Kruger Nationalpark – Alles was Du vor Deiner Reise wissen musst

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Als größtes Wildschutzgebiet Südafrikas gehört der Kruger Nationalpark zu den absoluten Reisehighlights deiner Südafrika-Reise. Ganz gleich, ob du den Park mit geführter Safari und/oder auf einem Self-Drive erkundest, die Erlebnisse, die du im Kruger Nationalpark sammelst, wirst du sicher nicht so schnell vergessen! Vor meiner Reise hatte ich viele Fragen: Self-Drive oder geführte Safari? Private Game Reserve oder Rest Camp? Welche Tiere werde ich im Park sehen können? Alles, was du vor deiner Reise in den Kruger Nationalpark wissen musst, habe ich dir im folgenen zusammengefasst.

Kruger Nationalpark – Das größte Wildschutzgebiet Südafrikas

Der Krüger Nationalpark ist zweifellos eines der größten Wildschutzgebiete der Welt. Er ist neben der faszinierenden Natur und Tierwelt bekannt für die Bemühungen um Naturschutz, die sehr gute Organisation innerhalb des Parks und den Schutz des afrikanischen Kulturerbes.

Im Jahr 1989 wurde das Sabie Wildreservat vor allem durch die Bemühungen von Paul Kruger, dem damaligen Präsidenten der Transvaal-Republik, gegründet, der sich tief besorgt über das steigende Ableben der Tierwelt durch die zunehmende Wilderei zeigte. Als knapp 30 Jahre später der National Parks Act in Kraft trat, wurde das Gebiet zu Ehren seines Gründungsvaters Paul Kruger, der einen enormen Beitrag zum Naturschutz in Südafrika geleistet hatte, zum Kruger Nationalpark ernannt. Seit 1927 ist der Nationalpark nun für die Öffentlichkeit zugänglich.

In den letzten Jahren wurden sogar einige Zäune, die den Kruger Nationalpark von benachbarten Reservaten trennten, abgebaut, um der Tierwelt einen besseren Zugang zu natürlichen Ressourcen zu gewähren und die Möglichkeiten der Wildbeobachtung für Touristen zu erhöhen.

Wann ist die beste Reisezeit für den Kruger Nationalpark?

Den Kruger Nationalpark kann man das ganze Jahr über sehr gut bereisen. Die Temperaturen und Sichtungsbedingungen sind aber je nach Jahreszeit natürlich etwas unterschiedlich. Nichtsdestotrotz sind Tiersichtungen aufgrund der hohen Artenvielfalt zu jeder Jahreszeit sehr gut möglich.

Frühling: September bis November

  • Tages-Minimum: 16,3°C
  • Tages-Maximum: 30,2°C
  • Durchschnittstemperatur: 23,3°C

Der Frühling ist beinahe die trockenste Zeit im Kruger Nationalpark. Das bedeutet, dass die Pflanzen noch nicht ergrünt sind und du Tiere, die sich sonst gerne im Dickicht versteckt halten, demnach gut sehen kannst.

Sommer: Dezember bis Februar

  • Tages-Minimum: 20,2°C
  • Tages-Maximum: 32,3°C
  • Durchschnittstemperatur: 26,3°C

Im südafrikanischen Sommer sind die Bäume und Pflanzen schön grün und der Kruger Nationalpark wirkt dadurch noch lebendiger. Ein Nachteil ist allerdings, dass Tiersichtungen durch das Dickicht schwieriger sein können. Ich war Anfang Dezember im Kruger Nationalpark und die Landschaft färbte sich gerade erst grün ein. Die Sichtungsbedingungen waren hervorragend. Anfang Dezember stellte sich außerdem als besonders gute Reisezeit heraus, um Tier-Babys zu sehen, denn in dieser Zeit bringen viele der Tiere ihre Jungen zur Welt.

Wie süß! Und nur eines von vielen Tierbabys im Dezember im Kruger Nationalpark!

Herbst: März bis Mai

  • Tages-Minimum: 15,6°C
  • Tages-Maximum: 29,4°C
  • Durchschnittstemperatur: 22,5°C

Im Herbst wird die Landschaft langsam wieder etwas brauner und verliert an Farbe. Tiersichtungen sind besser möglich als im dicht bewachsenen Park im Sommer.

