zunächst in das knapp 50 km entfernte Küstenstädtchen Costa Nova. Der Ort ist insbesondere für die bunt gestreiften Häuser bekannt, die überall in der Stadt zu finden sind und gleich gute Laune verbreiten.

Die sogenannten Palheiros waren ursprünglich einfache Fischerhäuser, die heute zu den bekanntesten Fotomotiven der Region zählen. Auch der Costa Nova Beach ist sehenswert und ich hätte mir gut vorstellen können, hier eine Nacht zu bleiben.

Bunte gestreifte Fischerhäuser in Costa Nova an Portugals WestküsteHübsch anzuschauen: In Costa Nova findet man diese gestreiften Häuser!

Doch für uns ging es an diesem Tag weiter in Richtung Buçaco-Wald, genauer gesagt in die Mata Nacional do Buçaco. Der etwas im Landesinneren bei Luso gelegene Wald ist kein Nationalpark, sondern ein geschütztes Waldgebiet, das für seinen besonderen Pflanzenreichtum und seine historischen Anlagen bekannt ist.

Als Märchenwald könnte man diesen Ort fast bezeichnen, finden sich hier doch zahlreiche heimische und exotische Pflanzenarten, die den Ort zu einem ganz besonderen machen.

  • Mein Highlight: die mit Moos bewachsene Steintreppe, die sich hier mitten im Wald befindet und aussieht wie ein verwunschener Ort. Ein bisschen hat mich das gesamte Setting sogar an den Paronella Park im australischen Queensland erinnert.

Im Buçaco-Wald solltest du dir etwas Zeit nehmen und einen oder mehrere der Wald-Trails bewandern.

Auch besonders hübsch anzuschauen: das Palácio Hotel do Buçaco. Das außergewöhnliche Gebäude wurde ab 1888 als königlicher Rückzugsort für König Carlos I. errichtet und beherbergt heute ein Hotel.

  • Gut zu wissen: Zu Fuß kann der Buçaco-Wald kostenlos besucht werden. Die Einfahrt mit einem normalen Pkw kostet laut zuständiger Stiftung aktuell 7 Euro (Stand Oktober 2026). Die gültigen Konditionen findest du auf der offiziellen Website der Fundação Mata do Bussaco.

Nach unserem Spaziergang durch die Parkanlagen fuhren wir dann noch weiter in den Küstenort Nazaré. Der Ort ist insbesondere für seine hohen Wellen bekannt und dementsprechend bei Surfern besonders beliebt. Tatsächlich gehören die hier aufschlagenden Wellen bei den richtigen Bedingungen zu den weltweit größten surfbaren Wellen. An diesem Tag kehrten wir hier jedoch nur noch zum Abendessen und zur Übernachtung ein.

Moosbewachsene Steintreppe im Buçaco-Wald in PortugalWie ein verwunschener Märchenwald, nicht wahr?

Historisches Palácio Hotel do Buçaco zwischen Bäumen im Wald

Tag 5 – Nazaré nach São Teotónio

Sehenswertes: Nazaré, Forte de São Miguel Arcanjo mit Leuchtturm

Gefahrene Strecke: ca. 309 km, 3 Stunden 30 Minuten

Unterkunft: Pé no Monte, São Teotónio

Direkt am Morgen machten wir uns auf den Weg zum Leuchtturm in Nazaré. Von hier aus hat man (wenn sie denn da ist) einen fabelhaften Blick auf die „Monsterwelle“. Aber auch der Blick auf den Praia do Norte und die Stadt ist von hier nicht zu verachten.

Grund für die berühmten Wellen ist ein riesiger Unterwasser-Canyon, der sich direkt vor der Küste befindet. Der sogenannte Nazaré-Canyon reicht bis in Tiefen von rund 5.000 Metern und beeinflusst die heranrollenden Atlantikwellen so stark, dass sich unter den richtigen Bedingungen gigantische Wellen bilden können.

Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten kommt es hier schon einmal zu einem Wellen-Riesenspektakel, das jährlich zahlreiche Surfer und Schaulustige anlockt. Garantiert sind die Monsterwellen allerdings nicht. Dafür müssen Wellengang, Wind und Wetter entsprechend zusammenspielen.

Wir hatten leider wenig Glück und das Meer hätte ruhiger nicht sein können. Schön anzuschauen ist die Aussicht vom Leuchtturm auf den Strand und die unendlichen Weiten des Wassers aber gleichwohl.

Auf dem Felsvorsprung befindet sich das Forte de São Miguel Arcanjo mit einer kleinen Ausstellung zur Geschichte der berühmten Riesenwellen und des Surfens in Nazaré. Da sich Eintrittspreise und Öffnungszeiten ändern können, würde ich diese vor deinem Besuch überprüfen.

Nazaré und seine Surfstories waren zwar ein recht interessanter Stopp, besonders gut gefallen hat mir die Stadt an sich aber nicht. Im Nachhinein hätte ich dieses Reiseziel vielleicht eher ausgelassen.

  • Mein Tipp: Wenn du Nazaré vor allem wegen der riesigen Wellen besuchen möchtest, lohnt es sich, vorher die Surf- und Wetterbedingungen zu überprüfen. Außerhalb der typischen Big-Wave-Saison kannst du hier auch einen völlig ruhigen Atlantik erleben – so wie wir.

Aussicht vom Leuchtturm in Nazaré auf den Praia do Norte

Danach wollten wir an diesem Tag unseres Portugal-Roadtrips noch etwas Strecke zurücklegen. Immerhin hatten wir noch einiges vor: In den nächsten Tagen sollte es bis zur Südwestspitze Portugals gehen.

Der Weg führte uns zu einer weiteren wunderschönen Unterkunft in São Teotónio: dem Pé no Monte. Dieser grandiose Ferienhof befindet sich recht abgelegen, etwas im Landesinneren. Der familiengeführte Ferienhof bietet verschiedene Zimmer, Studios und Apartments, die wunderschön mitten in der Natur liegen.

Mit viel Liebe zum Detail eingerichtet, gehörte diese Unterkunft zu den schönsten und außergewöhnlichsten Übernachtungsmöglichkeiten auf unserer Portugalreise. Wenn du etwas Zeit mitgebracht hast, kann ich dir empfehlen, dich hier für ein paar Nächte einzuquartieren und auf diesem tollen Hof etwas zu entspannen! Gerade für alle, die während ihres Roadtrips nicht ständig von Unterkunft zu Unterkunft wechseln möchten, ist São Teotónio ein schöner Ausgangspunkt, um die südliche Alentejo-Küste zu erkunden.

Ferienhof Pé no Monte in São Teotónio in Portugal

Ferienunterkunft Pé no Monte in ländlicher Umgebung bei São Teotónio

Tag 6 – Bis zum südwestlichsten Punkt Europas

Sehenswertes: Cabo de São Vicente, Praia do Telheiro, Praia do Castelejo, Praia do Bordeira, Praia da Amoreira

Fahrtstrecke: langer Fahrtag mit mehreren Strandstopps; genaue Strecke je nach Route

Unterkunft: Tróia Design Hotel, Tróia

Auch wenn mir der Abschied von unserer tollen Unterkunft wirklich schwerfiel, ging es schließlich nach dem (sehr guten) Frühstück weiter Richtung Süden. Bis zum südwestlichsten Punkt des europäischen Festlands, um genau zu sein.

Am Leuchtturm von São Vicente begrüßten uns gleich zahlreiche Touristen. Von unserer bisherigen Reise war uns das bislang noch gar nicht bekannt. Ohnehin ist mir aufgefallen, dass Portugal nur an wenigen Orten sehr touristisch war. Aufgrund der Nähe zur Algarve sah es hier unten gleich schon etwas anders aus als an unseren bisherigen Roadtripstationen.

Am Cabo de São Vicente legten wir daher auch nur einen kurzen Foto-Stopp ein und machten uns dann auf den Weg zu den Stränden der Südwestküste. Wow, was waren da für traumhafte Kulissen dabei! Immer wieder konnten wir hier an Aussichtspunkten stoppen und den tollen Ausblick auf kilometerlange Sandstrände und die Surfer im Meer genießen.

