Joshua Tree Nationalpark: Highlights & Tipps für deinen Besuch

Artikel aktualisiert am 20.10.2026

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Die Wüstenlandschaft des Joshua Tree Nationalparks im Südosten Kaliforniens ist ein absolut empfehlenswertes Ausflugsziel, sei es für einen Kurztrip von Los Angeles aus oder auf der Durchreise während deines Roadtrips durch den Westen der USA. Dass mich dieser Nationalpark allerdings einmal so begeistern würde, hätte ich vor unserer Reise selbst gar nicht unbedingt gedacht. Eigentlich wollten wir ihn auf dem Weg von Los Angeles zum Grand Canyon einfach als Zwischenstopp mitnehmen und waren dann doch ziemlich überrascht, was für eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft uns hier erwartete.

Zwischen außergewöhnlichen Yuccapflanzen, riesigen Felsformationen und scheinbar endlosen Wüstenlandschaften gibt es einiges zu entdecken. Welche Highlights sich besonders lohnen, welche Wanderungen du unternehmen kannst und was du bei der Planung deines Ausflugs beachten solltest, verrate ich dir in diesem Artikel.

Joshua Tree Nationalpark auf einen Blick

  • Lage: Südosten Kaliforniens, rund 2,5–3,5 Stunden von Los Angeles
  • Highlights: Hidden Valley, Skull Rock, Keys View und Cholla Cactus Garden
  • Zeitbedarf: mindestens ein halber Tag, besser ein ganzer Tag
  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst
  • Eintritt 2026: 30 USD pro privatem Fahrzeug, sieben Tage gültig

Joshua Tree Nationalpark – Naturhighlight in der Nähe von Los Angeles

Raus aus der Stadt, rein in die Natur hieß es zum Start meines USA West Coast Roadtrips, nachdem wir früh morgens von Los Angeles Richtung Osten aufgebrochen waren. Der Grand Canyon sollte das Endziel der ersten großen Etappe des Roadtrips sein und auf dem Weg dorthin sollten natürlich alle wichtigen Zwischenstopps abgegrast werden.

Als erstes Ausflugsziel in der amerikanischen Wildnis stand demnach der Joshua Tree Nationalpark in Kalifornien auf dem Programm, den du von Los Angeles aus, abhängig von deinem Ausgangspunkt und der Verkehrslage, in ungefähr zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden mit dem Auto erreichen kannst.

Der Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von rund 3.200 km², die sich auf zwei Wüsten verteilen, die Mojave Desert und die Colorado Desert. Aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen der beiden Wüsten durchquerst du bei einer Fahrt durch den Park gleich zwei verschiedene Ökosysteme, die sich in ihrem Aussehen doch sehr auffällig voneinander unterscheiden.

Während die höher gelegene Mojave-Wüste Heimat einer besonderen Yuccapflanze ist, dem sogenannten Joshua Tree, dem der Nationalpark auch seinen Namen zu verdanken hat, ist die tiefer gelegene Colorado-Wüste deutlich wärmer und wartet mit einer ganz anderen Vegetation auf.

Joshua Trees vor einer felsigen Wüstenlandschaft im Joshua Tree Nationalpark

Dem Joshua Tree hat der Nationalpark seinen Namen zu verdanken – die Pflanzen findest du vor allem in der Mojave-Wüste.

Und tatsächlich fand ich es ziemlich faszinierend, wie unterschiedlich die Landschaft innerhalb des Nationalparks aussieht. Während wir an der einen Stelle noch zwischen unzähligen Joshua Trees unterwegs waren, wechselte die Umgebung wenige Kilometer später zu riesigen Felsformationen, kargen Berghängen und einer völlig anderen Wüstenvegetation.

Weite trockene Wüstenlandschaft mit Bergen im Joshua Tree Nationalpark

Je nach Höhenlage sieht die Landschaft im Joshua Tree Nationalpark vollkommen unterschiedlich aus.

Geöffnet ist der Joshua Tree Nationalpark übrigens ganzjährig und rund um die Uhr. Auf den vielen Quadratkilometern findest du allerdings nur sehr wenige Einrichtungen, was den Park, der sich nur wenige Stunden von Los Angeles und San Diego entfernt befindet, zu einer wahrlich einsamen Wüste macht. Und das, obwohl der Nationalpark jedes Jahr von mehreren Millionen Menschen besucht wird, die hier wandern, klettern, campen, fotografieren oder einfach nur die außergewöhnliche Landschaft genießen möchten.

Restaurants, Tankstellen oder Hotels suchst du innerhalb des Parks übrigens vergeblich, weshalb du dich vor deinem Besuch unbedingt mit ausreichend Proviant und Wasser eindecken solltest. Mehr dazu verrate ich dir weiter unten bei meinen praktischen Reisetipps.

