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Australien – Eines meiner absoluten Lieblingsländer. Die Natur, die Landschaft, die Leute – Australien ist einfach ein grandioses Reiseland, insbesondere für Roadtrips. Umso mehr hatte ich mich bereits auf meinen Roadtrip mit dem Campervan entlang der Westküste Australiens gefreut.

Du planst ebenfalls einen Roadtrip mit dem Auto oder Campervan entlang der australischen Westküste? Im folgenden Artikel habe ich dir meine komplette dreiwöchige Reiseroute von Perth nach Exmouth und wieder zurück, inklusive Routenbeispiel zum Nachfahren, gefahrener Kilometer, Reisetipps und Unterkünften/Campgrounds aufgeführt.

Planst du stattdessen einen Roadtrip durch den Südwesten Australiens, dann hilft dir dieser Blogartikel zu meiner Reiseroute durch Südwestaustralien sicher weiter: „Südwestaustralien: Ultimativer Reiseguide inkl. Routenbeispiel & Reisetipps

Roadtrip durch Western Australia – Die Eckdaten

  • Reisezeit: Der folgend beschriebene dreiwöchige Roadtrip durch Westaustralien fand im Februar statt, also im australischen Sommer.
  • Fortbewegungsmittel: Wir (das sind zwei Personen) sind mit einem Campervan gereist und haben uns auf der Reise selbst verpflegt.
  • Spontane Buchung: Die Campgrounds haben wir meist spontan, maximal zwei Tage im Voraus gebucht. Das hat im Februar sehr gut funktioniert.

Die beste Reisezeit – 3-Wochen-Roadtrip mit dem Campervan durch Western Australia

Western Australia ist mit einer Fläche von 2.646.000 km² gigantisch und nimmt damit das gesamte westliche Drittel des australischen Kontinents ein. Interessant ist, dass auf diese riesige Fläche gerade einmal knapp 2,5 Mio. Einwohner gezählt werden. Der überwiegende Großteil von ihnen (ähnlich wie im restlichen Teil Australiens) siedelt sich an der Küste an, die im Westen eine Länge von fast 13.000km misst.

Bei dieser unglaublichen Größe ist es auch nicht wirklich überraschend, dass es in Westaustralien unterschiedliche Klimazonen gibt, die deine Reise (je nachdem zu welcher Reisezeit und in welchem Reisegebiet du unterwegs bist) beeinträchtigen können. Während im Südwesten überwiegend ein gemäßigtes Klima herrscht, ist es im Nordwesten tropisch.

Aufgrund der unterschiedlichen Klimazonen ist Western Australia je nach Reiseziel grundsätzlich das ganze Jahr über gut zu bereisen, wenngleich es keine Zeit im Jahr gibt, die für alle Gebiete gleich gut geeignet ist. Der Südwesten ist im australischen Sommer (Dezember bis Febraur) toll zu bereisen mit Tagestemperaturen bis zu 30°C. Im australischen Winter (Juni bis August) kann es hier und in Perth aber auch schon einmal recht kühl und regnerisch werden.

Wenn du in den Norden von Western Australia reisen möchtest (und hier vor allem die Gegend um Broome herum), solltest du dir vorher genau überlegen, zu welcher Jahreszeit du dorthin reisen möchtest. In der Trockenzeit im australischen Herbst und Winter (April bis September) kannst du mit langen Sonnentagen rechnen. In der Regenzeit/im australischen Frühling und Sommer von Oktober bis März erwarten dich hier hingegen eine hohe Luftfeuchtigkeit, starke Regenfälle und es kann tropische Regenstürme und Überschwemmungen geben. Diese Überschwemmungen gehen teils mit Straßensperrungen einher und da es oftmals nicht viele beziehungsweise keine alternativen Straßen gibt, ist ein entspanntes Reisen in dieser Jahreszeit nicht wirklich möglich. Teilweise ist das Reisen hier auch gefährlich, da du dich im Sommer in der Zyklonsaison befindest. Den Norden solltest du daher erst ab Ende März/April bereisen.

Da wir im Februar unterwegs waren, schafften wir es aufgrund eines tropischen Zyklons beispielsweise nicht weiter als bis nach Exmouth und ließen insbesondere auch die Reise in den Karijini Nationalpark aus. Vor deiner Reise solltest du dich also unbedingt über die Wetterbedingungen informieren. Möchtest du den Karijini Nationalpark besuchen, empfehle ich dir ein wenig später, z.B. im April oder Mai dorthin zu fahren.

  • Tipp: Über die aktuellen Wetterbedingungen und mögliche Wetterwarnungen (das betrifft auch die Zyklonwarnungen) kannst du dich sehr gut auf der Webseite des Bureau of Meteorology informieren.

Campervan-Roadtrip durch Western Australia – Die Route

Von Perth ging es für drei Wochen an der Küste entlang Richtung Norden bis nach Exmouth und von dort wieder zurück nach Perth. Im folgenden findest du meine komplette Reiseroute für einen 3-wöchigen Roadtrip durch Western Australia auf einer übersichtlichen Karte dargestellt. Weiter unten habe ich dir die jeweiligen Tagesrouten inklusive gefahrener Kilometer und Highlights ausführlich aufgeführt.

    Tag 1-2 Western Australia Roadtrip – Entspanntes Ankommen in Perth

    Wenn du dich auf einen Roadtrip durch Western Australia begibst, wird dein Ausgangspunkt sehr wahrscheinlich die Hauptstadt Westaustraliens, Perth, sein. Mir hat es in Perth total gut gefallen und ich habe mir nach meiner Ankunft in Australien während meiner Weltreise fast eine ganze Woche Zeit genommen, in Perth in Ruhe anzukommen.

