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Die USA sind ein Autofahrerland! Einem Roadtrip durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit dem eigenen Mietwagen steht also nichts mehr im Wege. Gerade der Westen der USA eignet sich wunderbar für eine Rundreise mit dem Auto, denn viele der großen Nationalparks und Sehenswürdigkeiten sind über gut ausgebaute Straßen erreichbar. Solltest du doch einmal nicht weiterwissen, stehen dir in vielen Nationalparks außerdem Visitor Center mit hilfreichen Mitarbeitern zur Verfügung.
Für mich gehört das Autofahren in den USA sogar zu den schönen Erlebnissen einer solchen Reise. Kilometerlange Straßen, beeindruckende Landschaften und hinter jeder Kurve wieder eine vollkommen neue Aussicht – allein die Fahrt von einem Reiseziel zum nächsten ist oft schon ein Highlight.
Bei meinem 25-tägigen USA-Westküsten-Roadtrip waren wir rund 4.500 Kilometer mit dem Mietwagen unterwegs und haben dabei Kalifornien, Arizona, Utah und Nevada erkundet.
Bevor du allerdings deinen Mietwagen in den USA buchst, solltest du dich mit einigen Besonderheiten beschäftigen. Denn gerade bei den Versicherungen, der Kreditkarte, möglichen Zusatzgebühren und den Mietbedingungen gibt es ein paar Dinge, die du besser schon vor der Reise wissen solltest.
In diesem Artikel verrate ich dir deshalb meine wichtigsten Tipps für die Mietwagenbuchung in den USA, worauf du bei der Abholung achten solltest und welche Erfahrungen ich selbst gemacht habe.
Mietwagen USA: Das Wichtigste auf einen Blick
Du möchtest einen Mietwagen für deinen USA-Roadtrip buchen? Dann solltest du vor allem auf einen umfassenden Versicherungsschutz, eine ausreichend hohe Haftpflichtdeckung, die Zahlungsbedingungen und mögliche Zusatzkosten achten.
- Mietwagen möglichst früh vergleichen: Gerade in beliebten Reisezeiten lohnt es sich, verschiedene Anbieter und Fahrzeugklassen gegenüberzustellen.
- Vollkasko- und Diebstahlschutz: Am besten ohne Selbstbeteiligung und mit möglichst umfassendem Schutz für Reifen, Glas und Unterboden.
- Haftpflichtversicherung: Ich würde auf eine hohe Deckungssumme von mindestens einer Million Euro beziehungsweise US-Dollar achten.
- Kreditkarte: Eine auf den Hauptfahrer ausgestellte, akzeptierte Kreditkarte mit ausreichendem Verfügungsrahmen ist die sicherste Wahl.
- Tankregelung: Am liebsten übernehme ich das Fahrzeug vollgetankt und gebe es auch wieder vollgetankt zurück.
- Unbegrenzte Kilometer: Besonders bei einem Roadtrip durch mehrere Bundesstaaten empfehlenswert.
- Einwegmiete und Zusatzfahrer: Vor der Buchung kontrollieren, ob Gebühren anfallen.
- Führerschein: Den gültigen deutschen Führerschein benötigst du immer. Einen internationalen Führerschein würde ich vorsichtshalber ebenfalls mitnehmen.
Wie du siehst, kommt es nicht nur darauf an, den günstigsten Mietwagen zu finden. Entscheidend ist, welche Leistungen im Preis enthalten sind und welche Kosten möglicherweise erst vor Ort entstehen.
Wie finde ich den passenden Mietwagen für die USA?
Den Mietwagen würde ich möglichst bereits von Deutschland aus buchen. Nicht nur, weil du dadurch deine Reise besser planen kannst, sondern auch, weil du die Leistungen verschiedener Anbieter in Ruhe vergleichen kannst.
Oft ist die Anmietung über ein Vergleichsportal günstiger als bei der Mietwagenfirma selbst. Entscheidend finde ich vor allem, dass man die Angebote anhand verschiedener Filter gut miteinander vergleichen kann. Achte dabei aber unbedingt darauf, nicht einfach das günstigste Angebot auszuwählen, sondern die Versicherungsleistungen und Mietbedingungen miteinander zu vergleichen.
Welcher Mietwagen eignet sich für einen USA-Roadtrip?
Welches Auto du benötigst, hängt vor allem davon ab, mit wie vielen Personen du reist, wie viel Gepäck du mitnimmst und welche Strecke du zurücklegen möchtest.