Mein Roadtrip-Tipp: Du befindest dich noch mitten in der Planung deiner USA-Westküsten-Rundreise? Dann schau dir unbedingt meine komplette USA-Westküsten-Route mit allen Zwischenstopps an. Dort zeige ich dir, wie ich den Joshua Tree Nationalpark in unseren Roadtrip eingebaut habe und welche Reiseziele anschließend auf dem Programm standen.

Joshua Tree Nationalpark – Die schönsten Highlights für deine Reise

Neben den Yuccapflanzen zeichnet sich der Joshua Tree Nationalpark außerdem durch seine besonderen, teils interessanten, teils lustigen Steinformationen aus, die ein tolles Fotomotiv abgeben. Doch natürlich eignet sich der Nationalpark nicht nur zum Fotos schießen, sondern insbesondere auch für Wanderungen, Klettertouren und jede Menge Naturerlebnisse.

Zahlreiche Trails findest du im Joshua Tree Nationalpark, die es zu erkunden gibt. Da es am Tag unserer Durchreise leider unfassbar heiß war, fielen große Wandertouren bei uns allerdings flach. Kleine Spaziergänge konnten wir aber gut unternehmen und staunten nicht schlecht über die wunderschöne Wüstenlandschaft während unseres Ausflugs.

Gerade die Kombination aus den ungewöhnlichen Pflanzen und den riesigen, teilweise übereinandergestapelten Felsblöcken fand ich wirklich beeindruckend. Manchmal fragt man sich schon, was sich die Natur bei solchen Landschaften eigentlich gedacht hat.

Weite Wüstenlandschaft mit Joshua Trees und Bergen im Hintergrund

Falls du etwas mehr Zeit zur Verfügung hast, solltest du dir neben einer Fahrt durch den Nationalpark insbesondere die folgenden Sehenswürdigkeiten einmal genauer anschauen. Die zusätzlichen Highlights habe ich dir als Planungstipps zusammengestellt, da wir aufgrund der Hitze selbst nur kürzere Spaziergänge unternehmen konnten und nicht jeden der genannten Trails vollständig gewandert sind.

Hidden Valley – Zwischen riesigen Felsformationen

Wenn ich mich heute noch einmal für eine längere Wanderung im Joshua Tree Nationalpark entscheiden müsste, würde der Hidden Valley Nature Trail auf jeden Fall ziemlich weit oben auf meiner Liste stehen. Der rund 1,6 Kilometer lange Rundweg führt durch ein von gewaltigen Felsformationen umgebenes Tal, das geradezu typisch für die außergewöhnliche Landschaft des Nationalparks ist.

Unterwegs kannst du nicht nur zahlreiche Joshua Trees und andere Wüstenpflanzen entdecken, sondern auch die gigantischen Felsblöcke bestaunen, die teilweise aussehen, als hätte sie jemand ziemlich wahllos übereinandergestapelt.

Für die Wanderung solltest du ungefähr eine Stunde einplanen, wobei sich natürlich auch der ein oder andere zusätzliche Fotostopp lohnt.

Große helle Felsblöcke und Wüstensträucher im Joshua Tree Nationalpark

Skull Rock – Ein Felsen wie ein Totenkopf

Dass die Natur manchmal ziemlich lustige Formen hervorbringt, beweist auch der Skull Rock, der seinen Namen tatsächlich seiner Ähnlichkeit mit einem überdimensionalen Totenkopf verdankt.

Die beiden Vertiefungen im Felsen, die an Augenhöhlen erinnern, sind durch natürliche Erosionsprozesse entstanden und machen den Skull Rock heute zu einem der bekanntesten Fotomotive des Parks.

Besonders praktisch ist, dass sich der Felsen direkt an der Straße befindet und du deshalb auch dann einen kurzen Zwischenstopp einlegen kannst, wenn du nicht allzu viel Zeit zur Verfügung hast. Wenn du die Umgebung etwas genauer erkunden möchtest, bietet sich außerdem der rund 2,7 Kilometer lange Skull Rock Trail an, der dich durch die umliegende Felslandschaft führt.

Keys View – Ein Ausblick über die Wüste

Einen tollen Blick über die kalifornische Wüstenlandschaft verspricht der Aussichtspunkt Keys View, der auf rund 1.580 Metern Höhe liegt.

Bei gutem Wetter kannst du von hier oben weit über das Coachella Valley blicken und unter anderem die San-Andreas-Verwerfung und die umliegenden Bergketten erkennen. Besonders zum Sonnenuntergang ist die Aussicht beliebt, wobei du dann gerade an Wochenenden und in der Hauptreisezeit mit ziemlich vielen anderen Besuchern rechnen musst.

