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Gruselgeschichten könnte man über das Death Valley erzählen und damit eine bereits bestehende Legende weitergeben, der zufolge das „Tal des Todes“ seinen Namen einer Reisegruppe aus dem Jahr 1849 zu verdanken hat, die sich auf der Suche nach einer Abkürzung zu den kalifornischen Goldfeldern in der Wüste verirrte.
Tatsächlich steckt hinter dieser Geschichte mehr als nur eine Legende. Die sogenannten „Lost ’49ers“ irrten im Winter 1849/1850 wochenlang durch die lebensfeindliche Landschaft. Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung, dass damals zahlreiche Menschen im Death Valley ums Leben kamen, starb dort nach Angaben des National Park Service vermutlich nur einer der Reisenden. Den Namen hat das Tal einem der Überlebenden zu verdanken, der beim Verlassen der Wüste über die Panamint Mountains noch ein letztes „Goodbye, Death Valley“ gerufen haben soll.
Vorstellen kann man sich dieses Horrorszenario allerdings schon, wenn man die karge Wüstengegend mit dem eigenen Auto durchfährt und weit und breit kein Anzeichen von auch nur entfernter Zivilisation erkennen kann.
Ich habe den Death Valley Nationalpark während meines USA-Westküsten-Roadtrips im August besucht und ich kann dir schon jetzt verraten: Ich hätte niemals gedacht, dass mich eine vermeintlich karge Wüstenlandschaft einmal so sehr begeistern würde!
Was du bei einer Fahrt durch das Death Valley unbedingt beachten solltest, welche Sehenswürdigkeiten sich lohnen und warum das Tal für mich zu den überraschendsten Highlights unserer Rundreise gehört, verrate ich dir in diesem Reisebericht.
Death Valley Nationalpark – Das Wichtigste auf einen Blick
Death Valley auf einen Blick
- Lage: Kalifornien und Nevada, im Südwesten der USA
- Highlights: Dante’s View, Zabriskie Point, Badwater Basin, Artists Drive und Mesquite Flat Sand Dunes
- Zeitbedarf: Ein halber bis ganzer Tag für die Durchfahrt mit Stopps, besser ein bis zwei Tage für mehr Erkundungen
- Beste Reisezeit: Oktober bis April; für längere Wanderungen besonders November bis März
- Eintritt: 30 US-Dollar pro privatem Fahrzeug für sieben aufeinanderfolgende Tage (Stand Oktober 2026)
- Öffnungszeiten: Der Park ist ganzjährig und rund um die Uhr zugänglich; einzelne Straßen können gesperrt sein
- Fortbewegung: Am besten mit dem eigenen Mietwagen
Mein Tipp: Unterschätze die Größe des Nationalparks nicht. Zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten liegen teilweise erstaunlich lange Autofahrten. Wenn du mehrere Stopps einplanst, solltest du deshalb deutlich mehr Zeit mitbringen als nur die reine Fahrzeit durch das Death Valley.
Abenteuerfahrt durch das Death Valley
Gerade die Einsamkeit ist es, die die Durchfahrt durch das Death Valley so abenteuerlich macht und sie zu einem kleinen Erlebnis werden lässt, das vor allem im Sommer nicht ganz ungefährlich ist.
Zu dieser Jahreszeit steigen die Temperaturen regelmäßig über die 40-Grad-Marke und tatsächlich wurde vor über hundert Jahren, am 10. Juli 1913, im Death Valley mit 56,7 °C die offiziell höchste jemals gemessene Lufttemperatur der Erde erfasst.
Warum es dort so heiß wird? Die Hitze staut sich in dem Tal, dessen tiefster Punkt rund 86 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Die feuchte Meeresluft des Pazifischen Ozeans schafft es dabei nur selten bis ins Death Valley, da sie einen Großteil ihrer Feuchtigkeit bereits an den vorgelagerten Gebirgsketten verliert. Die tief gelegene Beckenlandschaft und die umliegenden Berge begünstigen zusätzlich die extreme Hitze.
Und so fährt man gerade im Hochsommer durch eine Gegend, in der schon wenige Minuten außerhalb des klimatisierten Autos unglaublich anstrengend werden können.
Vor der Durchfahrt solltest du dich daher unbedingt mit den besonderen Bedingungen im Nationalpark vertraut machen. Der National Park Service gibt auf seiner offiziellen Website wichtige Sicherheitshinweise, die man gerade im Sommer ernst nehmen sollte.