Für zwei Personen mit überschaubarem Gepäck kann bereits ein normaler Mittelklassewagen ausreichen. Reist du mit mehreren Personen, großen Koffern oder Kindern, ist ein geräumigeres Fahrzeug beziehungsweise ein SUV häufig angenehmer.
Ich würde bei der Auswahl insbesondere auf ausreichend Platz für dein Gepäck und bequeme Sitze achten. Bei einem Roadtrip, auf dem du mehrere Tausend Kilometer zurücklegst, macht das tatsächlich einen Unterschied.
Ein SUV ist für eine klassische USA-Westküsten-Rundreise allerdings nicht zwingend erforderlich. Viele Sehenswürdigkeiten und Nationalparks lassen sich über befestigte Straßen problemlos mit einem normalen Pkw erreichen.
- Wichtig ist außerdem: Nur weil du einen SUV oder ein Fahrzeug mit Allradantrieb mietest, bedeutet das nicht automatisch, dass du damit auch unbefestigte Straßen befahren darfst. Gerade in Nationalparks und abgelegenen Wüstenregionen solltest du unbedingt die Mietbedingungen prüfen.
Mein Tipp: Achte weniger auf das konkrete Fahrzeugmodell und mehr auf die gebuchte Fahrzeugklasse, die Gepäckkapazität und die enthaltenen Leistungen. Bei Mietwagen wird in der Regel eine Fahrzeugkategorie gebucht, nicht garantiert ein ganz bestimmtes Modell.
Die USA sind ein Autofahrerland – die Fortbewegung mit dem Mietwagen ist sehr gut möglich.
Was kostet ein Mietwagen in den USA?
Wie teuer ein Mietwagen in den USA ist, lässt sich leider nicht mit einem einzigen Tagespreis beantworten. Die Kosten hängen unter anderem von deinem Reisezeitraum, dem Abholort, der Fahrzeugklasse, der Mietdauer und dem gewünschten Versicherungsschutz ab.
Gerade während der Sommerferien oder rund um beliebte Feiertage können sich die Mietwagenpreise deutlich von denen der Nebensaison unterscheiden. Für deinen Preisvergleich solltest du deshalb nicht nur den angegebenen Tagespreis berücksichtigen, sondern immer die Gesamtkosten deiner Buchung.
Dazu gehören insbesondere:
- Der eigentliche Mietpreis für die gesamte Reisedauer
- Versicherungen und mögliche Zusatzpakete
- Gebühren für zusätzliche Fahrer
- Zuschläge für Fahrer unter 25 Jahren
- Eventuelle Einweggebühren
- Steuern und standortabhängige Gebühren, beispielsweise am Flughafen
- Kosten für Kindersitze, Navigationsgeräte oder andere Extras
- Benzin, Parkgebühren und mögliche Mautkosten
Gerade bei einer längeren Rundreise können diese zusätzlichen Ausgaben einen erheblichen Unterschied machen.
Wie kannst du beim Mietwagen in den USA sparen?
Mein wichtigster Tipp ist, verschiedene Abholorte, Fahrzeugklassen und Mietzeiträume zu vergleichen. Wenn du deine Reise beispielsweise in San Francisco beginnst und dort zunächst einige Tage die Stadt erkunden möchtest, kann es sich lohnen, den Mietwagen erst bei der Weiterreise abzuholen. Dadurch sparst du unter Umständen mehrere Miettage und teure Parkgebühren.
Außerdem lohnt es sich, möglichst früh nach stornierbaren Angeboten zu suchen. Wenn du später ein günstigeres Angebot findest, kannst du bei entsprechender Stornierungsregelung noch einmal wechseln. Achte dabei unbedingt darauf, dass der vermeintlich günstigere Preis nicht durch einen schlechteren Versicherungsschutz oder zusätzliche Gebühren zustande kommt.
Welche Versicherung brauche ich für meinen Mietwagen in den USA?
Einer der wichtigsten Punkte bei der Mietwagenbuchung ist für mich der Versicherungsschutz. Gerade auf einer mehrwöchigen Reise möchte ich nicht ständig darüber nachdenken müssen, welche Kosten entstehen könnten, wenn das Auto beschädigt wird.
Dabei solltest du wissen, dass in den USA verschiedene Versicherungsleistungen angeboten werden, die nicht immer automatisch im Mietpreis enthalten sind.
Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung
Während deines Roadtrips durch den Westen der USA durchquerst du Wüstengegenden, erklimmst steile Berge und fährst durch ganz unterschiedliche Landschaften. Dabei kann es natürlich passieren, dass ein kleiner Stein aufgewirbelt wird oder ein Kratzer den Weg in den Autolack findet.
Damit ein solcher Schaden nicht dazu führt, dass du bei der Rückgabe des Mietwagens plötzlich mehrere Hundert Dollar bezahlen musst, würde ich immer ein Angebot mit möglichst umfassendem Vollkaskoschutz wählen. Achte bei der Buchung deshalb auf den Filter „ohne Selbstbeteiligung“.
Wichtig: Hier gibt es einen Unterschied, der bei der Buchung leicht übersehen werden kann. Bei einer echten Vollkasko ohne Selbstbeteiligung wird im gedeckten Schadensfall grundsätzlich keine Selbstbeteiligung vom Vermieter verlangt.
Bei Angeboten mit „Rückerstattung der Selbstbeteiligung“ kann es dagegen sein, dass du die Kosten zunächst vor Ort bezahlen musst und diese anschließend beim Vermittler oder Versicherer zurückforderst.
Beide Varianten können sinnvoll sein, allerdings solltest du vor der Buchung genau prüfen, wie die Schadensabwicklung funktioniert und welche Nachweise du gegebenenfalls benötigst.
Die Haftpflichtversicherung
Schadensersatzforderungen können in den USA schnell sehr hoch ausfallen. Um zu vermeiden, dass ein Unfall mit einem anderen Fahrzeug oder einem Personenschaden zu einem erheblichen finanziellen Risiko wird, würde ich auf jeden Fall auf eine ausreichend hohe Haftpflichtdeckung achten, z.B. mindestens eine Millionen Euro bzw. US-Dollar (nach Möglichkeit auch mehr).
Bei der Buchung findest du solche Leistungen häufig unter Bezeichnungen wie Supplemental Liability Insurance (SLI), Additional Liability Insurance (ALI) oder Extended Protection (EP). Diese Versicherung deckt grundsätzlich berechtigte Schadensersatzansprüche Dritter im Rahmen der vereinbarten Bedingungen ab, während die Vollkasko für Schäden am eigenen Mietwagen zuständig ist.
Sind Reifen, Glas und Unterboden versichert?
Ein weiterer Punkt, den du bei der Auswahl berücksichtigen solltest, ist der Schutz für Reifen, Scheiben und Unterboden. Diese Schäden sind nicht bei jedem Mietwagenangebot automatisch eingeschlossen. Gerade bei einem Roadtrip durch den Westen der USA, wo du mit unterschiedlichsten Straßenverhältnissen rechnen musst, würde ich deshalb nach einem entsprechenden Schutzpaket schauen.
Wichtig ist aber auch hier, dass du die Bedingungen genau liest. Selbst ein umfangreicher Versicherungsschutz bedeutet nicht, dass Schäden bei vertragswidriger Nutzung, beispielsweise beim unerlaubten Befahren bestimmter unbefestigter Straßen, übernommen werden.
Welche Versicherungen sind wirklich wichtig?
Zur besseren Orientierung habe ich dir die wichtigsten Leistungen zusammengestellt:
| Versicherung / Leistung | Was wird abgedeckt? | Meine Empfehlung |
|---|---|---|
| Vollkasko (CDW/LDW) | Schäden am eigenen Mietwagen im vereinbarten Umfang | Möglichst umfassender Schutz ohne Selbstbeteiligung |
| Haftpflicht (LI/SLI/ALI) | Versicherte Personen- und Sachschäden bei Dritten | Hohe Deckungssumme, mindestens 1 Mio. EUR bzw. USD oder mehr |
| Diebstahlschutz (TP) | Diebstahl des Mietfahrzeugs nach den Versicherungsbedingungen | Möglichst ohne Selbstbeteiligung einschließen |
| Glas-, Reifen- und Unterbodenschutz | Bestimmte Schäden an Scheiben, Reifen und Unterboden | Für längere Roadtrips empfehlenswert |
| Erweiterte Pannenhilfe | Je nach Paket z.B. Hilfe bei Schlüsselverlust oder selbst verursachter Panne | Prüfen, welche Leistungen bereits enthalten sind |
| Insassen- und Gepäckversicherung | Je nach Vertrag bestimmte Unfallfolgen oder Gepäckschäden | Bestehende Reiseversicherungen prüfen, Doppelversicherungen vermeiden |
- Mein Tipp: Suche dir bereits bei der Buchung ein Angebot mit möglichst vollständigem Versicherungsschutz aus. Dann musst du dich bei der Fahrzeugübernahme nicht erst mit zahlreichen Zusatzversicherungen beschäftigen, deren Leistungen du möglicherweise längst bezahlt hast.