    Weil vielleicht nicht allen Reisenden so viel Zeit in Perth zur Verfügung steht, habe ich dir für deinen Reiseplan einmal zwei Tage in Perth aufgeführt, die du dir unbedingt für die hübsche Stadt am Swan River nehmen solltest.

    Tag 3 Western Australia Roadtrip Route – Camperabholung & Einkaufen

    Nach dem Ankommen in Perth holten wir am ersten Tag des „Roadtrips“ zunächst in aller Ruhe unseren Camper in Perth ab. Die Abholstation von THL (zu denen u.a. die Camper von Britz, Maui und Mighty gehören) befindet sich unweit des Flughafens Perth. Bei unserem Camper handelte es sich um einen Venturer Van von Britz, der im Nachhinein mit 7m Länge und Platz für drei Personen schon ein wenig zu groß für uns zwei war.

    • Tipp: Benötigst du auch noch einen Campervan für deinen Roadtrip durch den Westen Australiens? Ich habe meinen Camper günstig bei diesem Camper-Preisvergleich* gefunden.

    Für die Übergabe und Einweisung des Campers in Perth ließen wir uns extra viel Zeit, immerhin sollte unser „Zuhause auf Rädern“ uns die kommenden Wochen sicher durch Western Australia bringen. In Ruhe prüften wir also, ob die Ausstattung komplett war (Ersatzrad vorhanden?) und alles soweit funktionierte (Ölstand i.O., Gasflasche voll etc.).

    Für den Roadtrip durch Westaustralien mit dem Campervan statt dem Auto sprechen gleich mehrere gute Gründe:

    • Western Australia ist für die Reise mit dem Campervan sehr gut geeignet, du findest in fast jeder Ortschaft einen Campingplatz und in den größeren Orten hast du meist direkt mehrere Campingplätze zur Auswahl (die teilweise unglaublich toll gelegen sind, dazu unten mehr).
    • Im Vergleich zu Hotels ist die Übernachtung im Campervan mit durchschnittlich 45,00 AUD pro Nacht (powered site) auf den Campingplätzen oftmals günstiger als in Hotels.
    • Noch dazu kannst du dich im Camper günstiger und vor allem viel gesünder ernähren. In den teils kleinen Ortschaften gibt es meist nicht viele Restaurants und wenn, dann findest du dort eher Fish & Chips als einen Salat.

    Nach der Übernahme des Campers hielten wir zunächst erst einmal beim nächsten großen Supermarkt an und deckten uns für die kommenden Tage und Wochen mit Essen, Trinken und allem, was man im Camper noch so benötigt (z.B. Spülmittel, Mülltüten, Küchenrolle etc.) ein.

    • Zusatztipp: In Australien gibt es im Wesentlichen zwei große Supermarktketten „Woolworths“ und „Coles“. Ich persönlich mag Woolworths lieber, aber im Grunde sind die beiden Ketten sehr ähnlich. Deutlich kleiner ist die Supermarktkette IGA, die es eher in den kleineren Ortschaften gibt. Da die Einkäufe nördlich von Perth in den kleinen Küstenorten deutlich teurer werden, solltest du dich unbedingt in Perth schon gut für deine Reise eindecken.

    Übernachtet haben wir an diesem ersten Tag auf dem Discovery Holiday Park Swan Valley, der sich nur knapp 15 km nordöstlich von Perth befindet.

    Gefahrene Kilometer: 20km, 0:20h
    Campground: Discovery Holiday Park Swan Valley*, 91 Benara Rd, Caversham WA 6055 Australien

    Tag 4 Route Western Australia Roadtrip – Swan Valley

    Das Weingebiet Swan Valley ist definitiv einen Ausflug wert. Wenn man hier durch die hübschen Weingüter tingelt, kann man sich nur zu gut vorstellen, wie cool es als Einwohner Perths sein muss, so ein schönes Weingebiet direkt vor der Haustür zu haben.

    Gerade wenn du im australischen Sommer unterwegs bist, entfaltet das Weingebiet seinen vollen Charme. In dieser Zeit kannst du auf den Weingütern überall draußen sitzen und dir bei einem Glas Wein die Sonne auf die Haut scheinen lassen.

    Das Swan Valley erkundest dabei entweder auf eigene Faust oder aber am besten mit einer geführten Weintour. Diese Touren werden u.a. auch direkt ab Perth angeboten. Zur Auswahl stehen dir überwiegend Halbtagestouren* oder Ganztagestouren*. Wir entscheiden uns hingegen für eine Weinführung in der Nähe unseres Campgrounds bei Olive Farm Wines. Auf dieser 90-minütigen Tour (die Halb- und Ganztagestouren waren uns irgendwie dann doch zu lange) wurden wir durch das Weingut geführt und erhielten viele Informationen darüber, wie der Wein vom Anbau in die Flasche wandert. Am Ende gab es dann noch ein Wine Tasting und wir entschieden uns für ein Mittagessen im angrenzenden „Cheese Barrel“. Toller Wein, tolles Essen – in diesem Weingebiet kannst du es dir definitiv gut gehen lassen.

    Im Anschluss ging es dann noch zur Cidery „Funk Cider„. Hier hast du die Möglichkeit, verschiedene Cider mit ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, wie beispielsweise Ananas zu probieren.

    • Zusatztipp: Im Swan Valley befindet sich auch der „Caversham Wildlife Park“. Da in Western Australia in der freien Natur leider keine Koalas vorkommen, ist das eine tolle Möglichkeit für dich vor Ort doch noch welche zu Gesicht zu bekommen.

