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Die an der Westküste Portugals gelegene Stadt Porto ist nach Lissabon die zweitgrößte Stadt Portugals und bietet sich hervorragend für einen Städtetrip an einem (verlängerten) Wochenende an. Lissabon hatte mich komplett verzaubert. Vor meiner Reise in das etwa 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt gelegene Porto war ich daher umso gespannter, was mich erwarten würde.
Und tatsächlich: Porto hat mich überrascht, allerdings nicht immer nur positiv. Neben wunderschönen Häuserfassaden, beeindruckenden Aussichtspunkten und der berühmten Brücke Ponte Dom Luís I habe ich auch eine ganz andere Seite der Stadt kennengelernt, die ich so nicht erwartet hatte.
Wie es mir dort schlussendlich gefallen hat, welche Reisetipps ich dir verraten kann und welche Porto Highlights und Sehenswürdigkeiten du dir auf deiner Reise nicht entgehen lassen solltest, erfährst du in diesem Blogbeitrag.
Porto Highlights: Die schönsten Sehenswürdigkeiten & meine Reisetipps
Porto ist eine Stadt voller Gegensätze, hat aber ohne Frage zahlreiche wunderschöne Ecken zu bieten. Tatsächlich findest du hier viele Highlights, die du übrigens unbedingt zu Fuß erkunden solltest! Portos historisches Zentrum ist relativ kompakt, weshalb du viele Sehenswürdigkeiten gut miteinander verbinden kannst.
Nicht unterschätzen solltest du dabei aber die Hanglage der Stadt. Hier geht es ständig bergauf und bergab, sodass selbst kurze Strecken bergauf schon einmal ein paar Minuten länger dauern können als gedacht. Das sollte dich aber keinesfalls davon abhalten, durch Porto zu spazieren und die folgenden Highlights zu entdecken.
Ponte Dom Luís I – Portos berühmteste Brücke
Hach ja, ich liebe schöne Brücken einfach! Die eindrucksvolle Eisenbrücke Ponte Dom Luís I verbindet Porto mit der gegenüberliegenden Stadt Vila Nova de Gaia, in der sich auch die zahlreichen Portweinkellereien befinden. Ein Spaziergang über die Brücke ist während der Reise nach Porto ein absolutes Muss! Warum? Weil du sowohl von der Brücke als auch von der gegenüberliegenden Seite einen tollen Blick auf die Stadt genießen kannst!
Spazieren kannst du auf zwei Ebenen: Die untere führt direkt zur Flusspromenade von Gaia. Über die obere Ebene, die sich Fußgänger mit der Metro teilen, gelangst du zum Jardim do Morro und zum Kloster Mosteiro da Serra do Pilar. Wenn du von dort oben wieder zum Flussufer gelangen möchtest, kannst du eine der angrenzenden Straßen hinunterlaufen oder die Seilbahn nutzen.
Von Vila Nova de Gaia hast du einen tollen Ausblick auf Porto!
Portweinprobe in Gaia
In Gaia angekommen, solltest du unbedingt eine der zahlreichen Portweinkellereien besuchen. Hergestellt wird der Portwein im Douro-Tal, wo die Trauben angebaut und verarbeitet werden. In die Kellereien von Vila Nova de Gaia wird der Wein traditionell gebracht, um dort gelagert und ausgebaut zu werden. Viele der bekannten Portweinhäuser bieten Führungen mit anschließender Verkostung an.
Entschieden hatte ich mich für die Kellerei Ferreira, bei der uns während einer Führung die Herstellung und Lagerung der Portweine erklärt und gezeigt wurde. Am Ende durften wir dann außerdem noch zwei verschiedene Portweine probieren. Mir hat die Führung wirklich gut gefallen, weil man dabei nicht nur etwas über den Wein selbst erfährt, sondern auch einen spannenden Einblick in die Geschichte der Region erhält.
Ferreira gehört zu den traditionsreichen Portweinhäusern. Die Kellerei kannst du auch heute noch besuchen. Wenn du eine bestimmte Kellerei im Blick hast, würde ich die Führung vorab reservieren, gerade an Wochenenden und in der Hauptreisezeit.