Winter: Juni bis August

  • Tages-Minimum: 9,1°C
  • Tages-Maximum: 25,8°C
  • Durchschnittstemperatur: 17,5°C

Im südafrikanischen Winter herrscht im Krüger Nationalpark Trockenzeit. Zahlreiche Tiere besuchen demnach die wenigen verbleibenden Wasserlöcher, sodass dort sehr gute Voraussetzungen für Tiersichtungen bestehen. Ein Nachteil im Winter: früh morgens und abends kühlt es deutlich ab, sodass du unbedingt auf die richtige Kleidung achten solltest (Mütze, Jacke und Schal kann man für morgens und abends auf jeden Fall einpacken). Tagsüber herrschen dann jedoch wieder angenehmere Temperaturen.

Welche Tiere kann ich im Krüger Nationalpark sehen?

Im Kruger Nationalpark herrscht eine riesige Artenvielfalt. Hier kannst du dir durchlesen, wie viele Tierarten es gibt und wie hoch die Anzahl der jeweiligen Tierarten im Park ist.

So leben im Park ca. 1700 Löwen, aber beispielsweise nur noch 120 Geparden. Das gibt dir schon einmal einen guten Anhaltspunkt dafür, welche Sichtungen wahrscheinlicher sind und bei welchen du dich wirklich glücklich schätzen kannst.

Einer von 120 Geparden im Kruger Nationalpark

Im Kruger Nationalpark leben zudem die sogenannten „Big Five“. Das sind Löwe, Elefant, Büffel, Nashorn und Leopard. Der Name deutet nicht etwa auf die Größe der Tiere hin, sondern Großwildjäger haben den Begriff für diejenigen Tiere gewählt, die zu Fuß besonders schwierig zu jagen sind.

Während meiner Reise habe ich bis auf den Leoparden alle Tiere der Big Five gesehen (scheint so, als müsste ich für den letzten der Big Five also noch einmal wieder kommen) und darüber hinaus eine Vielzahl anderer Tiere wie Giraffen, Zebras, Geparden, Eulen, Böcke, Warzenschweine, Hyänen, kleinere Wildkatzen, Aasgeier und viele, viele mehr. Die Begegnungen mit den Tieren sind faszinierend, ehrfurchteinflößend und elektrisierend zugleich und ich schätze mich mehr als glücklich, die Tiere in ihrer freien Wildbahn gesehen haben zu dürfen.

Wie komme ich am besten hin?

Den Kruger Nationalpark kannst du sowohl mit dem Auto als auch dem Flugzeug direkt erreichen.

Anfahrt mit dem Auto

Reist du mit dem Auto an, musst du beachten, dass du in den Park nur durch offizielle Park Gates hineinfahren darfst. Insgesamt gibt es die folgenden neun Entrance Gates im Kruger Nationalpark:

Kruger Nationalpark Gates im Süden:

  • Malelane Entrance Gate
  • Crocodile Bridge Entrance Gate
  • Numbi Entrance Gate
  • Phabeni Gate

Kruger Nationalpark Gates im mittleren Teil:

  • Orpen Entrance Gate
  • Phalaborwa Entrance Gate

Kruger Nationalpark Gates im Norden:

  • Phalaborwa Entrance Gate
  • Punda Maria Entrance Gate

Hier findest Du eine gute Übersichtskarte des Kruger Nationalparks, auf der du die einzelnen Standorte der Gates gut erkennen kannst.

Anreise mit dem Flugzeug

Möchtest du mit dem Flugzeug in den Park einreisen, gibt es folgende Flughäfen in direkter Nähe zum Kruger Nationalpark:

  • Phalaborwa (nur mit nationalen Flügen ansteuerbar)
  • Hoedspruit (nur mit nationalen Flügen ansteuerbar)
  • Skukuza (nur mit nationalen Flügen ansteuerbar)
  • Kruger Mpumalanga International Airport (internationaler Flughafen)

Zudem befinden sich in einigen der privaten Wildreservate kleine Flugpisten. Informiere dich am besten zuvor bei deiner Lodge, ob die Möglichkeit besteht, diese direkt anzufliegen.

Natürlich kannst du auch zu weiter entfernten Flughäfen reisen und den Rest der Strecke mit einem Touranbieter oder mit dem Auto selbst fahren. Ich bin zum Beispiel von Johannesburg aus Richtung Kruger Nationalpark gestartet. Hier kannst du dir meine gesamte Roadtrip-Route inkl. interaktiver Karte und Unterkunftsempfehlungen durchlesen.

