Port Douglas und die Abenddämmerung

Es gibt diese Momente auf Reisen, die man aus irgendeinem Grund so intensiv wahrnimmt, dass sie sich fest im Gedächtnis verankern. Einer dieser Momente war der meiner Ankunft in dem kleinen Küstenort Port Douglas an der australischen Ostküste. Die Sonne ging gerade unter und der Himmel war in ein feuriges Orangerot getaucht. Die Palmenblätter wiegten sachte im Wind und das Licht des Sonnenuntergangs ließ sie in der Abenddämmerung erstrahlen. Ein Moment, an den ich mich noch heute erinnere, als sei es gestern gewesen und durch den ich Port Douglas wohl für immer mit diesem einen, ganz besonderen wohligen Gefühl in Verbindung bringen werde.

Entspannter Küstenort

Das kleine Hafenstädtchen, welches sich knapp eine Stunde nördlich von Cairns befindet, bietet sich als Zwischenstopp auf dem Weg in Richtung Cape Tribulation an. Nette Strände, entspanntes Flair, gelassene Menschen, für ein paar Tage kann man es sich hier schon ganz gut gehen lassen. An dem Abend meiner Ankunft ist es ruhig hier, wenig Trubel, gelassene Stimmung – passend zu diesem Bild, das ich mir von dem kleinen lauschigen Ort bisher machen konnte. Am nächsten Tag sieht es schon ein wenig anders aus. Im Zentrum des Ortes finden sich edle Luxusboutiquen, schicke Restaurants und gut gefüllte Straßencafés – in wenigen Jahren hat sich das Stadtbild des einstigen kleinen Fischerdorfs verändert und in einen gehobenen Badeort verwandelt. Für mich bereits ein wenig zu touristisch, aber trotzdem: An der Hafenpromenade entlang flanieren und die hübschen Boote auf dem Wasser beobachten – auf dem Backpacking Trip entlang der Ostküste Australiens ist Port Douglas eine nette Abwechslung.

Die schönste Abenddämmerung

Doch schon bald zieht es mich wieder in die Natur – raus aus der Stadt und weit weg von dem touristischen Trubel. Bevor die Sonne untergeht möchte ich zum Lookout über den 4 Mile Beach, denn ich habe das Gefühl, dass Port Douglas und ich uns am besten verstehen, wenn die Dämmerung ganz langsam über dem Küstenort hereinbricht. Der kleine Aufstieg zum Aussichtspunkt über den langen, wunderschönen Strandabschnitt lohnt sich. Am späten Nachmittag machen sich die meisten Badegäste bereits auf den Heimweg und lassen die Natur wieder einsam zurück. Vor meinem Auge erstreckt sich ein Gemälde aus Ozean, Strand und Palmenmeer, gehüllt in eine Farbkomposition aus Grün- und Blautönen, die man besser hätte nicht anmischen können. Eine Weile lang bleibe ich hier, lasse die Umgebung und die Aussicht auf mich wirken.

Die Musik des Meeresrauschens klingt in meinen Ohren und dort ist er wieder, so ein Moment, den ich aufsauge, abspeichere und im Gedächtnis verankere.

An den ich mich noch heute erinnere, als sei es gestern gewesen und durch den ich Port Douglas für immer mit diesem einen, wohligen Gefühl in Verbindung bringen werde.

Sonja

Born and raised in Germany hat es Sonja bereits mehrmals in die Ferne gezogen. Gelebt und gearbeitet hat sie dabei unter anderem schon im sonnigen Australien und zuletzt in der Weltmetropole New York. Neben dem Schreiben ist das Fotografieren eine ihrer größten Leidenschaften und wo ginge das schon besser als rund um den Globus? Du willst noch mehr erfahren? Hier geht’s lang!

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