Welchen Führerschein brauche ich in den USA?
Für das Autofahren in den USA benötigst du grundsätzlich einen gültigen nationalen Führerschein. Ob zusätzlich ein internationaler Führerschein erforderlich ist, hängt vom jeweiligen Bundesstaat und gegebenenfalls auch von den Bedingungen der Autovermietung ab.
In einigen Bundesstaaten, darunter Kalifornien und Nevada, können Urlauber unter den geltenden Voraussetzungen mit ihrem gültigen deutschen Führerschein fahren. Andere Bundesstaaten und Vermieter können zusätzliche Anforderungen haben.
Ich würde dir deshalb empfehlen, vorsichtshalber auch einen internationalen Führerschein mitzunehmen, besonders wenn du während deines Roadtrips mehrere Bundesstaaten durchqueren möchtest.
Bei diesem handelt es sich um ein zusätzliches Dokument beziehungsweise eine Übersetzung deines nationalen Führerscheins. Er ist nicht eigenständig gültig, weshalb du immer auch deinen deutschen Führerschein im Original mitführen musst.
Den internationalen Führerschein kannst du vor deiner Reise bei deiner zuständigen Führerscheinstelle beantragen. Die Gebühren und die Gültigkeitsdauer hängen von der jeweiligen Ausführung und der ausstellenden Behörde ab.
- Wichtig: Verlasse dich nicht auf die pauschale Aussage, dass der deutsche Führerschein bei einem Aufenthalt von weniger als einem Jahr automatisch überall in den USA ausreichend ist. Prüfe die Bestimmungen der bereisten Bundesstaaten und deines Mietwagenanbieters. Hilfreiche Informationen findest du auf der offiziellen Website der US-Regierung.
Brauche ich für einen Mietwagen in den USA eine Kreditkarte?
In vielen Fällen ja. Eine Kreditkarte ist bei der Mietwagenbuchung in den USA besonders wichtig, da Autovermietungen bei der Abholung häufig eine Kaution beziehungsweise einen Sicherheitsbetrag blockieren.
Achte darauf, dass die Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers ausgestellt ist und einen ausreichend hohen Verfügungsrahmen besitzt.
Zwar akzeptieren manche Autovermietungen unter bestimmten Voraussetzungen auch Debitkarten. Hier gelten allerdings häufig zusätzliche Bedingungen, die je nach Vermieter und Station unterschiedlich ausfallen können.
Ich würde deshalb für einen USA-Roadtrip möglichst eine klassische Kreditkarte mitnehmen und bereits bei der Buchung überprüfen, welche Zahlungsmittel bei der Fahrzeugübernahme akzeptiert werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Auch wenn du den Mietwagen bereits vollständig im Voraus bezahlt hast, kann bei der Abholung trotzdem eine Kaution auf deiner Kreditkarte blockiert werden.
Was sollte ich bei der Anmietung in den USA beachten?
Gerade bei der Abholung des Mietwagens gibt es einige Dinge, auf die du achten solltest, damit sich der ursprünglich günstige Mietpreis nicht plötzlich durch zusätzliche Gebühren erhöht.
Abgabe mit vollem Tank
Zu empfehlen ist meiner Meinung nach, den Mietwagen vollgetankt von der Mietwagenfirma zu erhalten und diesen auch wieder vollgetankt zurückzugeben. Diese sogenannte Full-to-Full-Regelung hat den Vorteil, dass du die Benzinpreise selbst vergleichen kannst und nicht auf eine möglicherweise teure Tankpauschale der Mietwagenfirma angewiesen bist.
- Achtung: Überprüfe bei der Abholung des Mietwagens unbedingt, ob der Tank auch wirklich voll ist. Genau das war bei meiner USA-Reise nämlich nicht der Fall, weshalb das Auto seitens der Mietwagenfirma erst noch einmal richtig vollgetankt werden musste.
Es lohnt sich also, den Tankstand direkt zu kontrollieren. Bei der Rückgabe würde ich außerdem ausreichend Zeit zum Tanken einplanen und den Tankbeleg vorsichtshalber aufbewahren.