Neben dem Hinweis, ausreichend Wasser mitzuführen und längere Aufenthalte in der Hitze zu vermeiden, wird beispielsweise auch davor gewarnt, unachtsam in Felsspalten oder andere nicht einsehbare Stellen zu greifen, da unter anderem Skorpione und Klapperschlangen im Death Valley zu Hause sind.
Diese Verhaltensweisen mögen dir vielleicht als selbstverständlich vorkommen. Den Hinweis darauf finde ich allerdings gerade deshalb wichtig, weil es in der heißen Wüste nicht ganz einfach ist, schnell Hilfe zu holen. So gibt es nur vereinzelt Hotels und Versorgungsmöglichkeiten und in überwiegenden Teilen des Nationalparks keinen Telefonempfang.
Spiel mir das Lied vom Tod – Eine beeindruckende Landschaft
Fährt man jedoch dann erst einmal durch die verlassene Wüstenlandschaft, offenbart sich auch deren unglaubliche Schönheit. Manch einer würde diese vielleicht als langweilig und eintönig bezeichnen. Was will man denn auch bloß in einer Gegend, in der man nichts vorfindet außer Sand, Staub und trockenem Boden?
Tja, ich würde sagen: genau das!
Wann hat man sonst schon einmal die Möglichkeit, durch eine verlassene, einsame Wüste zu fahren und sich von der Natur, die uns selbst hier in der Hitze, der Kargheit und Einsamkeit erstaunlich viel Abwechslung bietet, in den Bann ziehen zu lassen?
Gelbe Sanddünen, bizarre Felsen, weiße Salzkrusten, verschiedene Pflanzen und dazu ein toller Ausblick über das Death Valley vom Dante’s View hinunter auf das Badwater Basin.
Spätestens als sich vor uns dann immer wieder Windhosen wie aus dem Nichts aufbauten und so schnell, wie sie entstanden waren, auch schon wieder in der Luft verpufften, waren meine Erinnerungen an alte Westernfilme wiederbelebt und der berühmte Soundtrack von „Spiel mir das Lied vom Tod“ klang in meinen Ohren.
In einer Natur, die mit einer Kulisse und Farben aufwartet, die aus einem Gemälde stammen könnten. Einer Natur, in der es außerhalb der wenigen erschlossenen Bereiche nichts gibt, das wir aus unserem Alltag kennen. Keine Häuser, keine Geschäfte, keine Zivilisation.
Beeindruckend, wie ich finde. Und so wunderschön.
Death Valley Sehenswürdigkeiten – Diese Highlights lohnen sich
Auch wenn für mich schon die Fahrt durch das Death Valley ein einziges großes Highlight war, gibt es natürlich einige besonders schöne Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten, die du während deines Besuchs einplanen kannst.
Einige davon habe ich selbst erlebt, andere sind ergänzende Tipps für deine eigene Routenplanung. Denn gerade wenn du etwas mehr Zeit mitbringst oder zu einer angenehmeren Jahreszeit unterwegs bist, gibt es im Death Valley noch einiges mehr zu entdecken.
Dante’s View – Unglaublicher Blick über das Death Valley
Einer der Ausblicke, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind, ist der vom Dante’s View. Von dem rund 1.669 Meter hoch gelegenen Aussichtspunkt blickst du über die gewaltige Talebene hinweg auf die weißen Salzflächen des Badwater Basin, die sich zwischen den umliegenden Bergen ausbreiten.
Gerade von hier oben wird einem erst richtig bewusst, wie riesig das Death Valley eigentlich ist und wie unterschiedlich die Landschaften innerhalb des Nationalparks aussehen. Der Aussichtspunkt ist über eine asphaltierte Straße erreichbar. Für Fahrzeuge und Gespanne über 25 Fuß, also rund 7,6 Meter Länge, ist die Zufahrt allerdings nicht erlaubt.
Zabriskie Point – Bizarre Felsformationen
Ganz anders sieht die Landschaft am Zabriskie Point aus. Statt einer weiten, flachen Wüstenebene erwarten dich hier bizarre, von der Erosion geformte Felsen und Hügel, die je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Beige-, Braun- und Goldtönen erscheinen.