In Gaia stehen dir außerdem zahlreiche weitere Portweintouren zur Auswahl. So bietet beispielsweise die Kellerei Cálem auch Erlebnisse an, bei denen du eine Weinverkostung mit einem traditionellen Fado-Konzert kombinieren kannst. Die jeweils angebotenen Programme solltest du vor deiner Reise prüfen.
Wenn du noch mehr Zeit in Portugal hast, lohnt sich außerdem ein Ausflug in das Douro-Tal, wo die Weinreben auf terrassenförmig angelegten Hängen wachsen. Wichtig ist dabei der Unterschied: Die beliebten Bootsfahrten unter Portos sechs Brücken dauern meist ungefähr 50 Minuten und bleiben im Stadtgebiet. Für eine Fahrt ins eigentliche Douro-Weinanbaugebiet solltest du dagegen mindestens einen ganzen Tag einplanen.
- Ausflugstipp: Eine solche Tagestour kannst du zum Beispiel bei GetYourGuide – Douro-Tal mit Bootsfahrt und Weinverkostung anschauen.
Heute wird der Portwein nicht mehr mit den traditionellen Rabelo-Booten transportiert. Schön anzuschauen sind sie aber trotzdem noch.
Ribeira – Die bunten Häuser am Douro
Zurück auf der Porto-Seite solltest du unbedingt durch das historische Viertel Ribeira spazieren. Die dicht aneinandergereihten, farbenfrohen Häuser am Douro gehören für mich zu den schönsten Postkartenmotiven der Stadt. In den kleinen Gassen und entlang der Uferpromenade gibt es Cafés und Restaurants, in denen du das Treiben rund um den Fluss beobachten kannst.
Die Ribeira liegt direkt unterhalb der Altstadt und eignet sich wunderbar für einen gemütlichen Spaziergang zur Ponte Dom Luís I. Besonders hübsch ist die Aussicht auf das gegenüberliegende Gaia mit seinen Portweinkellereien. Wenn du hier essen möchtest, wirf vor der Bestellung ruhig einen Blick auf die Speisekarte: In den Restaurants unmittelbar am Fluss bezahlst du häufig auch für die besondere Lage.
Bahnhof São Bento – Die schönsten Azulejos in Porto
So einen hübschen Bahnhof wie den Bahnhof São Bento sieht man selten. Ein Grund mehr dafür, dass es sich bei diesem um ein weiteres tolles Porto-Highlight handelt. Die mit zahlreichen Keramikfliesen, den sogenannten Azulejos, ausgestattete Eingangshalle erzählt portugiesische Geschichte und ist besonders schön anzuschauen.
Rund 20.000 blau-weiße Fliesen schmücken die Wände der Bahnhofshalle. Die großflächigen Motive des Künstlers Jorge Colaço zeigen unter anderem historische Ereignisse und Szenen aus dem Leben in Portugal. Das Schöne: Für einen Besuch der historischen Bahnhofshalle benötigst du kein Eintrittsticket und kannst einfach vorbeischauen.
- Adresse: Praça de Almeida Garrett, Porto
- Eintritt: Die öffentliche Bahnhofshalle kannst du kostenlos besichtigen.
- Mein Tipp: Verbinde den Besuch mit einem Spaziergang zum Praça da Liberdade, zur Kathedrale Sé do Porto oder hinunter zur Ribeira.
Die schönsten Aussichtspunkte in Porto
Da Porto auf mehreren Hügeln liegt, bieten sich immer wieder tolle Ausblicke auf das Wasser, die Dächer und die Brücke Ponte Dom Luís I. Aber auch von der gegenüberliegenden Flussseite hast du einen grandiosen Blick auf die Stadt. Gerade dieses Panorama macht Porto für mich so besonders.
- Miradouro da Vitória: Ein schöner Aussichtspunkt in der Altstadt mit Blick über die Dächer bis zum Douro.
- Ponte Dom Luís I: Von der oberen Brückenebene schaust du auf beide Flussufer.
