Danger! Look out for Dingoes! (Fraser Island Tour)

Fraser Island – Eine Insel aus Sand!

Fraser Island ist eine Sandinsel an der Ostküste Australiens und mit einer Fläche von ca. 1800 km² nicht nur die größte Insel Queenslands, sondern auch die größte Sandinsel der Welt. Seit 1992 darf sie als UNESCO Weltnaturerbe bezeichnet werden. Das Besondere an der Insel:  Bis auf wenige Gesteinsformen besteht sie überwiegend aus Sand. Umso erstaunlicher, dass sie eine so große Vielfalt zu bieten hat: Regenwald, kristallklare Bäche, Seen, Sanddünen… doch etwas gibt es auf Fraser Island nicht: Straßen! Das bedeutet: wer auf der Insel vorankommen möchte, der braucht ein Fahrzeug mit Allradantrieb.

Mit dem Auto über die Sandinsel

Aus Zeitmangel während meiner Ostküsten-Tour entschied ich mich (nur) für einen Tagesausflug mit „Nature Tours“ nach Fraser Island, die mich mit dem Tourbus morgens um 8.00 Uhr in Rainbow Beach abholten.

Von dort setzten wir auch mit der Autofähre auf die Insel über. Einmal dort angekommen ging es direkt auf die „Autobahn“, den 75 Mile Beach. Was für cooler Anblick! Kilometerlanger Sandstrand ohne viel „Gegenverkehr“ – nur ab und an kommt mal ein anderes Tourauto entgegen. Viel Platz zum cruisen, Aussicht genießen und natürlich auch zum Parken – denn nachdem wir eine kleine Strecke den Strand entlang gebrettert waren, stoppten wir für einen „Morning Tea“ mit der Gruppe. Entspannt wie immer. Australien eben.

Unsere erste Sehenswürdigkeit und damit auch der erste große Stopp während der Fahrt über die Insel war “Lake McKenzie“, ein See der für sein kristallklares Wasser bekannt ist. Dieser ist so nährstoffarm, dass darin kaum Tierarten überleben können und deshalb auch darin nicht zu finden sind. So klar und blau, wie man den See vielleicht von Bildern kennen mag, kann man ihn wohl nur bei strahlendem Sonnenschein erleben. Doch ob nun die Sonne scheint oder nicht, einmal hineinspringen sollte man auf jeden Fall!

Nach der kurzen Abkühlung (brrr… das war ganz schön kalt) ging es mit dem Tourbus auch schon weiter durch das Regenwald-Gebiet der Insel. Kleiner Tipp: nicht auf den hinteren Plätzen im Bus Platz nehmen, es sei denn ihr mögt es schaukelig. Da es auf der Insel keine festen Straßen gibt, fährt man unentwegt über sandigen Boden, weshalb es auf der Fahrt auch ganz schön ruckelt und man aus Sicherheitsgründen auch ständig angeschnallt sein musste. Viele hatten damit auf unserer Tour Probleme, sodass wir zwischenzeitlich immer mal die Plätze tauschten.

Dingo Danger

Doch die Tourguides wissen meist ganz gut, wann die Gruppe mal eine Pause braucht, sodass unser nächster Stopp ein Picknickplatz inmitten des Regenwalds war. Schon faszinierend, dass selbst auf Sandboden noch ein so artenvielfältiger großer Wald wachsen kann. Eigenständig erkundeten wir hier die Gegend, während unser Tourguide das Mittagessen vorbereitete: Aussie BBQ frisch zubereitet. Yum! Und das auch noch inmitten der tollen Regenwaldkulisse!

Doch wer sich inmitten der Natur befindet, muss auf Fraser Island auf die wohl berühmtesten Einwohner aufpassen: Dingos! Diese tummeln sich auf der gesamten Insel und hätten sich wahrscheinlich kein besseres Plätzchen zum Leben aussuchen können, wenn man bedenkt, dass diese die Insel beinahe für sich alleine haben. Doch wenn sich dann doch mal das ein oder andere menschliche Wesen in ihren Lebensraum verirrt, sind die Dingos doch recht neugierig, insbesondere wenn das Essen, dass die seltenen Besucher mitbringen, so gut riecht 😉 Aufpassen sollte man deshalb darauf, Essenreste nicht liegen zu lassen. Insbesondere deshalb, da die Dingos weiterhin ungestört auf der Insel leben sollten und sich nicht an menschliches Essen gewöhnen sollten. Interessanterweise sind Dingos als einheimische Tierart auf Fraser Island geschützt, obwohl sie auf dem Festland Australiens als Plage gelten. Nicht vergessen sollte man auf der Reise nach Fraser Island aber natürlich, dass man es hier mit wilden Tieren zu tun hat, die im Einzelfall auch gefährlich werden können. Angst sollte man aber wirklich nicht haben, sondern lediglich den nötigen Respekt entgegen bringen.

Gestärkt ging es dann weiter zu der Attraktion, die wohl viele mit Fraser Island verbinden: dem Schiffswrack der Maheno. Das ehemalige Luxusschiff SS Maheno sollte im Jahr 1935 nach Japan überführt werden, lief jedoch wegen eines Zyklons vor Queensland auf Grund und liegt seither an der Küste Fraser Islands. Skurriles Bild, das einem da geboten wird. Natur weit und breit und mittendrin ein verwestes Schiffswrack. Wahrscheinlich ein Grund mehr, warum sich hier viele Touris einfinden, um wohl DAS Andenkens-Foto von ihrem Fraser Island Besuch zu schießen.

Schon anzuschauen war auch das nächste Ausflugsziel: eine gefärbte Sandsteinformation. Interessant, aber sicher nicht das Highlight der Tour, zu diesem ging es nämlich kurz danach: zum Eli Creek. Das Wasser des Baches ist so klar und rein, dass es insbesondere von vielen Campern auch als Trinkwasser verwendet wird. Hier hatten wir erneut Gelegenheit ins Wasser zu springen und uns von dem ruhig fließenden Bach treiben zu lassen: super entspannend, richtig friedlich und auf jeden Fall die perfekte Art den Tag ausklingen zu lassen.

Empfehlenswert?

Der Tagesausflug war klasse, doch gibt es sicher noch einiges mehr auf Fraser Island zu sehen. Wer also mehr Zeit hat, der sollte diese nutzen und direkt ein bisschen länger auf der schönen Sandinsel bleiben. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, sich selbst einen Geländewagen zu mieten und die Insel zu erkunden. Das Lenken, Bremsen und Fahren ist auf dem losen Sand teilweise doch sehr schwierig und nicht selten bleibt man mit dem Fahrzeug auch einfach stecken, sodass man meines Erachtens nie ganz alleine mit dem eigenen Auto losziehen sollte.

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