Gerade diese ungewöhnlichen Formationen haben mir besonders gut gefallen. Wer beim Death Valley ausschließlich an eine riesige Sandwüste denkt, dürfte hier jedenfalls ziemlich überrascht werden.
Vom Parkplatz führt ein kurzer asphaltierter, allerdings ansteigender Weg zum Aussichtspunkt. Das ist grundsätzlich keine größere Wanderung, kann bei den extremen Temperaturen im Sommer aber trotzdem ziemlich anstrengend werden.
Badwater Basin – Der tiefste Punkt Nordamerikas
Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Death Valley ist das Badwater Basin. Hier liegt der tiefste Punkt Nordamerikas, rund 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Besonders charakteristisch sind die riesigen weißen Salzflächen, die stellenweise ungewöhnliche sechseckige Muster bilden und einen faszinierenden Kontrast zu den umliegenden Bergen bilden.
Wir konnten diese beeindruckende Landschaft damals bereits vom Dante’s View aus überblicken. Wenn du die Salzflächen auch aus nächster Nähe sehen möchtest, kannst du am offiziellen Badwater-Basin-Parkplatz halten und bei geeigneten Temperaturen ein Stück hinauslaufen.
Artists Drive – Bunte Felsen mitten in der Wüste
Ein weiterer schöner Stopp, den du bei ausreichend Zeit in deine Route aufnehmen kannst, ist der Artists Drive. Die rund 14,5 Kilometer lange, asphaltierte Straße führt durch eine Landschaft aus farbenprächtigen Felsen. Besonders bekannt ist die Artists Palette, an der die umliegenden Hügel durch unterschiedliche Mineralien stellenweise grünlich, rötlich oder violett erscheinen.
Wenn du die abwechslungsreichen Landschaften des Death Valley hauptsächlich mit dem Auto erleben möchtest, ist dieser Scenic Drive eine schöne Ergänzung. Bei uns war gerade die Fahrt selbst eines der Highlights, weshalb ich solche Strecken besonders reizvoll finde. Wichtig: Auch auf dem Artists Drive gilt eine Fahrzeuglängenbeschränkung von 25 Fuß beziehungsweise rund 7,6 Metern.
Mesquite Flat Sand Dunes – Die klassische Wüstenlandschaft
Wenn du dir unter einer Wüste vor allem große Sanddünen vorstellst, dürften dir die Mesquite Flat Sand Dunes besonders gut gefallen. Die Dünen befinden sich in der Nähe von Stovepipe Wells und gehören zu den bekanntesten Landschaften des Nationalparks.
Besonders schön sollen sie am frühen Morgen oder am späten Nachmittag sein, wenn die tief stehende Sonne lange Schatten über den Sand wirft. Bereits von der Straße und vom Parkplatz aus bekommst du einen Eindruck der Dünenlandschaft. Wenn du bei angenehmen Temperaturen unterwegs bist, kannst du die Umgebung auch zu Fuß erkunden.
Death Valley mit dem Auto erkunden – Meine Tipps zur Route
Das Death Valley lässt sich wunderbar in einen Roadtrip durch den Westen der USA integrieren. Gerade wenn du von Las Vegas nach Kalifornien weiterreisen möchtest, bietet es sich an, den Nationalpark unterwegs zu durchqueren. Genau das haben wir damals gemacht.
Wir erreichten das Death Valley an Tag 12 unseres USA-Westküsten-Roadtrips und fuhren anschließend über Stovepipe Wells und Panamint Springs weiter nach Lone Pine, wo wir die Nacht verbrachten.
Für unsere damalige Tagesetappe von Las Vegas bis Lone Pine hatten wir rund 370 Kilometer und ungefähr vier Stunden reine Fahrzeit notiert. Mit den einzelnen Stopps wurde daraus natürlich ein deutlich längerer Reisetag. Trotzdem hätte ich noch Stunden weiter durch diese Landschaft fahren können!
Wenn du eine ähnliche Route planst, würde ich dir empfehlen, zwischen einer eher kompakten Durchfahrt und einem ausgedehnten Besuch zu unterscheiden.