- Mosteiro da Serra do Pilar: In der Umgebung des Klosters genießt du ein besonders hübsches Panorama auf Porto und die Brücke.
- Jardim do Morro: Ein beliebter Aussichtspunkt direkt auf der Gaia-Seite der oberen Brückenebene – besonders zum Sonnenuntergang.
- Flusspromenade in Vila Nova de Gaia: Von hier blickst du auf die bunten Häuser der Ribeira.
- Seilbahn in Vila Nova de Gaia: Auch während der Fahrt eröffnet sich eine tolle Perspektive auf den Fluss.
- Torre dos Clérigos: Vom bekannten Kirchturm genießt du einen Rundumblick über Porto.
Ein besonders beeindruckender Aussichtspunkt ist die Torre dos Clérigos im Zentrum der Stadt. Bis zur Aussichtsplattform musst du allerdings 225 Stufen erklimmen. Der Eintritt für Turm und Museum liegt 2026 regulär bei 10 Euro für Erwachsene. Die üblichen Öffnungszeiten sind 9 bis 19 Uhr, während bestimmter Ferien- und Saisonzeiten können sie länger sein.
Um die Aussicht von der Torre dos Clérigos zu genießen, führen 225 Stufen nach oben.
Seilbahn in Vila Nova de Gaia – Porto von oben
In Gaia befindet sich eine Seilbahn, die den unteren mit dem oberen Teil der Stadt verbindet. Oben angekommen erreichst du direkt den Bereich rund um den Jardim do Morro und die obere Ebene der Ponte Dom Luís I. Doch auch aus der Gondel heraus kannst du die Aussicht auf die Brücke, Gaia und das gegenüberliegende Porto genießen.
Gerade bei Sonnenschein eine tolle Möglichkeit, Porto aus einer anderen Perspektive zu bestaunen. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten, sodass du sie wunderbar in einen Spaziergang durch Gaia integrieren kannst.
- Erwachsene: 7 Euro für eine einfache Fahrt, 10 Euro für Hin- und Rückfahrt.
- Kinder von 5 bis 12 Jahren: 3,50 Euro einfach, 5 Euro hin und zurück.
- Öffnungszeiten: Saisonabhängig, den aktuellen Fahrplan findest du direkt beim Betreiber.
Wenn du ohnehin über die obere Ebene der Ponte Dom Luís I nach Gaia läufst, kannst du die Seilbahn wunderbar für die Fahrt hinunter zur Uferpromenade nutzen. Aktuelle Tickets und Fahrzeiten gibt es auf der offiziellen Website des Teleférico de Gaia.
Livraria Lello – Portos berühmte Buchhandlung
Harry-Potter-Fans aufgepasst: Mit ein bisschen Fantasie kann man sich in Porto sehr gut nach Hogwarts träumen. Tatsächlich lebte J. K. Rowling in den 1990er-Jahren in Porto und es ranken sich zahlreiche Geschichten darum, welche Orte sie hier für ihre Harry-Potter-Romane inspiriert haben sollen.
Ein besonders bekannter Ort ist die historische Buchhandlung Livraria Lello. Hübsch anzuschauen sind die verschnörkelten Verzierungen an den Bücherregalen und die berühmte geschwungene rote Treppe mitten im Gebäude. Dass sich hier so viele Harry-Potter-Fans an Hogwarts erinnert fühlen, kann ich gut nachvollziehen.
Eine Geschichte sollte man allerdings richtigstellen: Lange wurde behauptet, J. K. Rowling habe sich bei ihren Büchern von der Livraria Lello inspirieren lassen. Die Autorin erklärte jedoch selbst, dass sie die Buchhandlung während ihrer Zeit in Porto gar nicht besucht hatte. Die Ähnlichkeiten sind also eher eine schöne Vorstellung als eine bestätigte Inspirationsquelle.
Auch ganz unabhängig davon ist die Livraria Lello mit ihrer außergewöhnlichen Architektur einen Besuch wert. Weil sie inzwischen zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört, benötigst du für den Besuch einen kostenpflichtigen Ticket-Voucher mit Zeitfenster.