Das Schöne an Keys View ist, dass du keinen langen Wanderweg auf dich nehmen musst, um die Aussicht genießen zu können. Vom Parkplatz führt ein kurzer befestigter Weg zum Aussichtspunkt, sodass sich ein Besuch auch dann lohnt, wenn du nur einen kurzen Zwischenstopp einplanen möchtest.

Cholla Cactus Garden – Ein Garten voller Kakteen

Dass der Joshua Tree Nationalpark weit mehr zu bieten hat als nur die namensgebenden Joshua Trees, zeigt sich auch am Cholla Cactus Garden.

Hier wachsen auf einer vergleichsweise kleinen Fläche unzählige Cholla-Kakteen, die mit ihren feinen, dicht angeordneten Stacheln beinahe flauschig aussehen können, insbesondere wenn die Sonne darauf scheint. Anfassen solltest du die Pflanzen allerdings auf keinen Fall, denn die Stacheln können sich ausgesprochen hartnäckig in Haut und Kleidung festsetzen.

Ein kurzer Rundweg von rund 400 Metern führt durch den Kakteengarten, für den du normalerweise nicht mehr als 15 bis 30 Minuten einplanen musst.

Gerade wenn du den Nationalpark von Norden nach Süden durchquerst, ist der Cholla Cactus Garden eine schöne Gelegenheit, um noch einmal eine völlig andere Seite der Wüstenlandschaft kennenzulernen.

Joshua Tree mit spitzen grünen Blättern vor großen Felsformationen

Nahaufnahme der spitzen Blätter einer Yuccapflanze vor einer felsigen Wüstenlandschaft

Auch abseits der bekannten Aussichtspunkte gibt es in der Wüste jede Menge spannende Pflanzen zu entdecken.

Barker Dam – Eine kleine Überraschung in der Wüste

Wasser mitten in der Wüste? Was erst einmal etwas ungewöhnlich klingt, ist am Barker Dam zumindest zeitweise möglich. Das historische Wasserreservoir wurde einst von Viehzüchtern angelegt und ist heute über einen rund 1,8 Kilometer langen Rundwanderweg erreichbar.

Ob du dort tatsächlich Wasser vorfindest, hängt allerdings stark von den vorangegangenen Niederschlägen ab. Gerade in trockenen Zeiten kann das Reservoir auch vollständig ausgetrocknet sein.

Trotzdem lohnt sich die Wanderung, wenn du gerne etwas mehr über die Geschichte des Nationalparks erfahren und gleichzeitig die schöne Felslandschaft erkunden möchtest. Für den Barker Dam Trail kannst du ungefähr eine Stunde einplanen.

Wandern im Joshua Tree Nationalpark – Welche Trails lohnen sich?

Wie du siehst, gibt es im Joshua Tree Nationalpark einige wirklich schöne Wandermöglichkeiten, wobei du dich keinesfalls auf große und anstrengende Touren beschränken musst. Gerade die kürzeren Rundwege eignen sich hervorragend, um zwischendurch auszusteigen und die Landschaft etwas genauer zu erkunden.

Welche Wanderung du dir aussuchst, würde ich allerdings unbedingt vom Wetter abhängig machen. Wir mussten aufgrund der enormen Hitze schließlich selbst feststellen, dass eine längere Wanderung in der Wüste nicht immer die beste Idee ist, auch wenn man sie ursprünglich fest eingeplant hatte.

Damit du die verschiedenen Wege etwas besser miteinander vergleichen kannst, habe ich dir die wichtigsten kürzeren Wanderungen hier noch einmal zusammengefasst.

Wanderweg Länge Zeitbedarf ca.
Hidden Valley Nature Trail 1,6 km 1 Stunde
Barker Dam Trail 1,8 km 1 Stunde
Skull Rock Trail 2,7 km 1–2 Stunden
Cholla Cactus Garden 0,4 km 15–30 Minuten
Keys View 0,4 km 30 Minuten

Eine vollständige Übersicht aller Wanderwege und deren Schwierigkeitsgrade findest du außerdem auf der offiziellen Website des National Park Service.

Unbedingt informieren solltest du dich vor deiner Wanderung über die aktuelle Wetterprognose, denn das Wüstenwetter kann sich schnell und drastisch ändern. Obwohl die Landschaft wunderschön ist, kann sie auch gefährlich werden. Gerade im Sommer rät die Nationalparkverwaltung deshalb dazu, die heißen Tagesstunden zwischen 10 und 17 Uhr für Wanderungen möglichst zu vermeiden.