Route 1: Death Valley auf der Durchfahrt
Wenn du von Las Vegas weiter nach Lone Pine fährst, würde ich mich auf wenige ausgewählte Stopps konzentrieren:
- Einfahrt von Las Vegas über die östliche Parkseite
- Zabriskie Point mit kurzem Aufenthalt am Aussichtspunkt
- Furnace Creek als Versorgungs- und Informationsstopp
- Weiterfahrt auf der CA-190 Richtung Stovepipe Wells
- Mesquite Flat Sand Dunes als weiterer Fotostopp
- Weiterfahrt über Panamint Springs nach Lone Pine
Wenn du genügend Zeit hast, lohnt sich zusätzlich Dante’s View. Der Abstecher verlängert die Fahrt allerdings. Diese Übersicht ist ein Routenvorschlag, keine genaue Dokumentation unserer damaligen Stopps.
Route 2: Ein ganzer Tag mit den wichtigsten Highlights
Hast du einen ganzen Tag ohne lange anschließende Weiterfahrt zur Verfügung, kannst du beispielsweise diese Stopps miteinander verbinden:
- Dante’s View
- Zabriskie Point
- Badwater Basin
- Artists Drive und Artists Palette
- Furnace Creek
- Mesquite Flat Sand Dunes
Für Badwater Basin und Artists Drive musst du zusätzliche Strecken einplanen. Wenn du außerdem wandern, Sonnenauf- oder -untergang erleben möchtest, sind ein bis zwei Übernachtungen deutlich entspannter.
Meine persönliche Empfehlung: Versuche gerade an einem längeren Fahrtag nicht, möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Für mich lag der eigentliche Reiz des Death Valley schließlich auch in den endlosen Straßen, der Einsamkeit und den ständig wechselnden Landschaften.
Mein Tipp: Mit dem Mietwagen durch das Death Valley
Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten erreichst du bei geöffneten Straßen überwiegend auf asphaltierten Strecken. Dafür brauchst du normalerweise keinen Geländewagen. Achte bei deinem Mietwagen vor allem auf einen guten Versicherungsschutz, ein zuverlässiges Fahrzeug und genügend Platz für deine Wasser- und Gepäckvorräte.
In meinem Beitrag Mietwagen USA – Tipps zu Buchung und Versicherung erfährst du, worauf ich bei der Buchung achte.
Du möchtest direkt Preise vergleichen? Hier geht es zum Mietwagen-Preisvergleich für die USA.
Death Valley im Sommer – Was du unbedingt beachten solltest
Wie bereits erwähnt, gehört das Death Valley zu den heißesten Regionen der Erde. Und so wunderschön die Landschaft auch ist, ein wenig Respekt vor diesen extremen Bedingungen sollte man auf jeden Fall haben.
Ich war im August hier unterwegs und habe die Hitze selbst erlebt. Lange Aufenthalte außerhalb des Autos waren kaum möglich, sodass wir uns größtenteils auf die Fahrt und einige kurze Fotostopps beschränkt haben.
Was du vor einer Fahrt durch das Death Valley beachten solltest
Wichtig bei extremer Hitze
- Ausreichend Wasser: Bei Hitze empfiehlt der NPS mindestens eine US-Gallone (rund 3,8 Liter) pro Person und Tag. Zusätzliches Wasser für Notfälle einpacken.
- Fahrzeug überprüfen: Reifen, Tankfüllung und zuverlässige Kühlung beachten.
- Verpflegung: Wasser und Snacks nicht erst unterwegs besorgen wollen.
- Route vorab planen: Entfernungen und Fahrzeiten prüfen; die Strecke einer anderen Person mitteilen.
- Offline-Karten speichern: Mobilfunkempfang gibt es nur stellenweise.
- Auf geeigneten Straßen bleiben: Mietwagenbedingungen beachten und keine ungeeigneten Schotterpisten befahren.
- Straßenzustand und Wetter prüfen: Nach Regen können Flash Floods und Straßenschäden gefährlich werden.
Besonders wichtig finde ich außerdem den Hinweis, auf den langen Straßen nicht zu schnell zu fahren. Nach Angaben des National Park Service gehören schwere Alleinunfälle mit überschlagenden Fahrzeugen zu den größten Gefahren im Nationalpark. Gerade die scheinbar endlosen Straßen und die teilweise engen Kurven solltest du deshalb keinesfalls unterschätzen.
Wasser und kleinere Versorgungsmöglichkeiten findest du unter anderem in Furnace Creek, Stovepipe Wells und Panamint Springs. Trotzdem würde ich mich niemals darauf verlassen, unterwegs jederzeit problemlos Nachschub kaufen zu können.