- Adresse: Rua das Carmelitas 144, Porto.
- Eintritt (Oktober 2026): Regulärer Ticket-Voucher 15,95 Euro. Der Betrag kann auf ein Buch aus den Livraria-Lello-Editionen angerechnet werden – nicht automatisch auf jedes beliebige Buch.
- Öffnungszeiten: Regulär ab 9 Uhr; die genaue Schließzeit und freie Zeitfenster vor deinem Besuch auf der Ticketseite prüfen.
- Tickets: Offizielle Livraria-Lello-Ticketseite.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Porto, wenn du mehr Zeit hast
Die bisherigen Highlights sind diejenigen, die mir von meinem Porto-Besuch besonders in Erinnerung geblieben sind. Darüber hinaus gibt es weitere bekannte Sehenswürdigkeiten, die du bei einem längeren Aufenthalt auf deine Liste setzen kannst:
- Sé do Porto: Die Kathedrale thront über der Altstadt und gehört zu den bedeutenden historischen Bauwerken Portos. Besonders der Kreuzgang mit seinen Azulejos ist sehenswert. Mehr dazu findest du beim offiziellen Tourismusportal.
- Mercado do Bolhão: Der traditionsreiche Markt wurde aufwendig renoviert. Heute findest du hier Lebensmittelstände, kleine Läden und Gastronomie – eine schöne Ergänzung zu einem Spaziergang durch Baixa. Sonntags ist der Markt normalerweise geschlossen.
- Igreja do Carmo: Die barocke Kirche ist vor allem für ihre eindrucksvolle, mit blau-weißen Azulejos geschmückte Seitenfassade bekannt. Sie liegt ganz in der Nähe der Livraria Lello.
- Palácio da Bolsa: Der ehemalige Börsenpalast im historischen Zentrum ist für seine reich verzierten Säle bekannt. Wer historische Architektur mag, sollte einen Blick auf die angebotenen Führungen werfen.
Porto-Reisetipp für Foodies – Wo kannst du gut essen?
In Portugal ist es grundsätzlich so, dass du richtig gutes portugiesisches Essen zumeist in den letzten „Kaschemmen“ findest. Tatsächlich kannst du in Porto und generell in Portugal auch abseits der großen touristischen Restaurants richtig lecker essen gehen.
Was ich außerdem mag: In vielen Lokalen geht es ziemlich unkompliziert zu. Man bestellt ein paar Kleinigkeiten, teilt sich verschiedene Gerichte und lässt den Abend bei einem Glas Wein ausklingen.
Folgende Restaurants von meiner Porto-Reise kann ich dir empfehlen:
- Cantina 32: Super leckeres Essen in cooler Atmosphäre! Das Restaurant liegt zentral in der Rua das Flores und bietet moderne portugiesische Küche. Eine Reservierung würde ich vor allem für den Abend empfehlen.
- Esquires Coffee Porto: Stylishes Café für einen Kaffee zwischendurch, auch frühstücken kannst du hier wunderbar.
- Intrigo: Toller Blick auf das Wasser und leckeres portugiesisches Essen. Besonders die Aussicht auf den Douro macht das Restaurant zu einem schönen Ort für einen entspannten Abend.
Was du in Porto außerdem probieren solltest, ist die Francesinha, ein üppig belegtes, mit Käse überbackenes Sandwich, das meist mit einer würzigen Sauce serviert wird. Und natürlich darf auch ein Pastel de Nata nicht fehlen. Zusammen mit einem Kaffee ist das für mich ohnehin einer der schönsten kleinen Genussmomente auf einer Portugalreise.
Porto in 2 Tagen – So kannst du die Highlights verbinden
Wie du siehst, gibt es in Porto eine ganze Menge zu entdecken. Für einen ersten Eindruck reichen meiner Meinung nach zwei volle Tage aus, wenn du dich auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten konzentrierst. Damit du nicht ständig von einer Seite der Stadt zur anderen laufen musst, würde ich die Highlights ungefähr folgendermaßen verbinden.