    Wir übernachteten an diesem Tag noch einmal auf dem Discovery Holiday Park. Der Campground ist absolut in Ordnung (nichts besonderes) und verfügt über WLAN, eine Laundry und saubere Anlagen.

    Gefahrene Kilometer: 31km, 0:35h
    Campground: Discovery Holiday Park Swan Valley*, 91 Benara Rd, Caversham WA 6055 Australien

    Kulinarisch kannst du es dir im Swan Valley definitiv gut gelesen lassen, wie z.B. in der Cidery „Funk Cider“

    Tag 5 Roadtrip Western Australia – Rottnest Island

    Am nächsten Tag geht es früh los in Richtung Hillarys, einem Ort knapp 20km nördlich von Perth, denn von hier geht es für uns mit der Fähre nach Rottnest Island. Die Fähre kannst du auch von Perth oder Fremantle aus nehmen, da wir allerdings ohnehin in Richtung Norden wollten und uns zudem in Hillarys ein geräumiger Parkplatz für unseren Camper zur Verfügung stand, entschieden wir uns für die Abfahrt von diesem Ort.

    Auf den Ausflug nach Rottnest Island hatte ich mich vor der Reise bereits riesig gefreut. Seit Jahren erzähle ich gefühlt jedem, den ich kenne von den süßen Quokkas, den kleinen Minikängurus, die auf der Insel ganz friedlich leben. Quokkas sehen aus, als würden sie immer lächeln, weshalb ein kleiner Hype unter dem Hashtag #selfiewithaquokka entstanden ist, bei dem man versucht ein lustiges Selfie mit den knuffigen Tieren zu schießen.

    Beachte aber, dass es sich bei aller Niedlichkeit bei Quokkas noch immer um wilde Tiere handelt, die mit genügend Abstand und Respekt behandelt werden sollten. Lass die Tiere auf dich zukommen (die Quokkas auf Rottnest Island sind sehr zutraulich und neugierig, sodass du dich einfach in die Nähe setzen kannst und sie kommen meist ganz von alleine) und füttere sie auf keinen Fall, da dies sogar schädlich für die Tiere sein kann.

    Rottnest Island ist ein tolles Ausflugsziel und im Nachhinein hätte ich dort gerne eine Nacht verbracht, da es wirklich viel zu entdecken gibt. Du kannst dir ein Fahrrad ausleihen und damit super entspannt über die Insel radeln. Wir blieben bis zum späten Nachmittag und genossen die Zeit in der wunderschönen Natur von Rottnest Island und an den tollen Stränden der Insel.

    Auf Rottnest Island hast du die Chance, die putzigen Quokkas kennenzulernen

    Nach der Rückkehr aufs Festland ging es dann noch einmal knapp eine Fahrtstunde weiter in Richtung Norden nach Lancelin, wo wir auf einem tollen Campground direkt am Meer übernachteten.

    Die Fahrtstrecke von ca. 130km war für den ersten „richtigen“ Tag im Camper eine gute Eingewöhnungsstrecke für das Fahren im Camper. Auch wenn ich bereits in Westkanada mit dem Camper unterwegs war, so herrscht in Australien Linksverkehr und je nachdem, wie groß dein Camper ist, musst du dich eventuell noch an die Abmessungen und Fahrgeräusche gewöhnen.

    Gefahrene Kilometer: 136km, 1:30h
    Campground: Lancelin Caravan Park, 4 Hopkins St, Lancelin WA, Australien

    Tag 6 Western Australia Roadtrip – Sanddünen & Pinnacles

    Am Stadtrand von Lancelin befinden sich beeindruckende Sanddünen, die du zu Fuß oder auf einem Sandboard oder mit einem Quad erkunden kannst. Das sieht schon wirklich toll aus, wie sich die Sanddünen kilometerweit vor dir erstrecken.

    Die Sanndünen von Lancelin

    Nächster Stopp an diesem Tag sind die Pinnacles, eine ulkig aussehende Steinformation mitten in der Wüste des Nambung Nationalparks. Die Pinnacles kannst du entweder auf einem Rundweg mit deinem Fahrzeug erkunden oder zu Fuß. Bei 35°C entschieden wir uns gegen den Trail und fuhren (nachdem uns die Frau am Eingang zum Park versicherte, dass wir auch mit unserem Campervan durch die Wüste fahren konnten) für den Rundweg mit dem Camper.

    Der Scenic Drive entlang der Pinnacles ist wirklich beeindruckend und hat noch dazu richtig Spaß gemacht. Ungefähr nach der Hälfte des Rundwegs kannst du an einem Lookout anhalten und das gesamte Areal super überblicken.

    Die beliebtesten Zeiten an den Pinnacles sind der Sonnenauf- und Sonnenuntergang, da die Steinformationen in Kombination mit der Sonneneinstrahlung natürlich ein tolles Fotomotiv abgeben. Wir fanden die Pinnacles auch tagsüber schon schwer beeindruckend.

    Beeindruckend – die meterhohen Pinnacles im Nambung Nationalpark

    Übernachtet haben wir an diesem Abend in Jurien Bay, einem kleinen Küstenort, an dem ich den wohl schönsten Sonnenuntergang in ganz Westaustralien vom Jetty aus gesehen habe (und das mag etwas heißen, denn die Sonnenuntergänge in Western Australia sind wirklich sagenhaft!). Der Jurien Bay Tourist Park Campground liegt direkt am Meer und neben powered sites gab es auch noch eine Küche und gutes WLAN on site.

