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Australien – was für ein Wahnsinnsland! Spätestens seit meinem Auslandsstudium vor einigen Jahren in Adelaide ist es um mich geschehen. Australien ist ein unglaublich tolles Reiseziel und eines meiner absoluten Lieblingsländer. Umso mehr konnte ich meinen Roadtrip entlang der australischen Südwestküste kaum erwarten.

Du planst ebenfalls einen Roadtrip durch Südwestaustralien im australischen Bundesstaat Western Australia? Im folgenden Artikel habe ich dir meine komplette zweiwöchige Reiseroute, inklusive Routenbeispiel zum Nachfahren, gefahrener Kilometer, Reisetipps und Unterkünften aufgeführt.

Roadtrip durch Südwestaustralien – Die Eckdaten

  • Reisezeit: Der folgend beschriebene zweiwöchige Roadtrip durch Südwestaustralien fand im Januar statt, also im australischen Sommer.
  • Fortbewegungsmittel: Wir (das sind zwei Personen) sind mit einem Mietwagen gereist und haben jeweils in Hostels oder Hotels übernachtet.
  • Keine zu langen Tagesstrecken: Viel wert habe ich darauf gelegt, dass wir uns nicht hetzen und die jeweiligen Tagesstrecken nicht allzu lang sind. Die längste Tagesstrecke inklusive Stopps an Sehenswürdigkeiten waren ca. 4 Stunden Fahrtzeit (bis auf eine Ausnahme am Ende der Reise).
  • Spontane Buchung: Die Unterkünfte haben wir meist von Tag zu Tag, jedenfalls nie weit im Voraus gebucht. Das hat zur Hauptreisezeit im Januar sehr gut funktioniert. Gebucht wurden Hostels und Hotels im mittleren Preissegment (max. 70 AUD/Doppelzimmer).

Zwei Wochen Roadtrip durch Südwestaustralien – Die Route

Zwei Wochen lang ging mein Roadtrip durch den Südwesten Australiens. Auf dem Reiseprogramm standen u.a. die Weinregion Margaret River, Penguin Island, Cape Naturaliste und die wunderschönen Strände rund um Esperance. Meine komplette Reiseroute habe ich dir auf der folgenden interaktiven Karte zusammengefasst. Weiter unten findest du dann die individuellen Tagestouren inklusive gefahrener Kilometer, Unterkünften und Reisetipps.

    Tag 1-2 – Entspanntes Ankommen in Perth

    Südwestaustralien (Region südlich von Perth) haben noch nicht ganz so viele Touristen auf dem Schirm, wie das Gebiet nördlich von Perth. Und das obwohl hier mindestens genauso viele wunderschöne Naturhighlights auf dich warten wie auf der Strecke von Perth nach Exmouth oder Broome. Ganz gleich in welche Richtung du nun aber aufbrichst, so wird dein Ausgangspunkt an der australischen Westküste sehr wahrscheinlich Perth sein.

    Die wunderschöne Stadt am Swan River hat mir unglaublich gut gefallen. Perth ist eine tolle Stadt, um erst einmal in Australien anzukommen und dich vom australischen Lifestyle begrüßen zu lassen (hier geht es zu meinem ausführlichen Blogartikel über Perth: „Perth – Reisetipps, Highlights & Unterkunftsmöglichkeiten“). Fast eine Woche habe ich in Perth verbracht, bevor es schließlich mit dem Mietwagen auf zweiwöchige Erkundungstour durch den Südwesten Australiens ging. Da aber vielleicht nicht jeder Reisende so viel Zeit für Perth im Gepäck hat, habe ich für deinen Roadtripguide einmal 2 Tage aufgeschrieben, die du dir für Perth auf jeden Fall nehmen solltest.

    • Tipp: Benötigst du ebenfalls noch einen Mietwagen für deinen Südwestaustralien-Roadtrip? Hier geht es zum Mietwagen-Preisvergleich für Perth*, bei dem ich meinen Mietwagen günstig gebucht habe.

    Perth ist eine tolle Stadt, um erst einmal in Ruhe in Australien anzukommen

    Tag 3 Roadtrip Südwestaustralien – Perth nach Fremantle

    Endlich geht er los, der Roadtrip durch den Südwesten Australiens! Die erste Fahrtstrecke ist aber tatsächlich recht überschaubar, denn von Perth aus geht es zunächst in das nur knapp 20km entfernte Städtchen Fremantle. Fremantle, oder auch „Freo“ genannt, ist toll. Eine entspannte Stadt mit vielen klasse Restaurants, Shops und Cafés.

    In Fremantle kann ich dir empfehlen, das Fremantle Prison zu besuchen. Das Gefängnis von Fremantle ist eine der bedeutendsten historischen Attraktionen Westaustraliens. 2010 wurde es als erstes Gebäude in Westaustralien sogar als World Heritage Site gelistet.