Joshua Tree Nationalpark an einem Tag – Meine Routenempfehlung

Falls du den Joshua Tree Nationalpark wie wir während eines USA-Westküsten-Roadtrips besuchen möchtest, stellt sich natürlich auch die Frage, welche Highlights sich an einem Tag überhaupt miteinander verbinden lassen.

Das Schöne ist, dass du einen Großteil des Nationalparks bequem mit dem Auto erkunden kannst und viele Sehenswürdigkeiten entweder direkt an der Straße oder nur einen kurzen Spaziergang entfernt liegen.

Wenn du aus Richtung Los Angeles anreist und den Park anschließend über die Interstate 10 in Richtung Arizona verlassen möchtest, bietet sich beispielsweise folgende Route an:

  • Hidden Valley: Starte mit einem Spaziergang zwischen den riesigen Felsformationen und Joshua Trees. Der kurze Rundwanderweg ist ein schöner Einstieg in die Landschaft des Nationalparks.
  • Barker Dam (optional): Wenn du genügend Zeit und Lust auf eine weitere Wanderung hast, kannst du hier noch den rund einstündigen Rundweg einplanen.
  • Keys View: Anschließend bietet sich der Abstecher zum Aussichtspunkt an, von dem du einen weiten Blick über die umliegende Wüstenlandschaft genießen kannst.
  • Skull Rock: Zurück auf der Hauptstraße geht es weiter zum berühmten Totenkopffelsen, der sich hervorragend für einen kurzen Fotostopp eignet.
  • Cholla Cactus Garden: Wenn du den Nationalpark anschließend in Richtung Süden durchquerst, kannst du zum Abschluss noch den außergewöhnlichen Kakteengarten besuchen.

Für diese Strecke solltest du einschließlich der Fahrzeiten, Fotostopps und einiger kurzer Wanderungen ungefähr sechs bis acht Stunden einplanen. Möchtest du zusätzlich längere Trails unternehmen, kann daraus natürlich auch schnell ein ganzer Tag werden.

Hast du dagegen nur drei bis vier Stunden zur Verfügung, würde ich mich auf den westlichen beziehungsweise zentralen Teil des Parks konzentrieren und lieber zwei oder drei Highlights in Ruhe erkunden, als möglichst viele Sehenswürdigkeiten in kürzester Zeit abzufahren.

Mein Tipp für deine Tagesplanung: Gerade im Sommer würde ich die Route nicht zu voll packen. Wir hatten schließlich selbst schnell festgestellt, dass die enorme Hitze größere Wanderungen ziemlich unattraktiv machte. Lieber etwas länger die schöne Wüstenlandschaft genießen und ein paar zusätzliche Fotostopps einlegen, als sich völlig erschöpft von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu schleppen.

Übrigens musst du den Nationalpark nicht unbedingt von Norden nach Süden durchqueren. Wenn du anschließend wieder nach Los Angeles oder in Richtung Palm Springs zurückfahren möchtest, kannst du die Route natürlich entsprechend anpassen.

Weitere Aktivitäten im Joshua Tree Nationalpark

Neben den klassischen Wanderungen gibt es natürlich noch einige weitere Möglichkeiten, die einzigartige Wüstenlandschaft zu erleben. Besonders für einen längeren Aufenthalt lohnt es sich, ein wenig über die normalen Aussichtspunkte hinauszuschauen.

Klettern im Joshua Tree Nationalpark

Der Joshua Tree Nationalpark ist bekannt für seine guten Klettervoraussetzungen. Mit mehr als 8.000 Kletterrouten und rund 2.000 Bouldermöglichkeiten bietet der Park etwas für ganz unterschiedliche Könnerstufen.

Auf dem Pferderücken durch den Nationalpark

Eine weitere coole Aktivität im Joshua Tree Nationalpark sind Reitausflüge. Es gibt zahlreiche ausgewiesene Reitwege, auf denen du die Wüstenlandschaft einmal aus einer völlig anderen Perspektive entdecken kannst.

Beliebte Bereiche des Parks für Reiter sind insbesondere der Black Rock Canyon und die Reitwege im westlichen Teil des Nationalparks. Eine gute Übersicht zu den vorhandenen Trails und den geltenden Regelungen findest du hier auf der Website des National Park Service.

Den Sternenhimmel über der Wüste erleben

Ein Erlebnis, das ich bei einem nächsten Besuch unbedingt noch nachholen möchte, ist eine Nacht unter dem Sternenhimmel des Joshua Tree Nationalparks.

Der Park gehört nämlich zu den besonders schönen Orten in Südkalifornien, um Sterne zu beobachten, und ist sogar offiziell als International Dark Sky Park ausgezeichnet.

Da es innerhalb des Nationalparks nur wenig künstliche Beleuchtung gibt, kannst du bei klarem Himmel und möglichst wenig Mondlicht mit etwas Glück einen beeindruckenden Blick auf die Milchstraße genießen.