Aktuelle Straßensperrungen im Death Valley
Stand Oktober 2026: Scotty’s Castle und die Bonnie Clare Road sind weiterhin gesperrt. Auch der Einbahnstraßenabschnitt der Titus Canyon Road ist wegen Reparaturarbeiten nicht befahrbar. Auf weiteren Strecken, etwa der südlichen Badwater Road, können beschädigte Straßenränder und unbefestigte Abschnitte auftreten.
Da sich die Bedingungen kurzfristig ändern können, solltest du vor deiner Fahrt unbedingt den aktuellen Straßenstatus des National Park Service überprüfen.
Wann ist die beste Reisezeit für das Death Valley?
Die beste Reisezeit für das Death Valley liegt vor allem zwischen Oktober und April. Besonders von November bis März sind die Temperaturen in den tieferen Lagen meist deutlich angenehmer als im Hochsommer, sodass du den Nationalpark wesentlich entspannter erkunden kannst.
Im Frühjahr kannst du mit etwas Glück außerdem die Wüstenblüte erleben. Ob und wie intensiv die Pflanzen tatsächlich blühen, hängt allerdings stark von den Niederschlägen der vorangegangenen Monate ab. Bereits ab Mai kann es im Death Valley wieder sehr heiß werden und in den Sommermonaten Juni bis September erreichen die Temperaturen teilweise extreme Werte.
Ich persönlich würde einen Besuch im Hochsommer deshalb vor allem als landschaftlich beeindruckende Durchfahrt mit ausgewählten Stopps empfehlen und nicht für längere Wanderungen.
Natürlich kommt es auch immer darauf an, welche weiteren Nationalparks du auf deiner Rundreise besuchen möchtest. Wenn du das Death Valley beispielsweise mit dem Yosemite Nationalpark kombinierst, solltest du unbedingt berücksichtigen, dass die hoch gelegene Tioga Road im Yosemite im Winter wegen Schnee gesperrt ist. Eine direkte Weiterfahrt über die Sierra Nevada ist dann auf dieser Strecke nicht möglich.
Während unserer Reise im August war die Straße geöffnet und wir konnten am nächsten Tag über den Tioga Pass in den Yosemite Nationalpark fahren. Gerade diese unglaublichen Gegensätze zwischen der trockenen Wüstenlandschaft des Death Valley und der wunderschönen grünen Natur des Yosemite Nationalparks haben unseren Roadtrip für mich so besonders gemacht.
Mehr zur Wahl der passenden Reisezeit findest du in meinem USA-Westküsten-Planungsguide.
Was kostet der Eintritt in den Death Valley Nationalpark?
Für den Besuch des Death Valley Nationalparks zahlst du aktuell 30 US-Dollar pro privatem Fahrzeug. Das Ticket gilt sieben aufeinanderfolgende Tage und umfasst alle Personen, die gemeinsam in diesem Fahrzeug unterwegs sind.
Für Motorräder beträgt der reguläre Eintritt 25 US-Dollar, für Besucher ab 16 Jahren, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, 15 US-Dollar.
Eine vorherige Reservierung ist für die reguläre Einfahrt in den Nationalpark nicht notwendig. Deinen Eintritt kannst du beispielsweise am Furnace Creek Visitor Center oder an verschiedenen Bezahlstationen entrichten. Beachte dabei, dass der Nationalpark für die Eintrittsgebühren keine Barzahlung akzeptiert.
Lohnt sich der America the Beautiful Pass?
Wenn du während deines USA-Westküsten-Roadtrips mehrere Nationalparks besuchen möchtest, solltest du dir unbedingt die aktuellen Regelungen zum America the Beautiful Pass ansehen. Seit Januar 2026 kostet der Jahrespass für Besucher ohne US-Staatsbürgerschaft oder US-Wohnsitz 250 US-Dollar.
Zusätzlich gibt es seit 2026 in elf ausgewählten Nationalparks eine besondere Gebühr für Nicht-US-Einwohner ab 16 Jahren von 100 US-Dollar pro Person, sofern keine entsprechende Befreiung durch einen gültigen Pass besteht. Zu diesen Nationalparks gehören beispielsweise der Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion und Yosemite.