    Auf geführten Touren kannst du das Gefängnis, das knapp 140 Jahre als solches genutzt wurde und noch bis 1991 in Betrieb war, erkunden. Mit Todestrakt, Einzelzellen und Galgen ist es ein Denkmal für ein Bestrafungssystem, das unangenehm neu ist.

    • Tipp: Eine gute Übersicht über die geführten Touren durch das Fremantle Prison findest du hier. Ich selbst habe an der „Behind Bars Tour“ teilgenommen, auf der ein Einblick in den Alltag der Gefangenen inklusive Blick in die Gefängniszellen gewährt wird (sehr empfehlenswert!).

    Besonders cool und skurril zugleich: Im Gefängnis kannst du sogar übernachten, denn einer der Gefängnistrakte wurde vor wenigen Jahren in ein Hostel umgebaut. Wenn du möchtest, kannst du also in einer echten, ehemaligen Gefängniszelle schlafen. Das habe ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen, denn ich liebe ungewöhnliche Unterkünfte. Das Fremantle Prison YHA* ist ein nettes Hostel mit sauberen Anlagen, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

    • Zusatztipp: Hast du keine Lust auf das Gefängnishostel, kann ich dir noch das super nette Celina’s Oceanview Apartment* als Unterkunft empfehlen. Hier habe ich später noch einmal in Fremantle übernachtet und mich dort total wohl gefühlt.

    Gefahrene Strecke: 23km, 0:30h
    Unterkunft: Fremantle Prison YHA*, Fremantle

    Tag 4 Route Südwestaustralien – Penguin Island, Busselton Jetty

    Erstes Ausflugsziel an diesem Tag unseres Roadtrips durch Südwestaustralien ist Penguin Island. Die kleine Insel, die von Fremantle aus in knapp 40 Minuten zu erreichen ist, hat eine vielfältige Tierwelt und eine wunderschöne Meeres- und Küstenlandschaft zu bieten. Penguin Island beheimatet mit 1200 Pinguinen die größte Pinguinkolonie an der Westküste Australiens.

    Tatsächlich wirst du frei lebende Pinguine während deines Besuchs aber wahrscheinlich gar nicht zu Gesicht bekommen, da diese sich tagsüber auf der Jagd im Wasser befinden. Ganz sicher wirst du aber im Penguin Discovery Center auf die hier lebenden 10 handaufgezogenen Pinguine treffen. Täglich finden mehrere Pinguinfütterungen statt, an denen du teilnehmen kannst.

    Empfehlen kann ich dir zusätzlich zur Überfahrt auf die kleine Insel, auch noch für wenige Euro Aufpreis an dieser 45-minütigen Bootstour* rund um die Insel teilzunehmen. Die Tour war total klasse, denn wir haben nicht nur richtig viel über die Tier- und Wasserwelt lernen können, sondern haben auf der Tour auch Seelöwen, Stachelrochen und Delfine gesehen.

    • Tipp: Auf Penguin Island gibt es keine Verpflegungsmöglichkeiten, sodass du dir unbedingt etwas zu essen und zu trinken mitbringen solltest (Wasser kannst du auf der Insel allerdings auch kostenfrei auffüllen).

    Am Nachmittag geht es schließlich weiter nach Busselton. Hier steht der, mit 1,8km weltlängste Anlegesteg auf dem Reiseprogramm. Schier unendlich scheint der Busselton Jetty aufs Meer hinauszuragen. Den Steg bin ich bis zur Spitze und wieder zurück spaziert, du kannst aber auch den „Jetty Train“ nehmen und dich ganz gemütlich über den Steg kutschieren lassen.

    • Zusatztipp: Versuche deinen Aufenthalt am Busselton Jetty (wenn möglich) auf den späten Nachmittag/frühen Abend zu legen, denn der Sonnenuntergang hier ist wirklich grandios!

    Lecker gegessen haben wir in Busselton dann noch im Restaurant „Coco’s Thai“ (55 Queen St, Busselton WA 6280), bevor es in die heutige Unterkunft Ithaca 1896 Manor* ging.

    Gefahrene Strecke: 222km, 2:40h
    Unterkunft: Ithaca 1896 Manor*, Busselton

    Was für ein schöner Sonnenuntergang am Busselton Jetty

    Tag 5 Roadtrip Südwestaustralien – Cape Naturaliste Lighthouse, Sugarloaf Rock, Canal Rocks

    An diesem Tag des Roadtrips durch den Südwesten Australiens stehen wunderschöne Küstenlandschaften im Leeuwin-Naturaliste National Park auf dem Programm. Von Busselton ging es zunächst in Richtung Cape Naturaliste mit einem ersten Zwischenstopp an der hübschen Bunker Bay.