Besonders gut gefielen mir Praia do Telheiro, Praia do Castelejo, Praia do Bordeira und Praia da Amoreira. Empfehlen kann ich dir hier, mithilfe von Google Maps zu fahren. Dort sind die Strände alle mit Bildern eingetragen und du kannst dir einfach diejenigen aussuchen, die dir am besten gefallen.

Viele dieser Strände liegen im Bereich des Naturparks Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina, der sich über mehr als 100 Kilometer entlang der Südwestküste erstreckt. Gerade die weitläufigen Strände, die dramatischen Felsformationen und die oft noch erstaunlich ursprüngliche Landschaft machen diese Region so besonders.

  • Wichtig: Der Atlantik kann hier ziemlich wild sein. Achte unbedingt auf Warnflaggen, Strömungen und örtliche Hinweise. Auch an den Steilküsten solltest du genügend Abstand zu den Klippenkanten halten und auf ausgewiesenen Wegen bleiben.

Leuchtturm am Cabo de São Vicente im Südwesten PortugalsNach dem südwestlichsten Punkt Europas kommt irgendwann gaanz weit hinten dann Amerika! 😉

Wilde portugiesische Atlantikküste mit Sandstrand und Felsklippen

Nach dem Strandhopping ging es schließlich wieder weiter in Richtung Norden, denn unser nächstes und auch schon letztes großes Reiseziel unseres Portugal-Roadtrips sollte Lissabon sein. Da uns der Weg bis in die Hauptstadt Portugals allerdings von der Südwestküste aus noch etwas zu weit war, legten wir noch einen Zwischenstopp auf der Halbinsel Tróia ein, auf der wir auch übernachteten.

Im Rückblick war dieser Tag einer der fahrintensivsten unserer Reise. Die Kombination aus Cabo de São Vicente, verschiedenen Stränden und der anschließenden Fahrt nach Tróia ist zwar machbar, lässt aber nicht besonders viel Zeit zum Verweilen.

  • Mein Tipp: Wenn du deinen Roadtrip etwas entspannter gestalten möchtest, würde ich dir gerade für die Costa Vicentina einen zusätzlichen Tag empfehlen. 

Surfer am Strand Praia da Bordeira an Portugals Westküste

Sandstrand Praia da Bordeira mit Dünen und Klippen an der portugiesischen Westküste

Tag 7 – Tróia, Parque Natural da Arrábida

Sehenswertes: Traumstrände auf Tróia, Panoramastraße durch die Arrábida-Berge

Gefahrene Strecke: ca. 137 km, 1 Stunde 45 Minuten reine Fahrzeit

Unterkunft: Exe Liberdade, Lissabon

Die Halbinsel Tróia liegt zwischen Atlantik und dem Mündungsgebiet des Flusses Sado. Die Landschaft ist geprägt von Dünen, Pinienwäldern und langen Sandstränden. Direkt gegenüber, auf der anderen Seite des Sado, liegt die Stadt Setúbal.

Highlight der Halbinsel war – zumindest für mich – der rund 18 km lange Sandstrand, der sich an der Atlantikseite Tróias erstreckt. Mit dieser beeindruckenden Länge gehört er zu den ausgedehntesten Stränden Portugals. Planst du eine Reise nach Tróia, solltest du diesem tollen Strand also unbedingt mal einen Besuch abstatten.

Ebenfalls bekannt ist Tróia für die Ruinen der römischen Siedlung Cetóbriga, die man sich auf der Halbinsel anschauen kann. Auffällig fand ich bei unserem Besuch, dass man auf der Halbinsel kaum Ein- oder Mehrfamilienhäuser sah, sondern viele Gebäude Hotels oder Ferienwohnungen waren.