Besonders gut geeignet sind die ausgewiesenen Beobachtungsplätze bei Quail Springs, Hidden Valley, Cap Rock und Ryan Mountain. Noch dunkler kann es in den abgelegeneren Bereichen des Parks werden.

Wenn du den Sternenhimmel erleben möchtest, würde ich nach Möglichkeit eine Nacht in der Umgebung einplanen, denn nach einem langen Tag voller Besichtigungen noch mehrere Stunden zurück nach Los Angeles fahren zu müssen, stelle ich mir nicht unbedingt besonders entspannend vor.

Beachte allerdings, dass du nicht einfach irgendwo im Nationalpark im Auto übernachten darfst. Übernachtungen sind nur dort erlaubt, wo die Parkverwaltung dies ausdrücklich vorsieht, beispielsweise auf ausgewiesenen Campingplätzen.

Joshua Tree Nationalpark – Eintritt, Öffnungszeiten & Nationalpark-Pass 2026

Der Joshua Tree Nationalpark ist das gesamte Jahr über geöffnet und kann grundsätzlich rund um die Uhr besucht werden. Auch eine vorherige Reservierung für den normalen Eintritt ist aktuell nicht notwendig, sodass du deinen Besuch relativ flexibel planen kannst.

Natürlich wird für den Besuch aber eine Eintrittsgebühr erhoben. Der reguläre Eintritt kostet 2026:

  • 30 USD pro privatem Fahrzeug: gültig für sieben aufeinanderfolgende Tage und einschließlich aller Insassen.
  • 25 USD pro Motorrad: ebenfalls sieben Tage gültig.
  • 15 USD pro Person: für Besucher ab 16 Jahren, die den Park zu Fuß oder mit dem Fahrrad betreten.

Gerade wenn du auf deinem USA-Westküsten-Roadtrip mehrere Nationalparks besuchen möchtest, lohnt es sich außerdem, den America the Beautiful Pass einmal genauer anzuschauen.

America the Beautiful Pass – Lohnt sich der Nationalpark-Pass?

Mit dem America the Beautiful Pass kannst du innerhalb seiner Gültigkeitsdauer zahlreiche Nationalparks und weitere staatlich verwaltete Schutzgebiete der USA besuchen, ohne bei jedem Park erneut die reguläre Eintrittsgebühr bezahlen zu müssen.

Allerdings hat sich bei den Preisen seit dem 1. Januar 2026 einiges geändert.

Während der Jahrespass für US-Bürger und Einwohner der USA weiterhin 80 USD kostet, müssen internationale Besucher ohne US-Wohnsitz inzwischen 250 USD für den America the Beautiful Annual Pass bezahlen.

Der Jahrespass ist zwölf Monate gültig und deckt bei der Einfahrt mit einem privaten, nicht gewerblichen Fahrzeug grundsätzlich die mitfahrenden Insassen ab.

Hinzu kommt eine weitere Änderung, die gerade für einen Roadtrip durch den Westen der USA interessant ist: In insgesamt elf ausgewählten Nationalparks wird seit Januar 2026 für internationale Besucher ohne einen entsprechenden gültigen Jahrespass zusätzlich zum normalen Eintritt eine Gebühr von 100 USD pro Person ab 16 Jahren erhoben.

Zu diesen Nationalparks gehören beispielsweise der Grand Canyon, der Bryce Canyon und der Zion Nationalpark.

Wichtig für deine USA-Reise 2026:

Der Joshua Tree Nationalpark gehört nicht zu den elf Parks mit der zusätzlichen Nonresident-Gebühr. Hier bleibt es bei den regulären 30 USD pro privatem Fahrzeug.

Besuchst du allerdings auch Grand Canyon, Bryce Canyon oder Zion, kann sich der America the Beautiful Pass für 250 USD schnell lohnen. Für zwei internationale Erwachsene fallen ohne entsprechenden Pass bereits in zwei dieser Parks insgesamt 400 USD allein an zusätzlichen Nonresident-Gebühren an.

Wenn du den Joshua Tree Nationalpark dagegen nur als einzelnen Tagesausflug besuchen möchtest, benötigst du den Jahrespass natürlich nicht.

Die aktuellen Bestimmungen findest du auf der offiziellen Website des National Park Service sowie auf der Gebührenseite des Joshua Tree Nationalparks.

Beste Reisezeit für den Joshua Tree Nationalpark

Grundsätzlich kannst du den Joshua Tree Nationalpark das ganze Jahr über besuchen, allerdings unterscheiden sich die Temperaturen in der Wüste je nach Jahreszeit doch ziemlich deutlich.