    Angekommen am Cape Naturaliste Lighthouse entschieden wir uns für den 2km langen Lighthouse Loop. Ein einfach zu gehender Loop Trail, der einmal um den Leuchtturm herum führt. Ausgeschert sind wir zwischendurch dann noch auf den Whale Lookout Trail. Von einem Aussichtspunkt am Ende des Trails kannst du in der Walsaison (September bis November) nach Walen Ausschau halten.

    Im Anschluss folgte ein toller Küstenabschnitt dem nächsten. Wir machten einen Abstecher zum Sugerloaf Rock (unbedingt auf die Abzweigung „Sugerloaf Road“ achten, denn dieser Spot ist nicht wirklich ausgeschildert) – ein riesiger Felsen im Meer, der eine tolle Kulisse abgibt.

    Sugerloaf Rock – Nur ein Highlight im Leeuwin-Naturaliste Nationalpark

    Der Weg Richtung Margaret River führt uns weiter zu den Canal Rocks, eine Felsformation, die in den Indischen Ozean hinausragt. Hier verbringen wir eine ganze Weile, klettern über die Felsen und beobachten das Wasser, wie es sich seinen Weg durch kleine Kanäle zwischen den Felsen bahnt.

    Am späten Nachmittag erreichen wir die Weinregion Margaret River. Auf dem Weg zu unserer heutigen Unterkunft, dem Surfpoint Resort*, passieren wir bereits zahlreiche hübsche Weingüter und freuen uns auf die nächsten beiden Tage in dieser Gegend.

    Das Surfpoint Resort liegt etwas außerhalb des Ortskerns von Margaret River, ganz in der Nähe des Surfers Point, an dem auch an diesem Tag unzählige Kitesurfer auf das Meer hinaus brettern. Die Unterkunft ist richtig nett gelegen und das Doppelzimmer mit Kingsize Bett hübsch eingerichtet. Hier fühlen wir uns auf Anhieb wohl.


    Gefahrene Strecke: 105km, 1:40h
    Unterkunft: Surfpoint Resort*, Margaret River

    Tag 6 Route Südwestaustralien – Lake Cave, Leeuwin Estate, Margaret River

    Den Tag lassen wir ganz gemütlich in unserer netten Unterkunft bei einem entspannten Frühstück (eine Küche für die Gäste ist vorhanden) starten, ehe wir zu unserem heutigen Ausflugsziel aufbrechen.

    Auf dem Reiseprogramm steht die Lake Cave, eine von mehreren beeindruckenden Höhlen (u.a. gibt es noch die Mammoth Cave oder die Giant Cave), die du dir in der Nähe von Margaret River anschauen kannst. Wir entscheiden uns für diese geführte Tour* und steigen bis in die Höhle, die sich 62 Meter unter der Erde befindet, hinab. Wow, das ist wirklich richtig beeindruckend und kann ich dir absolut für deine Reise empfehlen!

    Die Lake Cave nahe Margaret River – Eine Höhlenführung 62m unter der Erde ist sehr beeindruckend

    Danach fahren wir ein Stück weit durch den Boranup Forest. Auf der, sich durch den Wald schlängelnden Straße lassen sich tolle Fotoaufnahmen schießen. Wenn du möchtest, kannst du auch aussteigen und ein wenig durch den Wald spazieren.

    Boranup Forest

    Im Anschluss fahren wir zum Leeuwin Estate (Stevens Rd, Margaret River WA 6285). Das Weingut liegt toll mitten in der Natur und auf der Terrasse essen wir himmlisch gut zu Mittag. In der Weinregion Margaret River solltest du dir unbedingt ein Weingut anschauen. In fast jedem von ihnen kannst du an Wine Tastings oder geführten Touren* teilnehmen und dabei mehr über die Region und den hier angebauten Wein erfahren.

    Gefahrene Strecke: 80km, 1:15h
    Unterkunft: Surfpoint Resort*, Margaret River

    Tag 7 Route Südwestaustralien – Hamelin Bay, Cape Leeuwin, Gloucester Tree

    Wir starten früh in den Tag, denn wir möchten einiges an Strecke zurücklegen. Unser Tagesendziel wird Nornalup in der Nähe von Denmark sein.

    Erster Stopp dieses Tages unseres Roadtrips durch Südwestaustralien ist die hübsche Hamelin Bay. Die Bucht ist für die hier lebenden Stachelrochen bekannt. Leider benehmen sich einige Touristen hier mal wieder semioptimal und füttern die Sting Rays. Doch die Stachelrochen in der Bucht sind nach wie vor wilde Tiere, von denen einige einen giftigen Stachel tragen, den sie in einer Bedrohungslage auch einsetzen. Wie immer gilt natürlich auch hier, etwas Abstand zu halten.

    In Hamelin Bay kannst du einen kleinen Walk unternehmen (20 Minuten insgesamt), der dir ein paar nette Ausblicke auf das Meer und die Bucht bietet.