Einwegmiete – Mietwagen an einem anderen Ort zurückgeben
Ein Roadtrip durch den Westen der USA muss nicht zwangsläufig dort enden, wo er begonnen hat. Vielleicht möchtest du beispielsweise in Los Angeles starten und deine Reise in San Francisco beenden. Das kann bei der Routenplanung durchaus sinnvoll sein, weil du dadurch unnötige Fahrtstrecken vermeiden kannst.
Allerdings solltest du bei der Buchung darauf achten, ob für die Rückgabe an einem anderen Ort eine sogenannte Einweggebühr (One-Way Fee oder Drop Fee) anfällt.
Je nach Strecke und Anbieter kann diese mehrere Hundert US-Dollar betragen. Es gibt allerdings auch Verbindungen und Angebote, bei denen keine gesonderte Einweggebühr berechnet wird.
Deshalb würde ich immer beide Varianten vergleichen: eine Rundreise mit identischem Start- und Endpunkt und eine Strecke mit unterschiedlichen Abhol- und Rückgabeorten.
- Mein Tipp: Vergleiche dabei nicht nur den Mietwagenpreis, sondern auch die Flugkosten und die zusätzliche Fahrzeit. Manchmal lohnt sich eine Einwegmiete trotz Gebühr, weil du mehrere Hundert Kilometer Rückfahrt sparst.
Altersgrenze – Mietwagen unter 25 Jahren
Unter 25-Jährige haben es bei der Mietwagenbuchung häufig etwas schwerer, da viele Vermieter Zuschläge für jüngere Fahrer verlangen.
Bei zahlreichen großen Anbietern ist die Anmietung bereits ab 21 Jahren möglich. Allerdings gelten für Fahrer zwischen 21 und 24 Jahren häufig zusätzliche Gebühren und Einschränkungen bei bestimmten Fahrzeugklassen.
Teilweise sind auch Anmietungen unter 21 Jahren möglich, etwa aufgrund besonderer gesetzlicher Regelungen oder spezieller Angebote. Dies ist jedoch keineswegs bei jedem Vermieter der Fall.
Wenn du unter 25 Jahre alt bist, solltest du das Alter deshalb unbedingt bereits beim Mietwagenvergleich korrekt angeben. Nur so kannst du die tatsächlichen Gesamtkosten sinnvoll miteinander vergleichen.
Zusatzfahrer vorher anmelden
Wenn du während deines Roadtrips nicht die gesamte Strecke allein fahren möchtest, solltest du bereits bei der Buchung prüfen, ob ein zusätzlicher Fahrer im Preis enthalten ist. Gerade bei mehreren Tausend Kilometern kann es sehr angenehm sein, sich beim Autofahren abwechseln zu können.
Je nach Anbieter werden für Zusatzfahrer zusätzliche Tagesgebühren berechnet. Manche Mietbedingungen sehen allerdings auch Ausnahmen vor, beispielsweise für Ehepartner oder Lebenspartner.
Wichtig ist, dass zusätzliche Fahrer nach den geltenden Bedingungen zur Nutzung des Mietwagens berechtigt sind. Andernfalls kann es bei einem Unfall erhebliche Probleme mit dem Versicherungsschutz geben.
Unbegrenzte Kilometer
Bei einem längeren USA-Roadtrip würde ich unbedingt auf ein Angebot mit unbegrenzten Kilometern beziehungsweise Unlimited Mileage achten.
Auf meiner eigenen USA-Westküsten-Rundreise kamen beispielsweise rund 4.500 Kilometer zusammen. Da wäre eine Begrenzung der Fahrleistung ziemlich unpraktisch gewesen.
Viele touristische Mietwagenangebote beinhalten bereits unbegrenzte Meilen. Trotzdem solltest du diese Leistung vor der Buchung noch einmal überprüfen.
Nichts aufquatschen lassen!
Fast immer wird bei der Mietwagen-Abholung seitens der Mietwagenfirma versucht, weitere Versicherungen oder eine höhere Fahrzeugkategorie anzubieten, die dann häufig mit zusätzlichen Kosten verbunden sind.
Dazu eine kleine Anekdote von meiner letzten USA-Reise: Bei der Abholung versuchte die Dame der Mietwagenfirma, uns eine höhere Fahrzeugkategorie gegen Aufpreis anzudrehen. Sie wollte uns vehement davon überzeugen, dass unsere großen Koffer nicht so gut in das Auto unserer gewählten Kategorie passen würden.