Besonders angenehm sind normalerweise der Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen tagsüber häufig zwischen etwa 20 und 30 °C liegen und damit auch längere Wanderungen deutlich besser möglich sind als während der heißen Sommermonate.

Im Sommer kann es dagegen richtig ungemütlich werden, zumindest wenn du größere Aktivitäten geplant hast. Temperaturen von über 38 °C sind dann keine Seltenheit und können dafür sorgen, dass selbst ein kleiner Spaziergang ziemlich schweißtreibend wird.

Wir waren selbst während der heißen Jahreszeit unterwegs und obwohl ich eigentlich gerne mehr von den Wanderwegen gesehen hätte, mussten wir unsere Pläne aufgrund der enormen Hitze entsprechend anpassen.

Wenn du hauptsächlich mit dem Auto durch den Nationalpark fahren und zwischendurch ein paar kurze Fotostopps einlegen möchtest, ist ein Besuch natürlich trotzdem möglich. Größere Wanderungen würde ich im Sommer allerdings möglichst vermeiden beziehungsweise allenfalls sehr früh am Morgen unternehmen.

Im Winter wird es tagsüber dagegen deutlich kühler, wobei die Temperaturen nachts auch unter den Gefrierpunkt fallen können. In höheren Lagen ist gelegentlich sogar Schnee möglich.

  • Mein Tipp: Wenn du den Joshua Tree Nationalpark unabhängig von einer größeren USA-Reise besuchen möchtest und dir deine Reisezeit aussuchen kannst, würde ich dir den Frühling oder Herbst empfehlen. Planst du dagegen wie wir einen sommerlichen Roadtrip, solltest du einfach etwas flexibler bleiben und deine Aktivitäten unbedingt an die Temperaturen anpassen.

Anreise zum Joshua Tree Nationalpark – Welcher Eingang ist der richtige?

Am einfachsten erreichst du den Joshua Tree Nationalpark mit dem Mietwagen. Da die einzelnen Sehenswürdigkeiten teilweise ziemlich weit auseinanderliegen und es keine reguläre Shuttleverbindung zwischen den Highlights gibt, bist du mit einem eigenen Fahrzeug auf jeden Fall am flexibelsten unterwegs.

Der Park verfügt über drei Haupteingänge:

  • West Entrance: Dieser Eingang liegt nahe der Ortschaft Joshua Tree und bietet sich besonders an, wenn du aus Los Angeles oder Palm Springs kommst und zuerst den westlichen Teil des Parks erkunden möchtest.
  • North Entrance: Der nördliche Eingang befindet sich bei Twentynine Palms und ermöglicht dir ebenfalls einen guten Zugang zu den bekannteren Sehenswürdigkeiten.
  • South Entrance: Der südliche Eingang liegt nahe der Interstate 10 und eignet sich besonders, wenn du den Nationalpark auf einer längeren Durchfahrt von Norden nach Süden besuchen möchtest.

Wenn du aus Los Angeles kommst, ist die Anreise über den West Entrance meistens eine gute Wahl. Bedenke allerdings, dass gerade an Wochenenden und während der Hauptreisezeit längere Wartezeiten am Eingang entstehen können.

Während unseres Roadtrips haben wir den Besuch des Joshua Tree Nationalparks mit der Weiterfahrt in Richtung Arizona verbunden, was sich grundsätzlich gut miteinander kombinieren ließ.

Allerdings solltest du bei deiner eigenen Planung berücksichtigen, dass der Nationalpark nicht unbedingt auf der kürzesten Strecke zwischen Los Angeles und dem Grand Canyon liegt. Je nachdem, welche Route du fährst, bedeutet ein Besuch also durchaus einen kleinen Umweg.

Du benötigst noch das richtige Fahrzeug für deinen USA-Westküsten-Roadtrip?

Meine Tipps für deinen Besuch im Joshua Tree Nationalpark

Bevor du dich auf den Weg in die Wüste machst, solltest du ein paar Dinge beachten, damit aus deinem Ausflug nicht unfreiwillig ein kleines Abenteuer wird.

Denn obwohl die Landschaft wunderschön ist, solltest du nicht vergessen, dass du dich in einer Wüstenregion befindest, in der die nächsten Versorgungsmöglichkeiten teilweise ziemlich weit entfernt liegen.