Welchen Teil des Kruger Nationalparks sollte ich mir angucken?

Mit fast 20.000 km² Fläche gibt es im Kruger Nationalpark unglaublich viel zu entdecken. Solltest du das erste Mal in den Park reisen, ist es von Vorteil, sich auf ein oder einige wenige Gebiete zu beschränken. Im südlichen Teil des Parks fällt über das Jahr mehr Regen, sodass es hier eine größere Dichte an Tieren als im nördlichen Teil gibt. Jedoch führt dies natürlich auch dazu, dass sich hier deutlich mehr Touristen und Fahrzeuge auf den Straßen befinden.

Im südlichen Teil des Kruger Nationalparks fällt über das Jahr verteilt mehr Regen, der vor allem im Sommer wunderschöne grüne Landschaften beschert

Ich habe mich zum einen in einem privaten Game Reserve in Central Kruger aufgehalten und bin dann mit dem Auto selbst in den Süden weiter gefahren. Die Strecke ist an einem Tag gut machbar und ich fand es super faszinierend, wie sich die Landschaft entlang der Strecke immer wieder verändert hat. Wunderschön war es aber auf jeden Fall überall. Für einen ersten Besuch im Kruger ist der südlichere Teil empfehlenswert. Hier sind viele Tiersichtungen garantiert und die Landschaft ist tatsächlich grüner als weiter oben in Norden.

  • Tipp: Nimm dir nicht allzu viel Tagesstrecke vor. Fahr lieber etwas langsamer und nimm’ dir auch Zeit, am Wegesrand eine Weile zu stoppen und nach Tieren Ausschau zu halten.
  • Schau dir doch auch einmal diese Map mit sehr sehenswerten Game-Drive-Routen an.

Zu welchen Uhrzeiten komme ich in den Kruger Nationalpark (Öffnungszeiten)?

Wenn du den Kruger Nationalpark befahren möchtest, musst du unbedingt die offiziellen Öffnungszeiten beachten. Weder davor, noch danach darfst du dich im Park selbst aufhalten, es sei denn, du übernachtest in einer Unterkunft im Park.

Folgende Öffnungszeiten gelten im Kruger Nationalpark:

  • November bis Februar: 05:30 bis 18:30 Uhr
  • März bis April: 05:30 bis 18:00 Uhr
  • Mai bis Juli: 06:00 bis 17:30 Uhr
  • August bis September: 06:00 bis 18:00 Uhr

Da sich Öffnungszeiten natürlich auch einmal ändern können, solltest du dich vor deiner Reise in den Park unbedingt noch einmal über die aktuellen Zeiten auf der offiziellen Seite des Nationalparks informieren.

Wie teuer ist der Eintritt in den Kruger Nationalpark?

Um den Kruger Nationalpark betreten zu können, musst du an den Park Gates einen Eintrittspreis bezahlen. Dieser ist mit derzeit knapp 24 Euro pro Tag für internationale Gäste mehr als in Ordnung. Hier kannst du dir die jeweils aktuellen Eintrittspreise durchlesen.

Private Game Reserve oder Rest Camp?

Möchtest du im Kruger Nationalpark und nicht außerhalb übernachten, kannst du zwischen verschiedenen Möglichkeiten unterscheiden. Die erste Entscheidung, die du treffen musst ist, ob du entweder in einem privaten Game Reserve oder in einer öffentlichen Unterkunft, in den sogenannten Camps übernachten möchtest.

Private Concession Lodges

Ein privates Game Reserve ist ein jeweils abgetrenntes Gebiet innerhalb des Kruger Nationalparks, der nur für diejenigen zugänglich ist, deren Unterkunft sich hier befindet. Ich selbst habe in der wunderschönen Imbali Safari Lodge* in Central Kruger (in der Nähe des Orpen Gates) übernachtet und möchte diese Erfahrung keinesfalls missen.