Nachdem wir ablehnten und die Dame daraufhin bereits etwas unfreundlicher reagierte, gingen wir zur Garage, in der die Mietautos nach Kategorien aufgeteilt zur Auswahl standen.
Wie sich herausstellte, war kein Auto mehr aus unserer gebuchten Kategorie verfügbar, sodass wir uns ein Auto aus der nächsthöheren Kategorie aussuchen durften. Einfach so. Ohne Aufpreis oder zusätzliche Kosten!
Hätten wir also bei der Dame bereits den Aufpreis für die nächsthöhere Kategorie bezahlt, wäre das an diesem Tag völlig umsonst gewesen.
Deshalb mein Tipp: Lass dir nicht gleich alles aufschwatzen! Hast du bereits bei der Buchung einen umfassenden Versicherungsschutz gewählt, benötigst du nicht automatisch noch weitere Versicherungen am Schalter. Vergleiche die angebotenen Leistungen zunächst mit deinem Buchungsvertrag und prüfe, ob tatsächlich eine zusätzliche Absicherungslücke besteht.
Auch bei einem angebotenen Fahrzeugupgrade würde ich zunächst nachfragen, ob ein größeres Fahrzeug überhaupt notwendig ist und ob es gegebenenfalls ohnehin kostenlos zur Verfügung steht.
Achte außerdem genau darauf, welche zusätzlichen Leistungen im Mietvertrag aufgeführt werden, bevor du unterschreibst.
Mietwagenübernahme in den USA: Diese Dinge solltest du kontrollieren
Bevor du mit deinem Mietwagen losfährst, solltest du dir ein paar Minuten Zeit nehmen, um das Fahrzeug zu überprüfen.
Ich würde insbesondere auf folgende Punkte achten:
- Schäden am Fahrzeug: Sind Kratzer, Dellen oder andere Beschädigungen vorhanden? Dokumentiere diese möglichst mit Fotos oder Videos und lasse sie gegebenenfalls in der Schadensübersicht festhalten.
- Tankstand: Ist der Wagen entsprechend der vereinbarten Tankregelung betankt?
- Reifen und Scheiben: Sind sichtbare Beschädigungen vorhanden?
- Fahrzeugausstattung: Funktionieren Klimaanlage, Beleuchtung und gegebenenfalls die gebuchten Extras?
- Vertrag: Stimmen Fahrzeugklasse, Mietdauer, Versicherungen und Zusatzleistungen mit deiner Buchung überein?
- Rückgabe: Wo und zu welcher Uhrzeit musst du das Fahrzeug zurückbringen?
Außerdem solltest du prüfen, welche Notfallnummer du bei einer Panne oder einem Unfall kontaktieren musst. Besonders nach einem langen Flug möchte man natürlich am liebsten einfach nur noch losfahren. Trotzdem können dir diese wenigen Minuten später viel Ärger ersparen.
Autofahren in den USA: Was ist anders als in Deutschland?
Grundsätzlich empfand ich das Autofahren in den USA als unkompliziert. Viele Straßen sind großzügig ausgebaut und gerade außerhalb der großen Städte ist das Fahren häufig sehr entspannt. Trotzdem gibt es einige Verkehrsregeln, die sich von denen in Deutschland unterscheiden.
Rechtsabbiegen bei Rot
In vielen US-Bundesstaaten darfst du an einer roten Ampel rechts abbiegen, nachdem du vollständig angehalten hast und sicherstellen konntest, dass keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.
Das gilt allerdings nicht überall und auch nicht, wenn beispielsweise ein Schild mit der Aufschrift „No Turn on Red“ das Abbiegen verbietet. Besondere Ampelsignale können ebenfalls abweichende Regeln haben. Informiere dich deshalb am besten über die Verkehrsregeln der Bundesstaaten, durch die du reisen möchtest.
Stoppschilder und Four-Way-Stops
In den USA gibt es häufig Kreuzungen, an denen alle Zufahrten mit einem Stoppschild versehen sind.
An einem solchen Four-Way-Stop müssen alle Fahrzeuge zunächst vollständig anhalten. Anschließend gilt grundsätzlich, dass die Reihenfolge des Ankommens die Vorfahrt bestimmt. Bei gleichzeitig ankommenden Fahrzeugen sind die jeweiligen Vorfahrtsregeln zu beachten. Das funktioniert in der Praxis meist ziemlich gut, kann beim ersten Mal aber etwas ungewohnt sein.