    Gefahrene Kilometer: 106km, 1:15h
    Campground: Jurien Bay Tourist Park*, Roberts St, Jurien Bay WA 6516, Australien

    Tag 7 Western Australia Roadtrip Route – Lesueur National Park, Geraldton

    Wir genießen es, nach unserem ersten Roadtrip einige Wochen zuvor durch Südwestaustralien mit dem Mietwagen, uns nun im Camper auf unserem zweiten Roadtrip wieder selbst verpflegen zu können.

    • Tipp: Der Südwesten Australiens ist ebenfalls für dich interessant? Dann möchte ich dir meinen ausführlichen Reiseguide mit vielen Reisetipps und inklusive Routenbeispiel für einen zweiwöchigen Roadtrip durch Südwestaustralien ans Herz legen.

    Nach dem gemütlichen Frühstück auf dem Campingplatz brechen wir auf zum Lesueur National Park, wo wir einen netten 8km langen Loop durch den Park gefahren sind. Der Weg zum Nationalpark führt dich hier über eine dirt road, sodass du vor deiner Abreise unbedingt klären solltest, ob du mit deinem Campervan solche Strecken befahren darfst. Das ist nämlich oft nicht der Fall beziehungsweise gibt es bestimmte „Sonderkonditionen“. Bei uns war es zum Beispiel so, dass wir grundsätzlich mit dem Camper nicht auf unbefestigen Straßen fahren durften. Ausnahme waren 12km auf dem Weg zu einer Sehenswürdigkeit und 12km zurück.

    Auf der Weiterfahrt Richtung Norden stoppen wir zudem noch am Grigson Lookout, welcher nur einen knapp fünfminütigen Walk von der Straße entfernt gelegen ist. Von dort hast du einen schönen Rundumblick über die Umgebung im Landesinneren und über die Küste.

    Am späten Nachmittag treffen wir in Geraldton ein, mit knapp 30.000 Einwohnern eine richtig große Stadt an der Westküste Australiens. Hier kaufen wir noch einmal frisches Obst, Gemüse und Wasser bei Woolworths ein, bevor wir auf unserem Campground „BIG4 Sunset Beach Holiday Park“ eintreffen.

    Gefahrene Kilometer: 196km, 2:05h
    Campground: BIG4 Sunset Beach Holiday Park, 4 Bosley St, Sunset Beach WA 6530, Australien (bei Geraldton)

    Tag 8 Western Australia Roadtrip Route – Geraldton, Pink Lake

    Den Morgen verbringen wir im Geraldton Museum. Das sehr moderne Museum ist total interessant, denn hier kannst du nicht nur einiges über die Flora & Fauna Australiens, sondern auch die Geschichte des Kontinents erfahren. Der Eintritt ist in diesem Museum kostenfrei, Spenden sind aber gerne gesehen.

    Nach einem kleinen Spaziergang entlang der Geraldton Wasserfront machen wir uns weiter auf den Weg Richtung Norden. Tagesendziel soll Kalbarri sein, das Einfallstor zum Kalbarri National Park.

    Auf dem Weg dorthin liegt ein erstes richtiges Naturhighlight des Western Australia Roadtrips: die Hutt Lagoon mit ihrem Pink Lake. Verrückt, wie das Wasser in pinker Farbe erstrahlt. Das sieht man definitiv nicht jeden Tag! Grund für das hübsche Farbenspiel ist eine spezielle Algenart und ein Bakterium, welche in Kombination mit der Sonneneinstrahlung und dem hohen Salzgehalt des Wassers selbiges pink verfärben.

    Faszinierend – der Pink Lake (Hutt Lagoon) in Port Gregory

    Pink Lake mit der Drohne aufgenommen

    Wir fahren noch knapp 60km weiter Richtung Kalbarri, wo wir uns für drei Nächte auf dem ganz neuen Campground „Kalbarri Red Bluff Tourist Park“ eingemietet haben. Besonders cool: Die Stellplätze für den Campervan werden hier mit „En Suite Bad“ vermietet, d.h. jeder Stellplatz hat sein eigenes kleines Badezimmer. Mit Küche und Laundry ist der Campground auch an sich gut ausgestattet (leider hat nur das WLAN nicht gut funktioniert) und befindet sich in fußläufiger Nähe zum Red Bluff Beach, an dem du abends schön den Sonnenuntergang beobachten kannst.

    Gefahrene Kilometer: 151km, 1:45h
    Campground: Kalbarri Red Bluff Tourist Park*, Red Bluff Beach Rd, Kalbarri WA, 6536, Australien

    Tag 9 Western Australia Roadtrip Route – Kalbarri National Park (landeinwärts)

    Wir machen uns auf den Weg in den Kalbarri National Park. Im Sommer ist es im Park selbst schon einmal knapp 10°C wärmer als an der Küste (d.h. hier können Temperaturen von 40-50°C erreicht werden), sodass du unbedingt ausreichend Wasser für deine Ausflüge in den Park mitnehmen solltest (es gibt im Park selbst keine Möglichkeit, Wasser aufzufüllen oder zu kaufen).

    Der Kalbarri National Park hat mir total gut gefallen, gibt es hier doch einfach unglaublich viel zu entdecken. Die Schluchten im Landesinneren sind einfach atemberaubend schön und wäre es nicht so heiß gewesen, hätte ich sicherlich einen der längeren Walking Trails unternommen. Aufgrund der Hitze entschieden wir uns aber nur für die kürzeren Trails (bis maximal 1 Stunde Wanderzeit).

    Unter anderem schauen wir uns hier natürlich das „Nature’s Window“ an, eines der am häufigsten fotografierten Highlights in ganz Western Australia. Dabei handelt es sich um einen Durchblick in einem Felsen, welcher dir eine tolle Aussicht auf die dahinterliegende Schlucht gewährt – genial eingerahmt von der Natur.