Der Vorteil eines privaten Game Reserves ist, dass innerhalb dieses Geheges nur die Ranger der angesiedelten Lodges fahren dürfen und dir keine Touristenautos auf der Safari entgegenkommen. Die Game Drives waren dadurch super intim und persönlich und ich hatte das Gefühl, mit den Tieren hier ganz ungestört sein zu können. Nachteil der privaten Game Reserves ist, dass diese im Gegensatz zu den öffentlichen Camps deutlich teurer sind.

Gleichwohl kann ich nur empfehlen, zumindest für einige wenige Übernachtungen das Geld in die Hand zu nehmen. Zudem muss man sagen, dass der erste Anschein trügt. Was zunächst als stolze Summe erscheint, ist gar nicht mehr so teuer, wenn man bedenkt, dass meist alle Mahlzeiten (inkl. Morning und High Tea) sowie zwei Game Drives am Morgen und Abend in den Raten inkludiert sind. Noch dazu muss die Verpflegung ja auch erst einmal ins “Nirgendwo” gebracht werden. Gerade die Abgeschiedenenheit mitten in der Natur macht oft den Reiz aus und verspricht Privatssphäre und Exklusivität. Mir werden die Imabli Safari Lodge und die wunderschönen Game Drives am Morgen und Abend auf jeden Fall ewig in Erinnerung bleiben.

In den wunderschönen Hütten der Imbali Safari Lodge lässt es sich gut aushalten

Was für eine ungestörte Aussicht auf die Natur – in den privaten Lodges genießt man Privatssphäre

Diese privaten Lodges gibt es im Krüger Nationalpark:

Rest Camps

Die Rest Camps bieten unterschiedliche Unterkunftsarten an, z.B. Hütten, Zelte, Bungalows, Gasthäuser u.a. Diese Camp-Unterkünfte kannst du nur über die offizielle Seite buchen, die, wie ich finde, leider nicht ganz so übersichtlich ist. Da die Camps gerade zu der Hochsaison im südafrikanischen Sommer sehr beliebt sind, solltest du dich schon frühzeitig vor deiner Reise über Verfügbarkeiten informieren.

Main Camps:

  • Berg-en-Dal
  • Crocodile Bridge
  • Letaba
  • Lower Sabie
  • Maroela
  • Mopani
  • Olifants
  • Orpen 
  • Pretoriuskop
  • Punda Maria
  • Satara
  • Shingwedzi
  • Skukuza
  • Tamboti

Bushveld Camps

  • Bateleur
  • Biyamiti
  • Shimuwini
  • Sirheni
  • Talamati

Bush Lodges

  • Boulders
  • Roodewal

Übernachtung im oder außerhalb des Kruger Nationalparks?

Wenn du im Kruger Nationalpark übernachten möchtest, stehen dir die oben beschriebenen Möglichkeiten zur Verfügung (Rest Camps oder private Lodge). Doch du musst gar nicht im Kruger Nationalpark selbst übernachten, sondern kannst auch außerhalb irgendwo in der Nähe übernachten und dann jeden Tag hineinfahren.

Ich selbst habe beides gemacht, zunächst in der privaten Imabli Safari Lodge im Park selbst übernachtet und danach eine zweite Unterkunft in Marloth Park südlich des Kruger Nationalparks bezogen. Der Vorteil an den Unterkünften außerhalb des Parks ist ganz klar, dass diese meist deutlich billiger sind als die Unterkünfte im Park. Der Nachteil ist jedoch, dass du erst in den Park hineinfahren und je nach Reisezeit gegebenenfalls sehr lange Wartezeiten einplanen musst. Im schlechtesten aller Fälle ist der Park eventuell zu voll und der Einlass an deinem Einlassgate eine Weile geschlossen.

Meine zweite Unterkunft: die Kruger Riverside Lodge* in Marloth Park

Musst du eine Entscheidung zwischen dem einen oder anderen treffen, kann ich dir nur wärmstens empfehlen im Park selbst zu übernachten. Dann bist du bereits mittendrin und kannst eventuell sogar mehrere Strecken befahren, da die Wege von und bis zu deiner Unterkunft kürzer sind als wenn du immer wieder aus dem Park hinausfahren musst. Darüber hinaus ist das Gefühl, inmitten der Wildnis zu übernachten einfach unbeschreiblich und eine „once-in-a-lifetime“-Erfahrung, die du unbedingt erleben solltest! In der Imbali Safari Lodge* durften wir beispielsweise nach Einbruch der Dunkelheit nicht ohne Eskortierung alleine zum Restaurant und zu unserer Hütte laufen, da die Tiere natürlich ganz einfach in das Camp hinein spazieren können. Nachts konnte man zudem einige Löwen und andere Tiergeräusche hören. Das ist Nervenkitzel pur und eine Wahnsinnserfahrung!