Tag 1 – Altstadt, Douro und Vila Nova de Gaia
Starte deinen Tag im Zentrum von Porto und schau dir zunächst die wunderschöne Bahnhofshalle von São Bento an. Anschließend kannst du durch die Gassen der Altstadt zur Kathedrale Sé do Porto spazieren und von dort weiter hinunter zur Uferpromenade Ribeira laufen.
Von der Ribeira aus bietet sich bereits ein toller Blick auf die Ponte Dom Luís I. Überquere die Brücke und erkunde anschließend die gegenüberliegende Flussseite Vila Nova de Gaia. Hier würde ich unbedingt Zeit für eine Portweinprobe einplanen. Wenn du danach noch Lust hast, kannst du zum Jardim do Morro hinaufgehen oder dafür die Seilbahn nutzen und den Tag bei einem schönen Blick auf Porto ausklingen lassen.
Tag 2 – Livraria Lello, Aussichtspunkte und Porto genießen
Am zweiten Tag kannst du dich auf den oberen Teil des Stadtzentrums konzentrieren. Beginne beispielsweise mit einem Besuch der Livraria Lello. Anschließend lohnt sich ein Spaziergang zur Torre dos Clérigos, von der du Porto noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben kannst.
Plane danach genügend Zeit ein, um einfach durch die Gassen zu schlendern, kleine Läden zu entdecken oder in einem der gemütlichen Cafés eine Pause einzulegen. Wenn du noch etwas mehr Zeit hast, lohnt sich auch ein Abstecher zum Mercado do Bolhão oder in Richtung Rua de Santa Catarina, einer bekannten Einkaufsstraße der Stadt.

Wie kommst du am besten nach Porto?
Portugal liegt im Südwesten Europas und Porto ist von Deutschland aus ziemlich gut zu erreichen. Gerade für einen Wochenendtrip bietet sich die Anreise mit dem Flugzeug an.
- Mit dem Flugzeug: Von verschiedenen deutschen Flughäfen gibt es Direktverbindungen nach Porto. Je nach Abflugort dauert der Flug ungefähr zweieinhalb bis drei Stunden. Der Flughafen Francisco Sá Carneiro (OPO) liegt nordwestlich des Stadtzentrums.
- Mit dem Auto: Natürlich kannst du Porto auch mit dem Auto erreichen. Wenn dir lange Strecken nichts ausmachen oder du ohnehin auf einem Roadtrip durch Europa unterwegs bist, kannst du Porto wunderbar in deine Reiseroute integrieren.
- Mit dem Bus: Auch Fernbusverbindungen von Deutschland nach Portugal sind möglich. Allerdings dauert die Anreise sehr lange und wäre zumindest mir für einen kurzen Städtetrip deutlich zu anstrengend.
Vom Flughafen Porto in die Innenstadt
Vom Flughafen kommst du besonders unkompliziert mit der Metro ins Stadtzentrum. Die violette Linie E verbindet den Flughafen direkt mit der Station Trindade im Zentrum von Porto. Die Fahrt dauert ungefähr 30 Minuten.
Für die Strecke benötigst du ein Andante-Ticket der Tarifstufe Z4. Eine Einzelfahrt kostet 2026 2,30 Euro, hinzu kommen einmalig 0,60 Euro für die wiederaufladbare Andante-Karte. Diese kannst du am Automaten an der Metrostation kaufen. Vergiss nicht, dein Ticket vor Fahrtbeginn zu entwerten.
Alternativ bringen dich unter anderem Busse vom Flughafen in die Stadt. Gerade wenn deine Unterkunft in der Nähe einer passenden Haltestelle liegt, kann das praktisch sein. Die aktuellen Verbindungen und Ticketpreise findest du bei Andante.
Wo übernachten in Porto? Meine Unterkunftstipps
Bei der Suche nach einer Unterkunft ist mir aufgefallen, dass es in Porto sehr viele Ferienwohnungen und Apartments gibt.
Empfehlen kann ich dir meine damalige Unterkunft, die Oporto Chic & Cozy Apartments. Super zentral gelegen, konnten wir von hier aus alle wichtigen Spots zu Fuß erreichen. Einziges Manko war die etwas heruntergekommene Gasse, in der sich das Haus befand.