    Im Kalbarri Nationalpark erwarten dich beeindruckende Schluchtenlandschaften

    Nature’s Window im Kalbarri Nationalpark

    Weitere tolle Aussichtspunkte im Kalbarri Nationalpark sind der Z-Bend-Lookout, Haws Head und der Ross Graham Lookout. Neu hinzu kommt in 2020 der Kalbarri Skywalk. Dabei handelt es sich um eine Aussichtsplattform, die auf zwei Walkways über der Schlucht konstruiert ist.

    Unbedingt einpacken solltest du für den Kalbarri Nationalpark übrigens auch ein Fliegennetz*, das du dir über deinen Kopf oder Hut spannen kannst. Gerade im Sommer ist die Anzahl der Fliegen an der Westküste Australiens einfach unglaublich und leider sind diese dort auch so aggresiv, dass sie dir in Mund, Ohr, Nase oder gar Auge fliegen (kein Scherz!). Ohne Fliegennetz wäre das wirklich ganz schön nervig gewesen und im Nachhinein war das Fliegennetz tatsächlich eine der besten Investitionen während des gesamten Roadtrips.

    Gefahrene Kilometer: 144km, 2:10h
    Campground: Kalbarri Red Bluff Tourist Park*, Red Bluff Beach Rd, Kalbarri WA, 6536, Australien

    Tag 10 Western Australia Roadtrip Route– Kalbarri Nationalpark (Coastal Cliffs)

    Auch am nächsten Tag erkunden wir weiterhin den tollen Kalbarri Nationalpark. Was diesen für Reisende so interessant macht, ist, dass er zwei ganz unterschiedliche Landschaften zu bieten hat. Begeistern im Landesinneren beeindruckende Schluchten, bietet dir die Küste Wahnsinnsausblicke auf grandiose Steilklippen.

    Wir schauen uns an diesem Tag einige Highlights und Aussichtspunkte an den Costal Cliffs an und wandern den 3,5km langen Walktrail (pro Strecke) von der Natural Bridge bis Shellhouse Grandstand. Mehr zu den Costal Cliffs Highlights findest du in meinem ausführlichen Blogartikel über den Kalbarri Nationalpark.

    In der Ortschaft Kalbarri stehen dir ein paar kleine Cafés, ein IGA Supermarkt sowie eine Tankstelle zur Verfügung.

    Coastal Cliffs, Kalbarri Nationalpark

    Gefahrene Kilometer: 35km, 0:30h
    Campground: Kalbarri Red Bluff Tourist Park*, Red Bluff Beach Rd, Kalbarri WA, 6536, Australien

    Tag 11 Western Australia Roadtrip – Hamelin Pool, Shell Beach, Shark Bay

    Am elften Tag der Reise brechen wir in Richtung Shark Bay auf. Zwischen Kalbarri und unserem Tagesendziel befindet sich fast gar nichts und wir lernen die Weiten des australischen Outbacks kennen. Das ist schon richtig beeindruckend, wenn sich um dich herum hunderte von Kilometern einfach gar nichts außer Natur befindet. Ich liebe diese Landschaft!

    Kurz vor der Shark Bay biegen wir auf die Shark Bay Road ab und fahren noch einige Kilometer, bevor wir in Hamelin Pool zur ersten Sehenswürdigkeit dieser Gegend gelangen: den Stromatolithen. Stromatolithen gehören zu den ältesten Lebensformen der Erde, denn sie lassen sich bis zu 3,5 Milliarden Jahre nachweisen. Heutzutage gibt es nur noch vereinzelt sehr wenige von ihnen auf der Welt und Hamelin Pool ist ein Ort, an dem du dir diese anschauen kannst. Und das ist auch tatsächlich nett gemacht, denn hier läufst du uf einem kleinen Holzsteg auf die Stromatolithen im Wasser zu und kannst dir auf Erklärtafeln mehr zur Geschichte durchlesen.

    Stromatolithen in Hamelin Pool

    Einige Kilometer weiter auf der Shark Bay Road erreichen wir den Shell Beach, ein Strand, der aus Milliarden von Muscheln besteht. Das sieht richtig beeindruckend aus, erstrahlen diese doch mindestens genauso weiß wie Sandstrände.

    Ein Strand voller Muscheln – Shell Beach, Shark Bay

    Unser heutiger Campground ist der hübsche Denham Seaside Caravan Park*, der direkt am Meer gelegen ist. Bei der Buchung hatten wir extra nach einem Stellplatz direkt am Wasser gefragt und diesen auch bekommen. Das ist schon etwas ganz Besonderes, wenn du abends mit Meeresrauschen einschläfst und beim Frühstück den Wellen beim Tanzen zusehen kannst.

    Gefahrene Kilometer: 380km, 4:00h
    Campground: Denham Seaside Caravan Park*, 1 Stella Rowley Dr, Denham WA, 6537 Australien

    Tag 12 Western Australia Roadtrip – Monkey Mia, Little Lagoon, François-Peron Nationalpark

    Heute ist extra frühes Aufstehen angesagt, denn wir möchten uns die Delfinfütterung in Monkey Mia anschauen. Die, von unserem Campground knapp 20 Minuten entfernt gelegene Bucht ist dafür bekannt, dass seit den 60er Jahren immer wieder Delfine ganz dicht ans Ufer kommen und dort gefüttert werden. Zu Beginn hatten Fischer ihren Fang mit den Delfinen geteilt, sodass diese immer wiederkamen und mit ihnen schließlich auch die Touristen.

    Da die jahrelange Fütterung leider dazu führte, dass das Jagdverhalten der Delfine sich veränderte und zu viele Jungtiere starben, ist die Fütterung heute streng überwacht. Es wird dabei genau darauf geachtet, welcher Delfin wie viel Futter erhalten hat.