Nachts durfte ich hier in der Imbali Safari Lodge* ohne Erskortierung nicht mehr entlang gehen, denn die Tiere spazieren auch schon mal einfach so durch’s Camp

Geführte Safari oder Self-Drive?

Wenn du durch den Kruger Nationalpark fahren möchtest, hast du zwei Möglichkeiten. Zum einen kannst du eine geführte Safari-Tour buchen oder du kannst mit deinem Auto selbst durch den Park fahren.

Self-Drive Kruger Nationalpark

Fährst du selbst durch den Park, kannst du dir innerhalb der Öffnungszeiten an den verschiedenen Orten so viel Zeit lassen, wie du möchtest und diejenigen Camps/Orte ansteuern, die du bevorzugst. In den Camps gibt es zudem Karten der „Daily Sightings“, sodass du hier immer mal wieder nachschauen kannst, wo sich die Tiere an deinem Reisetag befinden.

Bei einem Self-Drive musst du allerdings unbedingt die folgenden Regeln beachten (Quelle: https://www.sanparks.org/parks/kruger/tourism/code.php):

  • Besucher müssen sich in ihren Fahrzeugen aufhalten, es sei denn, sie befinden sich in einem ausgewiesenen Bereich, in dem das Aussteigen erlaubt ist (z.B. Rest Camps)
  • Denk daran, dass nichts aus einem Fenster, einem Schiebedach oder einem anderen Teil des Fahrzeugs herausragen darf. Die Fahrzeugtüren sollen immer geschlossen sein.
  • Halte dich immer an die Geschwindigkeitsbegrenzung! Im Krüger-Nationalpark gelten alle allgemeinen Straßenregeln. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h auf Asphaltstraßen und 40 km/h auf Schotterstraßen. Bitte beachte, dass nicht alle Straßen für Wohnwagen zugänglich sind.
  • Achte auf die Öffnungszeiten der Gates. Du musst vor diesen Zeiten im Camp oder vor dem Tor sein. Reisen vor und nach diesen Zeiten sind nicht erlaubt. Die Gate-Zeiten müssen strikt eingehalten werden und Verspätungen können mit einer Geldstrafe geahndet werden.
  • Es ist nicht erlaubt, “Offroad” oder auf Straßen mit einem “No Entry”-Schild zu fahren.
  • Die Fütterung oder Störung von Tieren ist eine schwere Straftat. Denke daran, dass Tiere Abfall als Nahrung sehen!
  • Übernachtungsgäste dürfen nur in einer gebuchten und anerkannten Übernachtungseinrichtung übernachten und müssen sich vor der Belegung von Unterkünften oder Campingplätzen an der Rezeption melden.
  • Alle Unterkünfte und Campingplätze können am Tag der Ankunft ab 14:00 Uhr bezogen werden und müssen am Tag der Abreise bis 10:00 Uhr geräumt werden.
  • Fahrzeuge mit einer Tragfähigkeit von mehr als 4 000 kg, Busse oder andere Fahrzeuge mit mehr als 25 Sitzplätzen sind auf die Teerstraßen beschränkt.
  • Zwischen 21:30 und 06:00 Uhr wird eine strenge Geräuschbegrenzung durchgesetzt. Die Benutzung von Handys ist nur in Camps, an den Gates und in Notfällen erlaubt.
  • Die Benutzung von Rollschuhen, Skateboards, Fahrrädern und Motorrädern ist verboten.
  • Der Krüger-Nationalpark ist eine Malaria-Zone – empfohlen wird allen Besuchern, sich an die Anweisungen ihres Arztes zu halten.
  • Pannenhilfe, gebührenfreie Nummer 0800 030 666 (Vuswa).
  • Die Regeln und Vorschriften werden im Rahmen des nationalen Umweltmanagements umgesetzt: Das Schutzgebietsgesetz, 2003 (Gesetz Nr. 57 von 2003) und die Überschreitung können zu einer Geldstrafe führen.
    Um sicherzustellen, dass alle gewünschten Tiere gesehen werden, wirf auch einen ein Blick auf das Schwarze Brett an den verschiedenen Camps, um die neuesten Wildbeobachtungen zu verfolgen.