Nach einem langen Strandspaziergang ging es für uns mit der Autofähre über den Sado nach Setúbal. Der Weg nach Lissabon führte uns dann noch durch den hübschen Parque Natural da Arrábida. Auf einer tollen Panoramastraße fuhren wir hier durch die Berge und hatten einen grandiosen Blick auf das Meer und die Halbinsel Tróia.

  • Tipp zur Autofähre: Die Fährverbindung zwischen Tróia und Setúbal wird von Atlantic Ferries betrieben. Die Überfahrt dauert ungefähr 25 Minuten. Auch Mietwagen können auf der Autofähre mitgenommen werden. Für weitere Passagiere können Zusatzkosten anfallen. Fahrpläne und Preise findest du bei Atlantic Ferries.
  • Achtung im Sommer: Im Naturpark Arrábida können Zufahrten zu Stränden und einzelne Straßenabschnitte zeitweise für den Autoverkehr gesperrt sein. Im Sommer 2026 gab es dafür das Programm „Arrábida Sem Carros“. Informiere dich vor der Fahrt auf der Website der Stadt Setúbal über die aktuellen Beschränkungen.

Langer Sandstrand an der Atlantikseite der Halbinsel TróiaAm rund 18 km langen Sandstrand von Tróia kann man wunderbar entspannt entlangspazieren!

Panoramastraße durch den Naturpark Arrábida mit Aussicht aufs Meer bei Setúbal

Tatsächlich war dies unser letzter „Abstecher“ in die Natur, denn knapp anderthalb Stunden später kamen wir am Nachmittag bereits in Lissabon an.

Lissabon hat mich bereits bei meiner ersten Reise vor ein paar Jahren total verzaubert. An diesem Tag ließen wir uns einfach noch ein bisschen treiben, schlenderten durch die Straßen und genehmigten uns zum Sonnenuntergang einen leckeren Cocktail in einer coolen Park Rooftop Bar in der Nähe des Bairro Alto.

Sonnenuntergang über den Dächern von Lissabon von einer Rooftop-Bar

Tag 8 & 9 – Lissabon

Sehenswertes: Stadtviertel Lissabons, Cristo-Rei-Statue in Almada

Unterkünfte: Exe Liberdade, Lissabon; Holiday Inn Express Porto Exponor, Porto

Hach ja, nach Lissabon könnte ich immer wieder reisen. Es gibt einfach solche Städte, die gefallen dir direkt im ersten Moment. Lissabon hat für mich einfach so herzliche Einwohner und ein solches gelassenes Flair, dass ich mich hier immer gleich total wohlfühle – auch wenn mir bei dieser Reise aufgefallen ist, dass sich in der Stadt inzwischen deutlich mehr Touristen tummelten als noch vor ein paar Jahren.

Am ersten Tag in Lissabon stand bei dieser Reise zunächst eine Free Walking Tour auf dem Programm. Dias, unser Tourguide, war einsame Spitze und zeigte uns mit solch einem Witz und Charme „seine“ Stadt, dass wir gleich noch eine Tour durch Alfama bei ihm buchten.

Es hat richtig Spaß gemacht, noch einmal so viele Informationen, Geschichten und Eigenheiten über die Stadt zu lernen, dass ich dir eine geführte Tour nur empfehlen kann. Lissabon (und Portugal an sich) hat eine so interessante Geschichte zu bieten, dass sich gerade in der Hauptstadt eine geführte Tour auf jeden Fall lohnt.

Abends gingen wir dann noch in einem kleinen Lokal im Bairro Alto essen. Auf den ersten Blick schien das „Momento“ total unscheinbar, doch wir wurden ganz wunderbar umsorgt und aßen vorzüglich. Generell ist es in Portugal oft so, dass es gerade in den Restaurants am besten schmeckt, in die man nach dem äußeren Erscheinungsbild vielleicht gar nicht hineingehen würde.

Aktualisierung: Das damalige Restaurant Momento in der Rua da Rosa wird in Restaurantverzeichnissen inzwischen als dauerhaft geschlossen geführt. Meine schöne Erinnerung an diesen Abend wollte ich hier trotzdem nicht streichen.