    Wenn du Glück hast, bist du bei der Delfinfütterung einer der „Auserwählten“ und darfst die Delfine füttern. Die erste Fütterung startet täglich um 7:45 Uhr und weitere Fütterungen finden dann jeweils bis 12:00 Uhr mittags statt. Der Eintritt zu diesem Erlebnis kostet 15,00 AUD pro Person.

    Ein Delfin bei der Delfinfütterung in Monkey Mia

    Nach der Delfinfütterung brechen wir auf zur Little Lagoon, ein Wasserbecken im Inland, welches ins Meer mündet. Hier kannst du super schwimmen gehen oder einen Spaziergang auf dem breiten Sandstrand unternehmen.

    Weiterer Stopp ist der François-Peron Nationalpark. Der Nationalpark nimmt die nördliche Spitze der Peron-Halbinsel ein und bietet dir eine tolle Naturkulisse, in der rote Erde auf türkisblaues Wasser trifft. Da der Nationalpark leider nur mit einem Allradfahrzeug (4WD) befahrbar ist, endet der Weg für unseren Campervan an der Peron Heritage Site, einer alte Schaffarm. Steht dir ebenfalls kein 4WD während deines Roadtrips zur Verfügung, möchtest du aber mehr vom François-Peron Nationalpark sehen, dann kannst du auch einfach eine geführte Touren durch den Park buchen.

    Die wunderschöne Little Lagoon

    Gefahrene Kilometer: 55km, 1:00h
    Campground: Denham Seaside Caravan Park*, 1 Stella Rowley Dr, Denham WA, 6537

    Tag 13 Western Australia Roadtrip – Eagle Bluff Lookout, Fahrtag

    An diesem Morgen brechen wir früh auf und halten am Eagle Bluff Lookout. Auf einem nett angelegten Boardwalk kannst du hier direkt an der Steilküste entlang spazieren und wenn du Glück hast, Meeresbewohner wie Haie, Dugongs oder Schildkröten im Wasser sehen. Wir haben an diesem Tag leider kein Glück, der Lookout gefällt mir aber trotzdem unglaublich gut, denn von dort hast du wirklich einen tollen Ausblick auf der Meer und die Küste.

    Eagle Bluff Lookout

    Weiter geht die Fahrt bis zu unserem nächsten Reiseziel, der Ortschaft Carnavon, zu der wir von Denham aus noch knapp 3,5 Stunden durch das australische Outback unterwegs sind.

    Bist du jemand, der sich in dieser Landschaft schnell langweilt, kann ich dir nur empfehlen, für die Fahrt durch Westaustralien unbedingt genug Playlists, Podcasts oder Hörbucher herunterzuladen. Meist geht es stundenlang einfach nur geradeaus und wenn du Glück hast, kommen dir ein paar Autos oder sogenannte Road Trains entgegen. Letztere sind riesige LKWs, die auch schon mal über 30m lang sein können. Überholungsmanöver solltest du dir vorher also unbedingt gut überlegen.

    Ebenfalls wichtig ist, dass du da wo es geht deinen Camper (oder deinen Mietwagen) immer volltanken solltest. Grundsätzlich gibt es auf der Strecke genug Tankstellen. Sollte aber, aus welchen Gründen auch immer, eine eingeplante Tankstelle auf dem Weg ausfallen, kannst du schnell Probleme bekommen. Tanken kannst du übrigens nicht nur an den üblichen Tankstellen, wie wir sie kennen, sondern an denen, für Western Australia typischen „Road Houses“. An diesen gibt es neben Zapfsäulen auch Essen, Duschen und oft sogar Schlafplätze. Lustig ist, dass an diesen Road Houses oftmals coole 70er-Musik läuft.

    Wirst du in Western Australia öfter sehen: ein typisches „Road House“

    Gegen Nachmittag treffen wir auf unserem Campground „Wintersun Caravan & Tourist Park“ in Carnavon ein. Der Campground ist absolut in Ordnung, verfügt über eine Küche, Laundry und gutes WLAN.

    Carnavon selbst ist mit knapp 4500 Einwohnern mal wieder eine etwas größere Ortschaft, in der es sogar einen Woolworths gibt. Hier decken wir uns noch einmal ordentlich mit frischem Obst und Gemüse für die Weiterfahrt ein. Ansonsten gibt es in Carnavon nicht allzu viel zu sehen, die Stadt wirkt etwas industriell und wenig auf Tourismus ausgelegt. Besonders ist hier allerdings, dass du überall Obst- und Gemüseplantagen findest. Unter anderem werden hier Mangos, Melonen, Tomaten, Avocados und Bananen angebaut. Tatsächlich stammen mehr als die Hälfte der in Western Australia zu kaufenden Bananen aus Carnavon.

    Empfehlen kann ich dir in Carnavon den coolen Fruit Loop Drive, der in einem Rundweg auf der South River Road und der North River Road direkt am Fluss entlang verläuft. Hier befindet sich eine Obstplantage neben der anderen und bei manchen kannst du sogar direkt frisches Obst im Shop kaufen.

    Der Fruit Loop Drive in Carnavon führt dich an Gemüse- und Obstplantagen vorbei

    Gefahrene Kilometer: 320km, 03:20h
    Campground: Wintersun Caravan & Tourist Park, 549 Robinson Street, Carnavon

    Tag 14 Western Australia Route Roadtrip – Coral Bay

    Unser heutiges Reiseziel ist die winzige Ortschaft Coral Bay, die wir bereits gegen Mittag erreichen. Coral Bay ist ein ziemlich abgelegenes Örtchen, an dem du insbesondere eines gut kannst: einfach mal die Seele baumeln lassen. Außerdem ist Coral Bay neben Exmouth ein super Ausgangspunkt, um auf das Ningaloo Reef zu starten. Was an Coral Bay in diesem Zusammenhang aber besonders cool ist: du kannst mit deinem Schnorchelequipment einfach vom Strand aus ins Wasser waten und bist bereits am Korallenriff.