“Verkehr” im Kruger Nationalpark

Geführte Safari-Tour

Bei einem geführten Game Drive fährst du mit einem erfahrenen Ranger durch den Kruger Nationalpark. Eine Vielzahl unterschiedlicher Touren wird angeboten, z.B. eine Half-Day oder eine Full-Day-Tour. Zumeist sitzt du mit mehreren Personen in einem Safari-Jeep und der Ranger bringt dich/euch (im besten Fall) zu zahlreichen Tieren im Park.

Der große Vorteil an einer geführten Tour ist zum einen, dass sich die Ranger über Funk abstimmen und sich gegenseitig Bescheid geben, sollte ein Tier gesichtet worden sein. Zum anderen wissen sie oft genau, wo sich die Tiere typischerweise im Park aufhalten. Darüber hinaus verfügen die Ranger über unglaubliches Wissen über die Tierwelt und die Natur im Kruger Nationalpark, sodass du innerhalb weniger Stunden sehr viel lernen kannst.

Ein typischer Safari-Jeep mit dem man auf einem Game Drive durch den Kruger Nationalpark fährt

Eine geführte Safari-Tour muss nicht unbedingt im Safari-Jeep stattfinden. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit auf sogenannte Bush Walks zu gehen. Hier gehst du mit erfahrenen Rangern zu Fuß durch die Wildnis. Das ist natürlich noch einmal eine ganz andere Erfahrung und sicher nicht für jeden geeignet.

Meine Empfehlung

Mach beides! Ich habe sowohl einen Self-Drive durch den Park unternommen als auch mehrere geführte Safaris mitgemacht und möchte beide Erfahrungen keinesfalls missen. Sich von den Rangern „ihren“ Park zeigen zu lassen, war ein tolles Erlebnis und ich habe innerhalb kürzester Zeit super viel über die einzelnen Tiere und Pflanzen lernen können. Zudem waren die Ranger auf meinen Game Drives immer total bemüht, uns so viele Tiere wie möglich zeigen und uns ganz viel Wissen über diese mitgeben zu können.

Aber auch der Self-Drive war einmalig. Das ist schon etwas ganz Besonderes, wenn der einzige Stau vor dir von einer Elefantenherde oder einer Giraffenfamilie verursacht wird. Empfehlen kann ich dir also nur, wenn möglich beides zu erleben.

Solltest du eine Entscheidung für das eine oder andere treffen müssen, dann würde ich dir die geführte Safari empfehlen. Denn hier kannst du dich „einfach zurücklehnen“ und lässt dich von erfahrenen Rangern zu den Tieren fahren. Noch dazu kannst du eine Menge über den Kruger Nationalpark lernen.

Was für ein tolles Erlebnis – auf Safari im Kruger Nationalpark

Wie teuer ist eine Safari im Kruger Nationalpark?

Pauschal kann ich dir das gar nicht beantworten, denn dies hängt zum einen von deiner Reiseart und zum anderen der Dauer der Safari ab. So gibt es mehrtägige Safaris, die etwas teurer sein können (sechs Tage gibt es hier* beispielsweise für knapp 1400 Euro pro Person inklusive Frühstück und Abendessen), aber auch z.B. Half-Day-Touren, die gut bezahlbar sind.

Übernachtest du in einem Private Game Reserve sind die einzelnen Game Drives meist schon in deiner Zimmerrate inklusive (meist ein Morning Drive und ein Evening Drive). Darüber hinaus bieten die Lodges auch zusätzliche Angebote gegen Aufpreis an. Dies musst du entsprechend bei deiner ausgewählten Lodge in Erfahrung bringen.

Möchtest du eine Safari-Tour einzeln buchen (außerhalb eines Private Game Reserves) gibt es zahlreiche Tour-Anbieter, die deinen Wünschen keine Grenzen setzen. So kannst du beispielsweise eine Half-Day Safari* schon ab ca. 45 Euro pro Person buchen. Ganztägige Touren gibt es bereits ab ca. 70 Euro*. Bist du mit einer Gruppe auf Reisen und möchtest ungestört sein, gibt es ebenfalls private Touren im Angebot. Pro Gruppe bis 9 Personen zahlst du hier* beispielsweise ca. 300 Euro.