Gut zu wissen: Keine zusätzliche Nicht-US-Gebühr im Death Valley
Im Death Valley selbst wird diese zusätzliche Nicht-US-Einwohnergebühr derzeit nicht erhoben. Hier bleibt es beim regulären Eintrittspreis.
Wenn du mehrere der anderen Nationalparks besuchen möchtest, kann sich der Jahrespass trotzdem lohnen. Die aktuellen Bestimmungen und Gebühren findest du auf der offiziellen Death-Valley-Gebührenseite und bei den NPS-Informationen zu Nicht-US-Einwohnern.
Wo übernachten im Death Valley?
Das Death Valley erreichten wir an Tag 12 unseres Roadtrips durch den Südwesten der USA. Da eine Übernachtung im Nationalpark selbst nicht ganz in unsere damalige Route gepasst hatte, haben wir schließlich in Lone Pine übernachtet.
Unsere Übernachtung in Lone Pine
Da wir am nächsten Tag weiter in Richtung Yosemite Nationalpark fahren wollten, entschieden wir uns für eine Übernachtung in Lone Pine, westlich des Death Valley. Unser damaliger Übernachtungsstopp war das Comfort Inn Lone Pine. Die Lage war für unsere Route praktisch, da wir am nächsten Morgen direkt unsere Reise in Richtung Yosemite fortsetzen konnten.
Gerade wenn du eine ähnliche Rundreise planst, ist Lone Pine deshalb eine gute Möglichkeit für eine Zwischenübernachtung.
Unterkünfte direkt im Death Valley Nationalpark
Wenn du lieber direkt im Nationalpark übernachten möchtest, hast du verschiedene Möglichkeiten. Besonders interessant finde ich diese Unterkünfte:
- The Ranch at Death Valley – Die Ranch befindet sich in Furnace Creek und damit relativ zentral zu vielen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Nationalparks. Zur Anlage gehören unter anderem Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und eine Tankstelle. Gerade wenn du mehrere Stopps rund um Furnace Creek erkunden möchtest, ist die Lage praktisch.
- The Inn at Death Valley – Ebenfalls in Furnace Creek befindet sich das historische Inn at Death Valley. Das Hotel gehört zu den gehobeneren Übernachtungsmöglichkeiten und ist eine schöne Alternative, wenn du deinen Aufenthalt in der Wüste mit etwas mehr Komfort verbinden möchtest.
- Stovepipe Wells Village – Stovepipe Wells liegt westlich von Furnace Creek und bietet neben Übernachtungsmöglichkeiten auch ein Restaurant, einen Shop und eine Tankstelle. Interessant ist die Lage besonders für die Mesquite Flat Sand Dunes und die Weiterfahrt nach Westen.
- Panamint Springs Resort – Im westlichen Teil des Nationalparks findest du hier verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten, einen Campingbereich, ein Restaurant und eine Tankstelle. Auch Panamint Springs kann gut zu einer Weiterfahrt in Richtung Lone Pine passen.
Weitere Unterkünfte außerhalb des Death Valley
Natürlich kannst du auch außerhalb des Nationalparks übernachten. Je nach deiner geplanten Route bieten sich beispielsweise Pahrump oder Beatty in Nevada an. Pahrump liegt östlich des Death Valley und eignet sich besonders für Reisende, die aus Richtung Las Vegas anreisen. Eine der dortigen Übernachtungsmöglichkeiten ist das Best Western Pahrump Oasis.
Mein Tipp zur Unterkunftswahl
Schau dir vor der Buchung unbedingt an, welche Sehenswürdigkeiten du besuchen möchtest und wie lange du von deiner Unterkunft dorthin benötigst. Das Death Valley ist schließlich riesig und eine Unterkunft, die auf der Karte relativ nah am Nationalpark liegt, muss nicht automatisch günstig für deine persönliche Route gelegen sein.
Warum mich das Death Valley so begeistert hat
Ich glaube, kaum eine Landschaft hat mich während unseres USA-Westküsten-Roadtrips so sehr überrascht wie das Death Valley.
Hier erwartete mich eine Landschaft, die sich immer wieder veränderte, mit ihren Farben, ihren ungewöhnlichen Felsformationen. Natürlich war die Hitze im August extrem und viel mehr als einige kurze Stopps waren für uns nicht möglich. Dennoch hätte ich noch Stunden weiter durch diese außergewöhnliche Landschaft fahren können.