  • Ausreichend Wasser und Proviant einpacken: Im Inneren des Nationalparks gibt es keine Restaurants, Supermärkte oder regulären Möglichkeiten, Trinkwasser aufzufüllen. Nimm deshalb unbedingt genügend Getränke und etwas zu essen mit. Als Orientierung empfiehlt die Nationalparkverwaltung mindestens rund 3,8 Liter Trinkwasser pro Person und Tag; bei anstrengenden Aktivitäten und hohen Temperaturen kann der Bedarf höher liegen.
  • Vorher tanken: Auch Tankstellen gibt es innerhalb des Parks nicht. Gerade wenn du den Nationalpark auf einer längeren Durchfahrt erkunden möchtest, solltest du deshalb mit ausreichend Kraftstoff unterwegs sein.
  • Offline-Karten herunterladen: Der Mobilfunkempfang ist im Joshua Tree Nationalpark sehr eingeschränkt und in vielen Bereichen gar nicht vorhanden. Lade dir deshalb am besten schon vorher eine Offline-Karte herunter und verlasse dich nicht ausschließlich auf dein Navigationsgerät, denn manche Routen führen über unbefestigte Wege, die für normale Mietwagen ungeeignet sein können.
  • Sonnenschutz nicht vergessen: Sonnencreme, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung gehören auf jeden Fall ins Gepäck. Gerade in den Sommermonaten solltest du die Sonneneinstrahlung wirklich nicht unterschätzen.
  • Auf den ausgewiesenen Wegen bleiben: Das schützt nicht nur die empfindliche Natur, sondern auch dich selbst. Besonders die Kakteen und andere Wüstenpflanzen können ziemlich unangenehm werden, wenn man ihnen versehentlich zu nahe kommt.
  • Wetter und mögliche Sperrungen prüfen: Auch in der Wüste kann das Wetter umschlagen. Neben extremer Hitze können insbesondere starke Winde, Gewitter und plötzlich auftretende Überschwemmungen problematisch werden.

Eidechse mit dunkel geringeltem Schwanz im Schatten eines Felsens im Joshua Tree Nationalpark

Auch einige Wüstenbewohner konnten wir bei unserem Ausflug entdecken.

Eine gute Anlaufstelle vor deinem Besuch ist die offizielle Website des National Park Service, auf der du dich über aktuelle Bedingungen und mögliche Einschränkungen informieren kannst.

Übernachten in und um den Joshua Tree Nationalpark

Einmal in der Wüste übernachten – was für ein Abenteuer! Die Gegend um den Joshua Tree Nationalpark ist bekannt für super coole Wüstenunterkünfte, von außergewöhnlichen Ferienhäusern bis hin zu richtig schönen Glamping-Unterkünften, von denen du unbedingt eine ausprobieren solltest, wenn du über Nacht bleiben möchtest.

Gerade wenn du genügend Zeit zur Verfügung hast, würde ich einen längeren Aufenthalt in der Umgebung auf jeden Fall in Betracht ziehen. Schließlich kannst du so nicht nur den Nationalpark ohne Zeitdruck erkunden, sondern vielleicht sogar den wunderschönen Sternenhimmel erleben, für den die Gegend bekannt ist.

Innerhalb des Nationalparks selbst gibt es keine Hotels, allerdings verschiedene Campingplätze, von denen viele im Voraus reserviert werden müssen. Die Buchung erfolgt über Recreation.gov.

Wenn du lieber in einem Hotel oder Ferienhaus übernachten möchtest, würde ich mir insbesondere die Orte Joshua Tree, Twentynine Palms und Yucca Valley anschauen, denn von dort aus erreichst du die nördlichen Eingänge des Nationalparks vergleichsweise schnell.

Besondere Unterkünfte rund um Joshua Tree

The Castle House Estate

Wenn du etwas wirklich Außergewöhnliches suchst, solltest du dir das Castle House Estate einmal genauer anschauen. Die Unterkunft liegt in der Wüstenlandschaft bei Joshua Tree und bietet verschiedene außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten, die so gar nicht nach einem klassischen Hotel aussehen.

Außergewöhnliche Ferienhäuser und Airstreams

Rund um Joshua Tree gibt es außerdem zahlreiche stilvolle Ferienhäuser und Airstream-Unterkünfte, wie das AutoCamp Joshua Tree, die teilweise mitten in der Wüstenlandschaft liegen.

Mein Übernachtungs-Tipp: Falls du am nächsten Morgen früh zu einer Wanderung aufbrechen möchtest, würde ich eine Unterkunft in Joshua Tree oder Twentynine Palms bevorzugen. Möchtest du dagegen ein paar entspannte Tage mit Pool, Wellness und weiteren Ausflügen verbringen, können auch Palm Springs oder Desert Hot Springs eine schöne Alternative sein.

Lohnt sich ein Besuch im Joshua Tree Nationalpark?

Den Joshua Tree Nationalpark solltest du auf deinem USA West Coast Roadtrip meiner Meinung nach keinesfalls auslassen, sofern sich der Besuch sinnvoll in deine Reiseroute integrieren lässt.