    Wir checken auf unserem wunderschönen Campground, dem Peoples Park* ein, auf dem wir extra eine Ocean View Site gebucht haben. Diese Campsite ist zwar, in der ersten Reihe zum Meer etwas teurer als die dahinter liegenden Reihen, aber definitiv jeden Cent wert. Denn die Ocean View Site macht ihrem Namen alle Ehre. Mit Blick aufs Meer relaxen wir an diesem Tag einfach nur noch mit einem guten Buch in der Hand und schlafen abends mit Meeresrauschen und dem beruhigenden Wedeln der Palmenblätter über uns ganz beseelt ein.

    Eine Ocean View Site auf dem Peoples Park Campground in Coral Bay – Hier lässt es sich definitiv aufhalten

    Gefahrene Kilometer: 240km, 02:30h
    Campground: Peoples Park*, 13 Robinson St, Coral Bay WA 6701, Australien

    Tag 15 – Ningaloo Reef

    An diesem Morgen stehen wir früh auf, denn wir haben eine Schnorcheltour* gebucht. Der Anbieter Coral Bay Eco Tours fährt mit uns in einem Glasbodenboot zu zwei Schnorchelspots auf das Ningaloo Reef hinaus. Als Camper auf dem Peoples Park gibt es für uns sogar noch einmal 10 % Rabatt. Besonders toll ist, dass du bereits auf der Fahrt zum ersten Schnorchelspot durch den Glasboden im Boot ganz wunderbar das Korallenriff unter dir sehen kannst. Das ist wirklich richtig beeindruckend und die einzelnen Korallenformen einfach wahnsinnig schön.

    Das Ningaloo Reef ersteckt sich fast 300km an der australischen Westküste entlang und ist eine UNESCO World Heritage Site. Am Ningaloo Reef sind eine Vielzahl von Meeresbewohnern zu Hause, darunter unter anderem Mantarochen, Dugongs, Schildkröten und viele unterschiedliche Haiarten. So finden sich hier zum Beispiel Hammerhaie, Riffhaie und Tigerhaie. Das Ningaloo Reef ist zudem als einer der wenigen Orte auf der Welt bekannt, an dem du mit Walhaien schwimmen kannst. Von März bis August sind die Whale Sharks (Walhaie) am Ningaloo Reef zu finden und auf unterschiedlichen Touren* kannst du abtauchen und mit diesen riesigen Tieren schwimmen.

    Während meiner Reisezeit im Februar waren die Walhaie leider noch nicht am Ningaloo Reef angekommen, sodass es beim Schnorchelausflug blieb, der für sich genommen aber bereits unglaublich war. Mir hat der Schnorchelausflug am Ningaloo Reef sogar noch größeren Spaß bereitet als damals am Great Barrier Reef, denn das Ningaloo Reef ist viel weniger überlaufen und die Touren haben hier wirklich nichts mit Massentourismus zu tun.

    Während des Schnorchelausflugs sahen wir Wasserschildkröten, Manta Rays, Papagaienfische und vieles, vieles mehr.

    Mit dem Glasbodenboot ging es raus auf das Ningaloo Reef

    Gefahrene Kilometer: 0km, 00:00h
    Campground: Peoples Park*, 13 Robinson St, Coral Bay WA 6701, Australien

    Tag 16 – Ningaloo Reef, Coral Bay

    Auf dem Peoples Park gefällt es uns so gut, dass wir spontan entschließen, eine Nacht länger zu bleiben. Wir haben unglaubliches Glück mit dem Wetter, denn normalerweise kann das Thermometer zur Reisezeit im Februar hier schon mal 40°C anzeigen. Wir lassen es uns hingegen bei einem angenehmen Wind und maximal 33°C gut gehen und genießen die Zeit in der Sonne.

    In Coral Bay kannst du einige nette Strände besuchen. Unbedingt empfehlen kann ich dir den Skeleton Beach, der eine Shark Sanctuary darstellt. Besonders zur Flutzeit hast du hier die Chance Haie in nächster Nähe zum Strand zu sehen. Was für eine unglaubliche Erfahrung.

    Richtig schön ist ebenfalls Bill’s Bay (der Strand, an dem sich auch unser Campground befunden hat). Ansonsten gibt es in Coral Bay nicht wirklich viel zu sehen. Tatsächlich besteht die Ortschaft mehr oder weniger nur aus einer einzigen Straße, der Coral Bay Rd, an welcher sich zwei Campgrounds, ein Supermarkt und eine Tankstelle befinden.

    Gefahrene Kilometer: 0km, 00:00h
    Campground: Peoples Park*, 13 Robinson St, Coral Bay WA 6701, Australien

    Tag 17-18 – Exmouth, Cape Range Nationalpark

    Weiter geht die Fahrt in Richtung Norden, genauer gesagt zum nördlichsten Punkt, den wir auf unserem Roadtrip in Australien erreichen werden. Aufgrund eines tropischen Zyklons in der Pilbara-Region entschließen wir uns nicht weiter als bis nach Exmouth zu fahren. Zum Reisezeitpunkt Ende Februar keine Seltenheit im Norden Western Australias und doch wollten wir vor Ort einmal schauen, wie die Wetterbedingungen aussehen würden. Bist du etwas später in dieser Gegend unterwegs, solltest du unbedingt noch den Karijini-Nationalpark besuchen, der sich von Exmouth allerdings noch knapp 700km landeinwärts befindet.