Portugiesisches Essen im Restaurant im Bairro Alto in Lissabon

Am nächsten – unserem letzten – Tag in Lissabon statteten wir dem Stadtteil Belém noch einmal einen kurzen Besuch ab. Belém hatte ich als sehr charmanten Stadtteil in Erinnerung. Bei meiner jetzigen Reise staunte ich aber nicht schlecht, als ich hier Horden von Touristen und unzählige Reisebusse vorfand.

Tatsächlich machte es bei so viel Trubel nicht wirklich viel Spaß, durch die Straßen zu spazieren. Umso wunderschöner war aber dafür unser nächstes Ausflugsziel, die Cristo-Rei-Statue in der kleinen Stadt Almada. Diese befindet sich auf der Lissabon gegenüberliegenden Flussseite und bietet einen grandiosen Blick auf die Stadt.

Mit einer Fährverbindung kann man von Lissabon über den Tejo übersetzen und von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß weiter zur Statue gelangen. Dieses Mal fuhren wir allerdings entspannt mit dem Auto hin, da es direkt im Anschluss schon wieder in Richtung Porto ging.

Von der Plattform, auf der die Cristo-Rei-Statue steht, hast du wirklich einen wundervollen Ausblick auf Lissabon und die Brücke des 25. April. Ich war dieses Mal sogar zum zweiten Mal dort oben und würde auch beim nächsten Mal immer wieder kommen!

  • Tipp für Lissabon: Bist du nur ein Wochenende oder ein paar Tage in der Stadt, ist vielleicht die Lisboa Card etwas für dich. Sie umfasst zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel sowie freien oder ermäßigten Eintritt zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Prüfe vorab, welche Attraktionen aktuell enthalten sind und ob für einzelne Besuche eine Zeitfenster-Reservierung erforderlich ist.

Am späten Nachmittag hieß es dann schließlich Abschied nehmen von Lissabon, denn wir mussten noch zurück nach Porto fahren. Die Rückfahrt dauert über die Autobahn ohne größere Pausen ungefähr drei Stunden. Wenn du deine Reise nicht wie wir als Rundreise ab Porto planst, könnte ein Rückflug ab Lissabon eine entspanntere Alternative sein und dir einige Stunden im Auto ersparen.

Tag 10 – Bye bye, Portugal

Nachdem wir am Vortag noch spät abends wieder in Porto eintrafen und uns hier nur noch rasch in ein Airport-Hotel einmieteten, ging es für uns am frühen Morgen wieder zurück nach Deutschland!

Portugal hat mich überrascht, nicht immer nur positiv. Das Land hat wirklich eine beeindruckende Natur zu bieten – allein die traumhaften Strände werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Doch ich erinnere mich auch daran, dass mich der Zustand mancher Gebäude und Orte nachdenklich gemacht hat. Allein die vielen leerstehenden, teils verfallenen Gebäude in Porto, über die ich bereits in meinem Porto-Guide geschrieben hatte, fand ich teilweise schon sehr bedrückend. Auch auf dem Land begegneten uns immer wieder solche Eindrücke. Das war meine persönliche Wahrnehmung während unserer damaligen Reise – und sicherlich nur ein kleiner Ausschnitt eines Landes, das sich seitdem auch weiterentwickelt hat.

Auf der anderen Seite haben wir gerade abseits der großen Städte auch unglaublich schöne, wenig touristische Orte entdeckt und konnten Portugal von einer Seite kennenlernen, die ich nicht mehr missen möchte.

Wenn ich an unseren Roadtrip zurückdenke, sind es vor allem die endlosen Strände und die wunderschönen Küstenlandschaften, die mir in Erinnerung geblieben sind. Der Praia da Torreira, die verwunschenen Wege im Buçaco-Wald und die wilde Costa Vicentina gehören definitiv zu meinen persönlichen Highlights.

Kilometerlanger Sandstrand Praia da Torreira an der portugiesischen Westküste

Meine Tipps für die Planung deines Portugal-Roadtrips

Wenn du nach unserem Routenbeispiel ebenfalls einen Roadtrip entlang der portugiesischen Westküste planst, gibt es ein paar Dinge, die ich dir aus unserer Reise mitgeben möchte.