Geschwindigkeitsbegrenzungen und Parken
In den USA werden Geschwindigkeiten in Meilen pro Stunde (mph) angegeben. Die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten unterscheiden sich nach Bundesstaat, Straßentyp und örtlicher Beschilderung.
Achte außerdem auf die Parkregeln. Gerade in größeren Städten können Parkplätze teuer sein, und bestimmte Bordsteinmarkierungen oder Schilder weisen auf Parkverbote beziehungsweise Einschränkungen hin. Auch beim Thema Handy am Steuer und bei der Kindersicherung gelten je nach Bundesstaat unterschiedliche Vorschriften.
Die Verkehrsregeln solltest du daher für deine konkrete Route überprüfen, anstatt dich auf allgemeine Aussagen für die gesamten USA zu verlassen.
Weitere Tipps für deinen Roadtrip durch den Westen der USA
Mautstraßen und zusätzliche Gebühren
Nicht jede Straße in den USA ist kostenlos. Gerade im Umfeld größerer Städte und auf bestimmten Brücken können Mautgebühren anfallen. In Kalifornien gibt es beispielsweise das elektronische Mautsystem FasTrak, das unter anderem für bestimmte Brücken und Express Lanes verwendet wird.
Bei Mietwagen ist dabei besonders wichtig zu wissen, wie die Abrechnung erfolgt. Viele Vermieter bieten eigene Mautprogramme an, die zusätzlich zu den eigentlichen Mautgebühren Servicegebühren verursachen können.
Informiere dich deshalb schon bei der Fahrzeugübernahme, ob ein entsprechendes Programm aktiviert ist und welche Kosten entstehen.
Tankstellen und Entfernungen richtig einschätzen
Die Entfernungen im Westen der USA solltest du nicht unterschätzen. Zwischen den einzelnen Städten und Nationalparks liegen teilweise lange, wenig besiedelte Strecken. Deshalb würde ich insbesondere vor Fahrten durch abgelegene Wüstenregionen immer rechtzeitig tanken.
In den USA wird Benzin übrigens üblicherweise pro Gallone und nicht pro Liter verkauft. Eine US-Gallone entspricht rund 3,785 Litern.
Beachte außerdem, welche Kraftstoffsorte dein Mietwagen benötigt. Bei vielen normalen Pkw ist das Regular Unleaded, die genaue Vorgabe findest du jedoch am Fahrzeug beziehungsweise in den Herstellerangaben.
Vorsicht bei unbefestigten Straßen
Besonders wichtig finde ich diesen Hinweis, wenn du Nationalparks wie das Death Valley oder das Monument Valley besuchen möchtest.
Viele Mietwagenverträge schränken das Befahren unbefestigter Straßen ein oder verbieten es ganz. Sollte auf einer solchen Strecke ein Schaden entstehen, kann es sein, dass dein Versicherungsschutz nicht greift. Auch ein SUV mit Allradantrieb ist keine automatische Erlaubnis zum Offroad-Fahren.
Informiere dich daher vorab, welche Strecken mit deinem Mietwagen erlaubt sind. Gerade in abgelegenen Regionen solltest du außerdem immer die aktuellen Straßen- und Wetterbedingungen prüfen.
Eine schier endlos wirkende Straße im Death Valley
Auf meinem USA-Westküsten-Roadtrip gehörten die Fahrten durch die beeindruckenden Wüstenlandschaften zu den schönsten Momenten. Allerdings solltest du nicht davon ausgehen, dass du auch überall Mobilfunkempfang hast.
Gerade im Death Valley und in anderen abgelegenen Gegenden kann das Netz über weite Strecken fehlen. Lade dir deshalb wichtige Karten vorab für die Offline-Nutzung herunter. Außerdem würde ich immer ausreichend Trinkwasser im Auto mitnehmen und vor längeren Etappen noch einmal den Tankstand überprüfen.
Falls du eine eSIM für deine USA-Reise nutzen möchtest, kannst du beispielsweise die verfügbaren Tarife von Holafly vergleichen (mit meinem Code „JTSS“ sparst du 5 % auf jede Holafly Reise eSim). Eine eSIM ersetzt allerdings keine Offline-Karten, denn auch mit einem mobilen Datentarif hast du nicht überall Empfang.
Häufige Fragen zum Mietwagen in den USA
Brauche ich in den USA einen internationalen Führerschein?