Ich muss zugeben, dass ich vor unserer Reise gar nicht unbedingt erwartet hatte, dass mir dieser Nationalpark so gut gefallen würde. Eigentlich hatten wir ihn ja nur als Zwischenstopp auf dem Weg zum Grand Canyon eingeplant und wollten die Gelegenheit nutzen, uns noch ein weiteres Stück der amerikanischen Natur anzuschauen.

Umso überraschter war ich dann von der wunderschönen Wüstenlandschaft, die erstaunlich abwechslungsreich war und mit ihren ungewöhnlichen Joshua Trees und riesigen Felsformationen wirklich einen ganz besonderen Charme hat.

Schade fand ich lediglich, dass es während unseres Besuchs so unfassbar heiß war, dass wir größere Wanderungen lieber ausfallen ließen. Denn gerade bei den vielen interessanten Felsformationen hätte ich gerne noch etwas mehr Zeit damit verbracht, die Landschaft zu Fuß zu erkunden.

Wenn ich noch einmal in der Gegend bin, würde ich deshalb auf jeden Fall mehr Zeit für den Joshua Tree Nationalpark einplanen und vielleicht sogar eine Nacht in einer der außergewöhnlichen Wüstenunterkünfte verbringen.

Für mich war der Joshua Tree Nationalpark jedenfalls eine der schönen Überraschungen unseres USA-Westküsten-Roadtrips und ich kann dir einen Besuch nur empfehlen.

Ich komme gerne wieder!

Warst du auch schon mal im Joshua Tree Nationalpark? Schreib mir doch gerne in die Kommentare, wie es dir dort gefallen hat!

Häufige Fragen zum Joshua Tree Nationalpark

Wie viel Zeit sollte man für den Joshua Tree Nationalpark einplanen?

Wenn du nur einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten besuchen möchtest, reichen ungefähr drei bis vier Stunden für einen ersten Eindruck aus. Ich würde dir allerdings mindestens einen halben Tag und noch besser einen ganzen Tag empfehlen, damit du neben den Aussichtspunkten auch einige der kurzen Wanderungen unternehmen kannst. Für längere Wanderungen oder eine Übernachtung lohnt es sich, zwei Tage einzuplanen.

Was kostet der Eintritt in den Joshua Tree Nationalpark 2026?

Der reguläre Eintritt kostet 30 USD pro privatem Fahrzeug und ist für sieben aufeinanderfolgende Tage gültig. Die seit Januar 2026 in elf ausgewählten US-Nationalparks erhobene zusätzliche Gebühr von 100 USD pro internationalem Besucher ab 16 Jahren gilt nicht für den Joshua Tree Nationalpark. Der America the Beautiful Annual Pass für Reisende ohne US-Wohnsitz kostet 2026 insgesamt 250 USD.

Kann man den Joshua Tree Nationalpark von Los Angeles aus als Tagesausflug besuchen?

Ja, grundsätzlich ist das möglich. Je nachdem, wo du in Los Angeles startest und wie die Verkehrslage aussieht, solltest du ungefähr zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden pro Strecke einplanen. Möchtest du mehrere Highlights besuchen oder längere Wanderungen unternehmen, würde ich dir aber eher eine Übernachtung in der Umgebung empfehlen.

Wann ist die beste Reisezeit für den Joshua Tree Nationalpark?

Für Wanderungen sind insbesondere der Frühling und Herbst empfehlenswert, wenn die Temperaturen normalerweise deutlich angenehmer sind als im Sommer. Während der Sommermonate kann es extrem heiß werden, weshalb du längere Wanderungen nach Möglichkeit vermeiden solltest. Im Winter erwarten dich häufig angenehm kühle Tage, allerdings können die Temperaturen nachts unter den Gefrierpunkt fallen.

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10 Comments
  1. Schöne Bilder!! Ich liebe die Wüsten im Südwesten der USA. 2013 hab ich im Joshua Tree NP zum ersten Mal den südlichen Teil gesehen und war im Cholla Cactus Garden. Das hat mir auch gut gefallen. Empfehelnswert ist auch der kurze Hidden Valley Trail. Zum Sonnenuntergang ist es im Joshua Tree NP sagenhaft schön. Ein absolut lohnenswerter Park. Du machst mir gerade Lust, auch einen Artikel zu schreiben. Ich kram mal die Fotos von 2013 raus. 🙂
    LG
    Silke

    1. Ich glaube ich muss auch noch einmal zurück, wenn du so davon schwärmst 🙂 Hätte auch nicht unbedingt gedacht, dass mir der Park so gut gefällt, sondern dachte eigentlich wir nehmen ihn auf der Reise zum Grand Canyon einfach mal mit und zack, wird man direkt super überrascht 🙂

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