Möchtest du spontan buchen, findest du Tourangebote zudem auch in den einzelnen Camps (z.B. oft an den “Schwarzen Brettern” ausgehangen). Hier kannst du dir zudem die derzeitigen Verfügbarkeiten der einzelnen Aktivitäten in den unterschiedlichen Camps im Kruger Nationalpark anschauen und diese auch dort buchen.

Kann ich im Kruger Nationalpark tanken und einkaufen?

Ja, das geht sogar sehr gut. In allen größeren Camps findest du Tankstellen, sodass du deine Reise nach Bedarf gut daraufhin planen kannst, an bestimmten Zeiten in den Camps anzukommen und aufzutanken. In Camps und in einigen größeren Orten gibt es zudem auch gut ausgestattete Restaurants und Shops mit Essen, Souvenirs, Karten u.v.m. Nicht umsonst wird der Kruger Nationalpark auch als der am besten organisierte Nationalpark Südafrikas bezeichnet.

Kann ich mich im Kruger Nationalpark auf mein Navi verlassen?

Während meiner Zeit in Südafrika hatte ich über meine Mietwagenfirma jeweils ein GPS-Gerät dazugebucht und konnte mich im Großen und Ganzen auf die Angaben ganz gut verlassen. Mit Google Maps hatte ich nicht immer gute Erfahrungen (hier hatte ich von meiner etwas längeren Suche nach meiner Lodge im Kruger Nationalpark berichtet).

Meine klare Empfehlung für dich: Lass das Navi im Kruger Nationalpark links liegen und kaufe dir lieber einer der super Karten, die es jeweils an den Gate-Shops sowie in den Camps zu kaufen gibt. Darauf sind alle Straßen des Parks eingezeichnet und sogar (verlässliche) Zeitangaben vorhanden. Ich bin im Kruger Nationalpark ausschließlich nach der Old-School-Karte gefahren und kam damit perfekt zurecht. 

Wie viele Tage sollte ich für den Kruger Nationalpark einplanen?

Ich hätte ewig im Kruger Nationalpark bleiben können und mein Aufenthalt dort war definitiv das Highlight während des gesamten 3 Wochen Roadtrips durch Südafrika. Im Kruger Nationalpark habe ich ingesamt fünf unglaubliche Tage verbracht und kann diese Anzahl an Tagen für einen ersten Besuch definitiv empfehlen.

Während meines Aufenthalts verbrachte ich die Hälfte der Zeit in der Imbali Safari Lodge*, die andere Hälfte in der Kruger Riverside Lodge*. Hast du keine Lust, die Location zwischendurch zu wechseln, würde ich dir mindestens drei Übernachtungen im Kruger Nationalpark empfehlen. So hast du auf jeden Fall genug Zeit, sowohl an geführten Safaris teilzunehmen als auch selbst ein wenig durch den Park zu fahren. Kannst du mehr Zeit einplanen, bleibe mindestens fünf Tage vor Ort. Denn so kannst du zwischendurch auch entspannen und die Natur und die Umgebung abolut genießen.

Einfach mal ein bisschen entspannen!

Malaria im Kruger Nationalpark: Prophylaxe – Ja oder nein?

Der Kruger Nationalpark ist Malaria-Gebiet, sodass du dich vor deiner Ankunft unbedingt mit der Krankheit und deren Übertragungsweg auseinandersetzen solltest. Das kannst du zum einen auf der offiziellen Webseite des Kruger Nationalparks. Hier kannst du dir zudem die Risk Map anschauen, auf der deutlich wird, wo sich das Risikogebiet genau befindet. Auch die Webseite des Tropeninstituts empfand ich als hilfreich.

Allem voran, solltest du dich aber unbedingt vor deiner Reise von einem Arzt beraten lassen. In manchen Reisezeiten ist das Malaria-Risiko erhöht (in der Regenzeit von November bis April), sodass dir ein Arzt genau sagen kann, was für deine Reisezeit zu empfehlen ist. Gehe am besten zu einem fachlich spezialisierten Arzt (Reisemedizinier, Tropenarzt), auch wenn die Beratung eventuell nicht von deiner Krankenkasse übernommen, sondern (meistens) privat abgerechnet wird.