Nicht grundsätzlich in jedem Bundesstaat. Je nach Bundesstaat und Vermieter kann der deutsche Führerschein für touristische Aufenthalte ausreichen oder ein zusätzlicher internationaler Führerschein erforderlich sein. Ich würde ihn vorsichtshalber mitnehmen, besonders bei einer Rundreise durch mehrere Bundesstaaten. Der nationale Führerschein muss in jedem Fall ebenfalls dabei sein.
Kann ich in den USA ohne Kreditkarte einen Mietwagen buchen?
Teilweise ja. Einige Vermieter akzeptieren auch Debitkarten, allerdings häufig nur unter bestimmten Voraussetzungen. Da die Bedingungen stark variieren, würde ich für einen USA-Roadtrip möglichst eine klassische Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers verwenden.
Welche Mietwagenversicherung ist in den USA sinnvoll?
Besonders wichtig sind eine ausreichend hohe Haftpflichtdeckung sowie ein umfangreicher Vollkasko- und Diebstahlschutz ohne Selbstbeteiligung. Zusätzlich würde ich prüfen, ob Glas-, Reifen- und Unterbodenschäden abgesichert sind.
Kann ich mit einem Mietwagen durch mehrere US-Bundesstaaten fahren?
Bei vielen normalen Mietwagenangeboten ist die Fahrt durch mehrere US-Bundesstaaten erlaubt. Prüfe aber immer die konkreten Mietbedingungen, insbesondere bei speziellen Fahrzeugklassen oder grenzüberschreitenden Fahrten nach Kanada oder Mexiko.
Ist ein SUV für einen Roadtrip durch den Westen der USA notwendig?
Nein, für eine klassische USA-Westküsten-Rundreise ist ein SUV in der Regel nicht erforderlich. Viele bekannte Sehenswürdigkeiten und Nationalparks sind über befestigte Straßen erreichbar. Ein SUV kann aber aufgrund des Platzangebots und des Fahrkomforts angenehm sein.
Ist eine Einwegmiete zwischen Los Angeles und San Francisco teuer?
Das hängt vom jeweiligen Vermieter, dem Reisezeitraum und den konkreten Stationen ab. Auf manchen Strecken werden zusätzliche Gebühren berechnet, während andere Angebote ohne gesonderte Einweggebühr auskommen. Vergleiche deshalb immer die Gesamtkosten.
Muss ich beim Mietwagen in den USA eine Kaution hinterlegen?
In vielen Fällen ja. Die Kaution wird häufig als Sicherheitsbetrag auf der Kreditkarte des Hauptfahrers blockiert. Die genaue Höhe hängt unter anderem vom Vermieter, der Station und der Fahrzeugklasse ab.
Mit dem richtigen Mietwagen steht deinem USA-Roadtrip nichts mehr im Wege!
Für mich gehört ein Mietwagen zu einem Roadtrip durch den Westen der USA einfach dazu. Nicht nur, weil du dadurch besonders flexibel bist, sondern vor allem, weil die Fahrt durch die unglaublich abwechslungsreichen Landschaften selbst schon ein Erlebnis ist.
Ob entlang der kalifornischen Küste, durch die Nationalparks von Utah oder über die scheinbar endlosen Straßen Nevadas, es gibt kaum etwas Schöneres, als unterwegs einfach dort anzuhalten, wo es dir gerade gefällt.
Damit du deinen Roadtrip möglichst entspannt genießen kannst, würde ich bei der Mietwagenbuchung allerdings nicht ausschließlich auf den Preis achten. Eine gute Versicherung, transparente Mietbedingungen, ausreichend Platz im Auto und eine faire Tankregelung sind mir deutlich wichtiger, als beim Tagespreis die letzten paar Euro zu sparen.
Wenn du diese Punkte beachtest, steht deinem nächsten USA-Abenteuer eigentlich nichts mehr im Wege!
Du möchtest deinen USA-Roadtrip planen? In meinem ausführlichen Artikel Planung: Der perfekte USA Roadtrip findest du weitere Tipps zur Vorbereitung deiner Reise.
Und falls du noch auf der Suche nach der passenden Route bist, schau dir unbedingt auch meinen USA-Westküsten-Roadtrip für 3 bis 4 Wochen mit kompletter Reiseroute, Sehenswürdigkeiten und Unterkünften an. Vielleicht ist ja die ein oder andere Inspiration für dein eigenes USA-Abenteuer dabei! ♥
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