Eingecheckt: Bungalow Bay Koala Village

Bevor ich für mehrere Monate nach Australien gezogen bin, hatte ich mir vorgenommen, auf jeden Fall einmal im australischen Regenwald zu übernachten. Hier habe ich euch bereits von meinen unvergesslichen Erlebnissen während meiner Nacht im Dschungel berichtet. Nicht ganz dasselbe aber ähnlich war meine Übernachtung in der Bungalow Bay Koala Village auf Magnetic Island, von der ich euch heute berichten möchte.

Das etwas andere Hostel

Australien und seine Hostels – eine Story für sich. Was habe ich bereits für schäbige Hostels zu Gesicht bekommen. Beispielsweise solche, in denen die menschlichen Zimmergenossen, nicht die einzigen Mitbewohner, noch dazu nicht mal in der Überzahl waren. Besonders nett war auch das Zimmer mit dem Fenster, das nicht nach draußen und damit an die frische Luft, sondern lediglich in den Hostelflur führte, der gleich an die Küche angrenzte. Hach ja, aber was wäre die ultimative Backpacker-Erfahrung ohne zumindest ein „crappy” Hostel erlebt zu haben? Ganz anders sah es aber zum Glück in der Bungalow Bay Koala Village auf Magnetic Island aus. Die kleine Insel vor der australischen Ostküste, die noch zum Stadtgebiet von Townsville gehört, erreicht man vom Festland ganz einfach mit der Fähre in knapp 20 Minuten. Das Besondere an dem Hostel: zusätzlich zu den Unterkünften gehört ebenfalls ein eigener Koala Park & Sanctuary dazu.

Was mir gefallen hat

  • Das Übernachtungs-Erlebnis: Ähnlich wie bei meiner Übernachtung im Cape Tribulation Regenwald, übernachtet man im Bungalow Bay Koala Village ebenfalls in kleinen Hütten unter freiem Himmel. Diese befinden sich zwar auf dem eigens für das Hostel angelegten Gelände, trotzdem ist man der Natur hier ganz nahe, sodass man nachts den vielen interessanten Tiergeräuschen zuhören kann, von denen man manchmal gar nicht so genau weiß, sie richtig zuzuordnen.
  • Die kleinen Hütten: Simpel eingerichtet, nur mit einem Bett ausgestattet, sind die Schlafhütten sicher keine Luxusunterkunft, aber wer das hier sucht, ist ohnehin fehl am Platz. Alles was man für eine Übernachtung benötigt, ist vorhanden. Eingekuschelt in der Decke, kann man es sich hier richtig gemütlich machen und nachts den fremden Geräuschen lauschen.
  • Die Lage: Nur wenige Gehminuten vom Hostel entfernt befindet sich die Horsehoe Bay – eine nette kleine Bucht, in der man nicht nur viele Freizeitaktivitäten wie Schnorcheln, Jetski- oder Kayak-Touren unternehmen kann, sondern entlang derer sich an der vorgelagerten Straße auch einige kleine Geschäfte und Restaurants befinden. Wenig überlaufen kann man hier schon mal ein paar schöne ruhige Stunden verbringen.
  • Der Koala Park: Gleich auf dem Gelände des Hostels befindet sich ein Wildlifepark, der drei mal am Tag geführte Touren anbietet, während derer man vom Ranger viele interessante Informationen über Australiens Tierwelt erfahren und sogar einige tierische Bewohner kennenlernen darf. Wer möchte, kann hier Papageien füttern, Schlangen und Koalas auf den Arm nehmen und verschiedene Echsensorten bewundern. Der Eintritt kostet zusätzlich zur Hostelgebühr $ 29.

Was mir nicht (ganz so gut) gefallen hat

  • Die „Koala-Falle“: Etwas schade fand ich, dass man für das Halten eines Koalas zusätzlich zu der Eintrittsgebühr von $ 29 noch einmal $ 18 zahlen musste.
  • Kein WLAN: In der Hütte, in der ich geschlafen hatte, gab es keinen Internetempfang – ein wirklicher Minuspunkt ist das (zumindest für mich) allerdings nicht. Ein paar Nächte ohne non-stop-Erreichbarkeit waren nämlich tatsächlich auch mal ganz angenehm. Für diejenigen unter euch, die auf Internet aber auch für wenige Tage nicht verzichten möchten, ist die Info sicherlich von Bedeutung, weshalb sie hier ebenfalls aufgeführt wird.

Empfehlenswert?

Ja! Gerade für Reisende, die vielleicht nicht direkt im Regenwald übernachten wollen, ist das Bungalow Bay Koala Village eine ganz nette Alternative. Irgendwie trotzdem „Outdoor“ aber mit allen Annehmlichkeiten, die man sich eventuell wünscht. Sogar ein riesiger Pool befindet sich unweit des Welcome Centers, was gerade im heißen, australischen Sommer viel wert ist. Der, nur einen kleinen Spaziergang entfernte Strand ist ebenfalls ein enormer Pluspunkt.


4 Comments
  1. Jaa da waren wir auch!! 🙂 Ich fand diesen “Streichelzoo” echt toll und ich hatte ziemlich Schiss vor diesem kleinen Krokodil das man halten durfte.
    Übernachtet haben wir allerdings in dem anderen Hostel auf Magnetic Island 🙂

    Lg Sabi und Smilesfromabroad

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