Aus dem Leben eines Tour Guide

Während meiner Zeit in Australien habe ich viele nette Leute kennengelernt – einer davon ist Andrew aus Hobart. Andrew ist Tour Guide bei Jump Tours und hat den grandiosen Job, Reisebegeisterte auf der wunderschönen Insel Tasmanien herum zu kutschieren. Was er dabei alles erlebt, hat er mir im Rahmen eines Interviews erzählt.

Erzähl meinen Lesern doch mal von deinem Job bei Jump Tours!

Ich liebe Tasmanien und vor allem liebe ich es, anderen die Insel zu zeigen, damit sie diesen besonderen Ort kennen- und schätzen lernen können. Mein Job besteht dabei nicht nur darin, interessante Menschen von überall auf der Welt kennenzulernen und diesen im Van oder Minibus die Insel zu zeigen, sondern auch darin, die Teilnehmer auf Wanderungen, Sightseeing und food tastings mitzunehmen sowie ihnen Geschichten und Geschichte zu erzählen.

Wie kam es dazu, dass du Tour Guide geworden bist?

Ich habe mich auf eine Zeitungsannonce beworben! Alles fing damit an, dass ich einer Freundin von Übersee die Ostküste Tasmaniens gezeigt hatte und sie mir daraufhin erklärte, dass ich einen guten Tour Guide abgeben würde. Damals habe ich nicht wirklich darüber nachgedacht, sondern arbeitete zu dieser Zeit noch als Architekt in einem Architekturbüro. Als ich dann die Zeitungsanzeige sah, dachte ich mir: Warum nicht mal etwas anderes ausprobieren? Ursprünglich wollte ich den Job als Tour Guide dann eigentlich nur für ein Jahr lang machen. Doch nachdem es mir dann auf einmal so viel Spaß bereitet hat, bin ich inzwischen schon seit 4 Jahren dabei!

Welche Sehenswürdigkeiten Tasmaniens besuchst du während deiner Touren?

Wir versuchen den Leuten so viele der Sehenswürdigkeiten Tasmaniens zu zeigen und auch genug Zeit dort zu verbringen um möglichst viel sehen, erkunden und genießen zu können. Dabei machen wir nicht nur bei den berühmten Attraktionen wie Port Arthur, Russel Falls, Lake St. Clair, Cradle Mountain, Cataract Gorge, Bay of Fires und der Wineglass Bay Halt, sondern versuchen auch die weniger bekannten Orte zu besichtigen. Von denen haben vielleicht noch nicht ganz so viele Leute gehört, sie sind aber keinesfalls weniger sehenswert. Dazu gehören bspw. der Donaghy’s Hill lookout, die Montezuma Falls, die Henty sand dunes und die memorial timber carvings in Legerwood.


Tasmanien war definitiv einer der schönsten Orte, die ich in ganz Australien gesehen habe. Wie ist es, dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen?

Die Arbeit als Tour Guide ist einer der besten Jobs auf der Welt – manchmal fühlt es sich nicht mal wie Arbeit an. Sehr oft ist es eher so als würde man eine Gruppe von Freunden auf einen Roadtrip mitnehmen. Es ist einfach ein großes Vergnügen, Menschen von überall auf der Welt den Ort zu zeigen, den ich meine Heimat nennen darf.

Wie sieht eine typische Woche als Tour Guide aus?

Nachdem ich das Fahrzeug für die bevorstehende Woche abgeholt habe, sammel‘ ich die Tour-Teilnehmer bei ihren Unterkünften ein. Dann stelle ich mich erst einmal vor, erkläre wie die Tour ablaufen wird und was wir an diesem Tag alles sehen werden. Danach erkunden wir jeden Tag die Gegend, in der wir uns gerade befinden – wir fahren, wandern, „jumpen“, schwimmen, essen und haben einfach eine ziemlich gute Zeit! Abends essen und trinken wir gemeinsam, quatschen, spielen Spiele, entspannen – je nachdem worauf die Gruppe Lust hat. Und am nächsten Tag stehen wir auf und der ganze Spaß fängt wieder von vorne an!

Welche Qualifikationen sollte man deiner Meinung nach mitbringen, um ein “perfekter Tour Guide” zu werden?

Ich glaube nicht, dass es so etwas wie den „perfekten Tour Guide“ gibt. Was einen guten Tour Guide meiner Meinung nach ausmacht, ist seine Ortskundigkeit. Er sollte aus der Gegend kommen, viel Wissen und interessante Geschichten mitbringen. Man sollte enthusiastisch und selbstbewusst sein, Spaß bei der Arbeit haben und versuchen, jeden in die Gruppe zu integrieren. Außerdem sollte man ein guter Organisator, ein verantwortungsvoller und guter Fahrer und allem voran freundlich sein sowie den Job mit Leidenschaft ausüben.

Du willst mehr über Tasmanien erfahren? Hier gibt’s die “5 Things To Do auf Tasmanien”

ENGLISH VERSION

During my stay in Australia I met a lot of great people – one of them was Andrew, a tour guide at Jump Tours. Believe it or not, his job actually is to show the beautiful island of Tasmania to travelers from all over the world. Sounds great? It is! But let’s have a look at what Andrew told me about his work in an interview:  

Tell us about your job at Jump Tours! 

I love Tasmania and love showing it off to people so they can begin to appreciate howspecial a place Tasmania is. My job consists of meeting interesting people from all over the world and driving them around the island in a van or a mini bus, going on walks, sightseeing, tasting food, telling stories and explaining history.

How did you decide to become a tour guide?

I answered an advert in the newspaper! I had shown a friend from overseas around the east coast of Tasmania for a couple of days and she told me I would make a good tour guide. I didn’t think too much of it – I was then working as an architect in an office. Then when I saw the job advertised I thought: why not try something different? The idea was to only work as a tour guide for a year, but it turned out to be so much fun I am still guiding after 4 years!

Which Tasmania landmarks are you visiting with Jump Tours?

On tour we try to show people as many of the famous landmarks as we can while spending enough time at each to explore and discover and enjoy. As well as the big name attractions such as Port Arthur, Russel Falls, Lake St Clair, Cradle Mountain, Cataract Gorge, the Bay of Fires and Wineglass Bay, we also visit lesser known places that not many people would have heard of but are also worth seeing, such as Donaghy’s Hill lookout, Montezuma Falls, Henty sand dunes and memorial timber carvings at Legerwood.  

Tasmania definitely is one of the nicest spots I’ve visited while I was in Australia. How is it to work where others are doing holidays? 

Working as a tour guide is one of the best jobs – sometimes it doesn’t even feel like work or a job! It often feels like taking a group of friends on a roadtrip – it’s a pleasure to show people from all over the world around the place I call home.

How does a typical week as a tour guide look like?

After picking up the vehicle for the week I then pick up each of the passengers from where they are staying. I explain who I am, how the tour works, where we are going that day and what we will see. We head out each day and explore the area – driving, walking, jumping, swimming, eating and having fun. When we get back to where we are staying each night we eat, talk, drink, play games, relax – whatever people want to do. Then get up the next day and do it all over again!

Which qualifications do you need to become the “perfect tour guide”? 

I don’t think there is such thing as the “perfect tour guide”. I believe what makes a good tour guide is someone who is local and knows the place – someone who has a lot of knowledge and is able to tell people interesting things. You have to be enthusiastic and fun, confident, try to include everyone in the group, a good communicator and oragniser, a safe driver, and most importantly friendly and passionate about the place you are showing.

 

Was man sonst noch so in Tasmanien machen kann? Hier geht’s lang!

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