Mehr zu meiner Unterkunft in Porto und was mir daran gefallen hat, habe ich dir in diesem ausführlichen Erfahrungsbericht über die Oporto Chic & Cozy Apartments bereits erzählt.
- Hier kannst du die Verfügbarkeit der Oporto Chic & Cozy Apartments auf Booking.com prüfen.
Gut zu wissen: In Porto wird eine kommunale Tourismusabgabe von 3 Euro pro Person und Übernachtung erhoben (Stand Oktober 2026). Kinder bis einschließlich 12 Jahre sind davon befreit. Prüfe bei deiner Buchung, ob die Gebühr bereits im angezeigten Gesamtpreis enthalten ist.
Porto – Eine Stadt mit zwei Gesichtern
So wunderschön die vielen Sehenswürdigkeiten, die malerischen Häuserfassaden und die Ausblicke auf den Douro auch sind, so hat Porto doch noch eine ganz andere Seite. Eine Seite, die mich bei meinem Besuch tatsächlich ziemlich überrascht hat. Denn Porto ist nicht überall so herausgeputzt, wie man es von den bekannten Postkartenmotiven kennt. Und genau diese Gegensätze haben meinen Eindruck von der Stadt ganz besonders geprägt.
Die Arbeiterstadt mit Bilderbuchfassade
Porto galt schon immer als wichtiges wirtschaftliches Zentrum Nordportugals. Als am Hafen gelegene Stadt war Porto über Jahrhunderte eine bedeutende Handelsmetropole. Noch heute ist die Stadt durch ihre Geschichte als Hafen- und Industriestandort geprägt.
Die eng aneinandergedrängten Häuser der Stadt stehen auf den steilen Hängen oberhalb des Douro etwas chaotisch neben- oder auch übereinander. Dies ergibt ein unvergleichliches Stadtbild, das insbesondere aus der Ferne ein tolles Panorama abgibt. Der historische Stadtkern wurde im Jahr 1996 sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Zur Welterbestätte gehören auch die berühmte Brücke Ponte Dom Luís I und das Kloster Serra do Pilar auf der gegenüberliegenden Flussseite.
Besonders schön finde ich die vielen bunten Häuserfassaden, die schmalen Gassen und die kleinen Läden, die Porto an manchen Ecken beinahe wie eine Filmkulisse wirken lassen.
Heruntergekommen, dreckig und verwahrlost – Die andere Seite Portos
Ohne Frage findest du in Porto einige wunderschöne Ecken, von denen ich dir weiter oben bereits erzählt habe. Die Uferpromenade, an der du entspannt am Douro entlangspazieren kannst. Der fast schon prunkvolle Praça da Liberdade im Stadtzentrum oder der mit Keramikfliesen verkleidete wunderschöne Bahnhof São Bento. Doch Porto hat auch eine andere Seite.
Damals fielen mir in der Stadt zahlreiche leerstehende und verwahrloste Gebäude auf. Ganze Häuserreihen wirkten verlassen und manche Straßenzüge befanden sich in einem Zustand, den ich in einer europäischen Großstadt so nicht erwartet hätte.
Ein Teil dieser Entwicklung hängt mit der Geschichte des portugiesischen Wohnungsmarktes zusammen. Über viele Jahrzehnte galten strenge Mietpreisbindungen, wodurch gerade ältere Gebäude teilweise nur geringe Mieteinnahmen erzielten. Zusammen mit wirtschaftlichen Problemen und ausbleibenden Investitionen trug dies dazu bei, dass zahlreiche Häuser nicht ausreichend instand gehalten wurden.
Inzwischen hat sich in Porto einiges verändert. Viele historische Gebäude wurden saniert und insbesondere in zentralen Stadtteilen sind neue Hotels, Restaurants und Ferienwohnungen entstanden. Gleichzeitig stellt die Entwicklung des Wohnungsmarktes die Stadt und ihre Bewohner vor neue Herausforderungen. Mein damaliger Eindruck lässt sich deshalb nicht einfach unverändert auf das heutige Porto übertragen.