Denn manchmal ist eben wirklich der Weg das Ziel.
Death Valley Nationalpark – Häufige Fragen
Lohnt sich das Death Valley als Tagesausflug von Las Vegas?
Ja, das Death Valley lässt sich grundsätzlich auch als Tagesausflug von Las Vegas besuchen. Für die Fahrt bis Furnace Creek solltest du je nach Route und Verkehr ungefähr zwei bis zweieinhalb Stunden pro Strecke einplanen. Dazu kommt die Zeit für die einzelnen Sehenswürdigkeiten und Umwege innerhalb des Nationalparks.
Ich persönlich würde das Death Valley allerdings besonders dann empfehlen, wenn du den Besuch mit einer Weiterfahrt nach Kalifornien verbinden kannst. Auf diese Weise ist schon die Fahrt selbst ein wunderschönes Erlebnis und du musst nicht denselben Weg wieder zurückfahren.
Kann man das Death Valley mit einem normalen Mietwagen befahren?
Ja, die bekanntesten Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten sind überwiegend über asphaltierte Straßen erreichbar und lassen sich bei geeigneten Straßenbedingungen auch mit einem normalen Mietwagen besuchen.
Für abgelegene Backcountry-Strecken sieht das allerdings anders aus. Dort können spezielle Fahrzeuge, Allradantrieb und entsprechende Erfahrung erforderlich sein. Außerdem solltest du unbedingt prüfen, welche Strecken dein Mietwagenanbieter überhaupt erlaubt.
Wie lange sollte man für das Death Valley einplanen?
Wenn du hauptsächlich durch den Nationalpark fahren und einige ausgewählte Aussichtspunkte besuchen möchtest, kannst du bereits an einem halben bis ganzen Tag viele schöne Eindrücke sammeln. Wenn du zusätzlich mehr Sehenswürdigkeiten entdecken, längere Wanderungen unternehmen oder Sonnenauf- und Sonnenuntergänge erleben möchtest, würde ich eher ein bis zwei Tage empfehlen.
Lohnt sich eine Fahrt durch das Death Valley im Sommer?
Ich war selbst im August unterwegs und ich würde diese Fahrt jederzeit wieder einplanen, weil mich die abwechslungsreiche Landschaft wirklich begeistert hat.
Allerdings würde ich bei extremer Sommerhitze keine längeren Wanderungen unternehmen und mich auf ausgewählte, mit dem Auto erreichbare Stopps beschränken. Ausreichend Wasser, ein zuverlässiges Fahrzeug und eine gute Vorbereitung sind dann besonders wichtig.
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Vielen Dank für den tollen Reisebericht. Für mich wäre der Death Valley gerade genau das richtige – ich habe das kalte Wetter nämlich satt. Mein Körper würde bei den Temperaturen jedoch nicht lange mitmachen. Wie lange hält man es dort ohne Klimaanlage aus? PS: Ich finde den Hinweis im Spiegel „typisch“ amerikanisch 😉 lg. Constanze
Danke Constanze für deinen lieben Kommentar! 🙂 Also ohne Klimaanlage war es zumindest bei uns unfassbar heiß und schnell wurde schon das normale spazieren einen kleinen Berg hinauf richtig anstrengend. Da muss man also wirklich aufpassen dort keinen Hitzschlag zu bekommen. Im Winter sehen die Temperaturen da schon annehmlicher aus.
Und ja, du hast Recht – der Hinweis ist schon sehr amerikanisch und hat 😀
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Thank you 🙂
Wow. Menschenleer. Unberührt. Aber etwas mulmig wäre mir schon, wenn ich durch das Tal des Todes fahren würde!
Liebe Grüße
Hella von http://www.advance-your-style.de
War es mir auch, vor allem wenn man sich die ganze Sicherheitshinweise durchliest. Trotzdem eine wirklich tolle Erfahrung!
Tolle Fotos! Ins Death Valley möchte ich auch mal. Total interessant, welche Sagen es darüber alle gibt. Wirklich irgendwie unheimlich. Gut dass du scheinbar lebendig wieder raus gekommen bist 😛
Liebe Grüße, Anne-Catherine
http://www.fashcation.com
Dankeschön 🙂 Ich muss auch sagen, dass ich es gar nicht mal so ohne fand da durch zu fahren 😀 Aber hat ja alles zum Glück gut geklappt 🙂