Bezüglich der Malaria-Medikation gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

  • entweder du nimmst prophylaktisch bereits einige Tage vor, während und nach deiner Reise in das Malaria-Gebiet entsprechende Tabletten ein (hast also das Medikament auf jeden Fall eingenommen, auch wenn du eventuell gar nicht gestochen wirst) oder
  • du nimmst die Tabletten erst ein, wenn du Malaria-Symptome feststellst (sog. Stand-by-Therapie)

Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, ob und wie er die Malaria-Tabletten einnimmt. Ich kann hier nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten und möchte bewusst keine Empfehlung für die eine oder andere Variante aussprechen. Ich selbst habe Malaria-Tabletten während meiner Zeit im Kruger Nationalpark (und entsprechend kurze Zeit davor und sieben Tage danach) eingenommen, habe das Mittel sehr gut vertragen und hatte überhaupt keine Nebenwirkungen.

Neben der eventuellen Einnahme eines Malaria-Mittels ist aber insbesondere der Schutz durch die richtige Kleidung und die Vorsorge mit Anti-Mückenspray essentiell. Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit der Mückenschutz-Kleidung NosiLife von Craghoppers* gemacht. In der Kleidung ist bereits ein Anti-Repellant eingearbeitet, sodass das Einsprühen der Kleidung mit Anit-Mückenspray nicht mehr zwingend notwendig ist. Abends und nachts (dann ist die Malaria-Mücke aktiv) habe ich zudem immer lange Kleidung getragen und die freien Körperstellen mit Mückenspray eingesprüht.

Sehr gute Erfahrungen habe ich dabei mit dem Insektenschutzspray „NoBite*“ gemacht. Hiervon gibt es zwei gute Sprays, die zum einen auf der Haut*, zum anderen auf Textilien* eingesprüht werden können. Mit dem Textilienspray habe ich abends z.B. auch das Moskitonetz eingesprüht. Der hohe DEET-Anteil von 50% hält die Mücken wirksam ab. Vor Ort kannst du dir zudem auch noch das Anti-Mückenspray “Peaceful Sleep” kaufen, das ebenfalls sehr gut wirkte.

Erkundige dich vorab auch einfach noch kurz bei deiner Unterkunft, ob ein Moskitonetz und eine Klimaanlage (die Mücken mögen die kalte Umgebung nicht) vorhanden ist. Falls nicht, kannst du dir vorab auch ein eigenes Moskitonetz kaufen und mitnehmen.

Gestochen wurde ich im Kruger Nationalpark übrigens überhaupt nicht. Im Nachhinein hätte ich demnach höchst wahrscheinlich auf die Einnahme des Medikaments verzichten können. Ich persönlich habe mich so aber wohler und unbeschwerter in der erhöhten Risikozeit (Dezember) gefühlt. Das muss aber wie gesagt jeder (nach der Beratung durch einen Arzt) selbst für sich entscheiden.

Kruger Nationalpark Checkliste – Habe ich alles dabei?

  • Insektenspray*
  • Sonnencreme (die Sonne in Südafrika ist wirklich aggressiv, sodass Sonnencreme mit LSF 50 zu empfehlen ist)
  • Sonnenhut
  • Fernglas
  • Kruger Nationalpark Karte (kannst du dir in jedem Camp und an jedem Einlass kaufen)
  • Kamera inkl. Batterien und Speicherkarten
  • Taschenlampe
  • Verpflegung (Snacks kannst du auch in den Camps kaufen)
  • die richtige Kleidung (z.B. die Mückenschutzkleidung von NosiLife*)
  • Reiseführer (ich kam sehr gut mit dem Lonely Planet* für Südafrika zurecht – vor Ort lernst du aber sowieso am meisten von den erfahrenen Rangern)

Ein Lesetipp zum Abschluss

Gesa Neitzel Fruehstueck mit Elefanten

Vor einer Weile habe ich euch hier auf dem Blog bereits das Buch „Frühstück mit Elefanten*“ von meiner deutschen Bloggerkollegin Gesa Neitzel empfohlen, die in Deutschland alles stehen und liegen lies, um eine Rangerausbildung in Südafrika zu beginnen. Das Buch ist eine tolle Einstimmung auf Südafrika sowie die faszinierende Tierwelt und Natur in diesem wunderschönen Land!

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