Was mir von meinem Besuch aber besonders in Erinnerung geblieben ist, sind diese unglaublichen Gegensätze. Das Stadtbild wirkte auf mich stellenweise chaotisch, irgendwie unordentlich. Teilweise entdeckte ich aber auch die hübschesten Häuser mit wunderschönen Fassaden und netten, kleinen Läden im Erdgeschoss. Direkt neben aufwendig renovierten Gebäuden standen Häuser, bei denen ich mich fragte, wie lange sie überhaupt noch stehen würden.
Das wirkte mancherorts so surreal, dass ich das Gefühl hatte, in einer Filmkulisse zu stehen. Porto war definitiv eine Stadt, die ich so noch nie gesehen hatte.
Gerade diese Gegensätze haben aber auch dazu geführt, dass mir die Stadt bis heute in Erinnerung geblieben ist. Porto ist eben nicht überall glattgebügelt und perfekt – und vielleicht macht genau das einen Teil seines Charakters aus.
Leerstehende, verwahrloste Häuser gehörten zu meinen Eindrücken bei meinem damaligen Porto-Besuch.
Häufige Fragen zu einem Städtetrip nach Porto
Wie viele Tage sollte man für Porto einplanen?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Porto reichen zwei volle Tage aus. Wenn du auch eine Portweinprobe, mehrere Aussichtspunkte und ein paar entspannte Stunden in Cafés genießen möchtest, würde ich eher drei Tage einplanen.
Kann man Porto gut zu Fuß erkunden?
Ja, die meisten Sehenswürdigkeiten im historischen Stadtzentrum lassen sich gut zu Fuß erreichen. Allerdings ist Porto ziemlich hügelig. Bequeme Schuhe sind deshalb unbedingt empfehlenswert. Für längere Strecken kannst du auf Metro und Busse zurückgreifen.
Was sollte man in Porto unbedingt gesehen haben?
Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten gehören für mich die Ponte Dom Luís I, die Altstadt mit der Ribeira, der Bahnhof São Bento und die Aussicht auf Porto von Vila Nova de Gaia. Auch eine Portweinprobe würde ich bei einem ersten Besuch unbedingt einplanen.
Ist Porto oder Lissabon schöner?
Das lässt sich meiner Meinung nach nicht pauschal beantworten. Mich hatte Lissabon zuvor komplett verzaubert, weshalb meine Erwartungen an Porto ziemlich hoch waren. Porto hat mich auf eine andere Art beeindruckt. Die Stadt wirkt kompakter und besitzt mit ihrer Lage am Douro und den wunderschönen Ausblicken einen ganz eigenen Charme. Gleichzeitig habe ich Porto an einigen Ecken deutlich rauer erlebt als erwartet. Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich dir deshalb empfehlen, beide Städte kennenzulernen.
Mein Fazit – Lohnt sich ein Städtetrip nach Porto?
Porto ist für mich eine Stadt voller Gegensätze, die mich nicht immer nur positiv überrascht hat. Einerseits gibt es wunderschöne Häuserfassaden, beeindruckende Aussichtspunkte und tolle Restaurants. Andererseits sind mir von meiner Reise auch die vielen älteren und teilweise heruntergekommenen Gebäude in Erinnerung geblieben. Gerade diese Mischung macht Porto aber zu einer Stadt, die sich von vielen anderen europäischen Städtereisezielen unterscheidet.
Besonders begeistert haben mich die Ponte Dom Luís I, die Aussicht von Vila Nova de Gaia auf die Altstadt und natürlich unsere Portweinprobe bei Ferreira.
Ob mich Porto genauso verzaubert hat wie Lissabon? Nicht ganz. Trotzdem würde ich einen Besuch empfehlen, denn die Stadt hat definitiv ihren ganz eigenen Charme.
Wenn du also gerade einen Städtetrip nach Portugal planst, solltest du Porto unbedingt auf deine Liste setzen. Und wenn du noch etwas mehr Zeit hast, lohnt es sich, die Reise mit einem Roadtrip entlang der wunderschönen Westküste Portugals zu verbinden.
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