Wie viele Tage sollte man für Portugals Westküste einplanen?

Unsere Route lässt sich in zehn Tagen fahren, allerdings haben wir an einigen Tagen ziemlich viel Strecke zurückgelegt. Wenn du zusätzlich längere Strandaufenthalte oder kleine Wanderungen einplanen möchtest, sind zwölf bis vierzehn Tage meiner Meinung nach deutlich entspannter.

Insbesondere an der Costa Vicentina hätte ich im Nachhinein gerne noch mehr Zeit verbracht. Wenn du also ein oder zwei zusätzliche Übernachtungen einbauen kannst, würde ich sie vor allem für die südwestliche Küste einplanen.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Portugal-Roadtrip?

Für eine Rundreise entlang der Westküste würde ich besonders das späte Frühjahr und den frühen Herbst empfehlen, beispielsweise Mai und Juni oder September. Dann sind die Temperaturen vielerorts angenehm für Stadtbesichtigungen, Strandspaziergänge und kleine Wanderungen. Im Hochsommer kann es dagegen gerade im Landesinneren ziemlich heiß und an den bekannten Urlaubsorten entsprechend voll werden.

Auch im Sommer bleibt der Atlantik an der Westküste oft überraschend kühl. Für einen klassischen Badeurlaub mit möglichst warmem Wasser sind andere Küstenabschnitte Portugals daher teilweise besser geeignet. Dafür ist die Westküste mit ihren wilden Landschaften einfach wunderschön! Wenn du speziell die riesigen Wellen in Nazaré sehen möchtest, sind eher Herbst und Winter interessant – vorausgesetzt natürlich, die Bedingungen stimmen.

Was sollte man beim Mietwagen in Portugal beachten?

Für eine Rundreise wie unsere ist ein Mietwagen meiner Meinung nach die beste Möglichkeit, die verschiedenen Küstenorte und Strände flexibel zu erreichen. Auf portugiesischen Autobahnen gibt es sowohl klassische Mautstationen als auch elektronische Mautsysteme. Einige Autobahnabschnitte wurden seit 2025 mautfrei, auf anderen Strecken fallen weiterhin Gebühren an.

Informiere dich daher direkt bei der Mietwagenübernahme, wie die Maut abgerechnet wird und ob dein Fahrzeug mit einem entsprechenden elektronischen Gerät ausgestattet ist. In Portugal herrscht Rechtsverkehr. Auf Autobahnen gilt für Pkw grundsätzlich ein Tempolimit von 120 km/h, auf normalen Landstraßen von 90 km/h und innerhalb geschlossener Ortschaften von 50 km/h, sofern keine andere Beschilderung gilt.

  • Mein zusätzlicher Tipp: Achte bei deinen Unterkünften darauf, ob Parkmöglichkeiten vorhanden sind. Gerade in Porto und Lissabon kann das viel Zeit und Nerven sparen. Wir haben unseren Mietwagen deshalb erst nach unserem Aufenthalt in Porto abgeholt.

Welche Route würde ich heute wählen?

Wenn du zum ersten Mal an die portugiesische Westküste reist, würde ich unsere Route grundsätzlich wieder empfehlen. Die Mischung aus zwei spannenden Städten, beeindruckenden Naturlandschaften und unzähligen Stränden hat mir sehr gut gefallen.

Allerdings würde ich heute wahrscheinlich etwas weniger Zeit für die langen Fahrtage einplanen und stattdessen lieber noch eine zusätzliche Nacht in der Region rund um São Teotónio oder an der Costa Vicentina verbringen. Ob du Nazaré einplanst, würde ich davon abhängig machen, wie sehr dich die berühmten Monsterwellen interessieren. Für uns war der Stopp zwar spannend, gehörte persönlich aber nicht zu den absoluten Highlights der Reise.

Eines steht für mich jedenfalls fest: Ein Roadtrip entlang der portugiesischen Westküste lohnt sich! 

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