    Exmouth ist neben Coral Bay ein weiterer Ort an der Westküste Australiens, der dir als Einfallstor zum Ningaloo Reef dient. Die Gegend wird auch Nordwestkap (North West Cape) genannt, denn hier bist du am nordwestlichsten Punkt Australiens angekommen. Zur Whaleshark-Saison kannst du aus Exmouth natürlich auch wieder Ausflüge auf das Ningaloo Reef unternehmen, bei denen du mit Walhaien schwimmen kannst.

    Hauptreiseziel unseres Exmouth-Aufenthalts ist allerdings weniger das Ningaloo Reef, das wir ja bereits von Coral Bay ausgiebig erkundet hatten, sondern vielmehr der tolle Cape Range Nationalpark.

    Meine Highlights im Cape Range Nationalpark waren definitiv zwei sehr coole Schluchtenwanderungen. Zum einen der Yardie Creek Trail, der dich zunächst auf asphaltierten, dann über Stock und Stein, am Yardie Creek und der Yardie Gorge entlang führt. Noch spektakulärer fand ich zum anderen aber den Mandu Mandu Trail. Auf diesem Wanderpfad läufst du zunächst durch die Schlucht und kletterst dann den Berg hinauf, bevor du an den beeindruckenden Schluchtklippen entlang wieder zurück zum Parkplatz wanderst.

    Tolle Ausblicke erwarten dich auf dem Mandu Mandu Trail im Cape Rage Nationalpark

    Im Cape Range Nationalpark warten außerdem noch wunderschöne Strände auf dich, darunter u.a. die bekannte Turquoise Bay. Hier kannst du auch wieder direkt vom Strand aus das Korallenriff erkunden (beachte hier aber, dass die Strömung an dieser Bucht sehr gefährlich sein kann).

    Besonders ulkig: In der Gegend rund um den Cape Range Nationalpark und im Nationalpark selbst findest du super viele Termitenhügel. Die große Anzahl über das flache Land verteilt ergibt ein richtig interessantes Panorama.

    Termitenhügel im Cape Range Nationalpark

    Wenn du Glück hast, kannst du im Cape Range Nationalpark auch wieder tolle Wildlife Erfahrungen erleben. Neben zahlreichen Vogelarten kannst du hier auf Kängurus und Dingos treffen. Noch dazu befinden sich in der Nähe des Jurabi Turtle Centers einige Strände, an denen Wasserschildkröten ihre Eier ablegen. Von Februar bis April hast du hier also die Möglichkeit entweder die Eierablage der Schildkröten oder einige Wochen später den (leider) Überlebenskampf der geschlüpften Schildkröten auf dem Weg ins Meer zu beobachten.

    Übernachtet haben wir in Exmouth auf dem RAC Exmouth Cape Holiday Park, den ich nur bedingt weiterempfehlen kann. Die Einrichtungen waren leider während unserer zwei Nächte dort nicht wirklich sauber und das Preis-Leistungsverhältnis hat hier im Gegensatz zu den zahlreichen vorherigen super Campgrounds einfach nicht gestimmt.

    • Tipp: Im Cape Range Nationalpark selbst gibt es ebenfalls eine Vielzahl an Campgrounds, auf denen du übernachten kannst (hier buchbar). So sparst du dir die tägliche Anfahrt in den Nationalpark, was bei den Dieselpreisen in Exmouth (hier zahlten wir für den Liter 1,72 AUD, weiter südlich waren es durchschnittlich 1,50 AUD) sicher nicht das schlechteste ist.

    Gefahrene Kilometer: 280km, 04:00h
    Campground: RAC Exmouth Cape Holiday Park, 3 Truscott Cres, Exmouth WA 6707, Australien

    Tag 19-20 Route Western Australia Roadtrip – Fahrtage

    Unglaublich, wie schnell die Zeit während unseres dreiwöchigen Roadtrips durch Western Australia vergangen ist, denn nun ging es bereits wieder zurück in Richtung Perth.

    Auf dem Hinweg hatten wir uns extra ein bisschen mehr Zeit genommen und hatten somit gegen Ende des Roadtrips einige Fahrtage vor uns. Immerhin hatten wir seit Start des Roadtrips knapp 1.200km hinter uns gebracht, die es jetzt erneut zurückzulegen galt.

    Von Exmouth fuhren wir innerhalb von 2 Tagen die Strecke wieder zurück mit Zwischenstopps in Carnavon und Geraldton, wo wir wieder auf denselben Campgrounds wie auf der Hinfahrt übernachteten.

    Besonders schwer gefallen während dieser Fahrtage ist mir, mich von der wundervollen Natur des nördlicheren Teils unseres Roadtrips zu verabschieden. Ich liebe es einfach in der Natur zu sein und finde es total faszinierend durch eine menschenleere Landschaft zu fahren und stundenlang einfach nur in die Ferne des australischen Outbacks blicken zu können.

    In Perth angekommen übernachteten wir schließlich wieder auf dem ersten Campground unserer Reise in Swan Valley, da dieser auch sehr nah an der Camperstation gelegen ist.

    Die unendlichen Weiten des australichen Outbacks

    Tag 21 – Camperrückgabe

    Ohne Probleme gaben wir am letzten Tag unseres Roadtrips den Camper wieder bei der THL Station ab in Nähe des Flughafens Perth ab und wir können kaum glauben, mit welchen tollen Erinnerungen im Gepäck wir Western Australia nun wieder verlassen werden.

    Bye bye, Western Australia – Bis zum nächsten Mal!

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