    Weiter geht es über den kleinen Ort Augusta zum Cape Leeuwin, dem südwestlichsten Punkt Australiens. Hier treffen der Indische Ozean und der Südliche Ozean (Südpolarmeer) aufeinander. Möchtest du dir das nicht entgehen lassen, benötigst du ein Ticket für den Besuch des Cape Leeuwin Lighthouse (3,50 AUD).

    Das Areal um den Leuchtturm ist noch recht neu und richtig toll angelegt. Hier kannst du mehr über die Leuchtturmwächter erfahren und wenn du möchtest, kannst du auch den Leuchtturm während einer Leuchttumtour* selbst erklimmen (gegen Aufpreis).

    Am Cape Leeuwin Lighthouse (südwestlichster Punkt Australiens) treffen Indischer Ozean und Südlicher Ozean aufeinander

    Auf dem Rückweg stoppen wir kurz in Augusta und kaufen Leckereien in der Augusta Bakery & Café (121 Blackwood Ave, Augusta WA 6290). Gestärkt geht es weiter in den knapp anderthalb Stunden Fahrtzeit entfernten Gloucester Nationalpark. Ein kurzer Stopp an den Beedelup Falls, über die eine kleine Hängeseilbrücke gespannt ist, entpuppte sich leider als nicht ganz so beeindruckend. Der Wasserfall hatte kaum Wasser und der Rundweg war aufgrund von Bauarbeiten leider gesperrt.

    Weiter ging es über den Karri Forest Explorer zum Gloucester Tree. An dem Baum sind seitlich im Baumstamm kleine „Stufen“ befestigt, sodass du am Baum entlang bis zu einer kleinen Aussichtsplattform an der Spitze klettern kannst. Aber Vorsicht, hier bist du nicht gesichert (so wirklich gar nicht)!

    Ursprünglich wurden diese Baum-Lookouts dafür verwendet, um von dort die Gegend nach Buschbränden abzusuchen. Gleich mehrere solcher Bäume findest du in der Umgebung (u.a. gibt es noch den Dave Evans Bicentennial Tree und den Diamond Tree, letzterer ist allerdings inzwischen für Besucher gesperrt).

    Am Nachmittag geht es weiter zu unserer heutigen Unterkunft, den Nornalup Riverside Chalets*. Hier schlafen wir in einer kleinen Hütte mit Blick auf den Frankland River. Tagsüber kannst du Kanus ausleihen und direkt von der Unterkunft aus aufs Wasser starten!

    Gefahrene Strecke: 350km, 4:40h
    Unterkunft: Nornalup Riverside Chalets*, Nornalup

    Tag 8 Roadtrip Südwestaustralien – Valley of the Giants, Greens Pool, Elephant Rocks

    Erstes Ausflugsziel des Tages ist das Valley of the Giants, in dem sich der super coole Tree Top Walk befindet. Dabei handelt es sich um eine Brückenkonstruktion, auf welcher du auf Höhe der Baumkronen durch den Wald spazieren kannst! Das ist richtig beeindruckend und macht noch dazu mächtig Spaß!

    Auf einmal ist man ganz klein – auf dem Treetop Walk im Valley of the Giants

    Nach einem Zwischenstopp in dem kleinen Ort Denmark und einem kleinen Lunch in der leckeren Denmark Bakery (Shop 9,Fig Tree Square, 27 Strickland Street, Denmark WA 6333) brechen wir zu den nächsten Highlights auf: Greens Pool und Elephant Rock. Bei ersterem handelt es sich um einen hübschen Strandabschnitt und bei letzterem um eine ulkige Felsformation im Wasser, die mal wieder ein tolles Panorama abgibt. Hier lassen wir uns richtig viel Zeit und genießen den Nachmittag am Meer.

    Am frühen Abend treffen wir in Albany ein, wo wir lecker italienisch bei Little Italy Restaurant & Pizzeria (220 York St, Albany WA 6330) zu Abend essen.

    Gefahrene Strecke: 155km, 2:05h
    Unterkunft: Six Degrees Boutique Hotel*, Albany

    Tag 9 Route Roadtrip Südwestaustralien – Albany, The Gap, Cable Beach

    In Albany übernachten wir gleich zwei Nächte. Mit über 30.000 Einwohnern ist Albany seit einigen Tagen mal wieder „eine richtige Stadt“ mit vielen Geschäften, Cafés und Restaurants. Hier besuchen wir das National Anzac Centre, zwei richtig coole Aussichtspunkte (Apex Lookout und Lookout beim Anzac Centre) und die beeindruckende BrückeninstallationThe Gap sowie die „Natural Bridge“ im Torndirrup National Park. The Gap, eine Brückenkonstruktion, die teils über die Meeresschlucht zwischen zwei Felsen verläuft, empfinde ich als ehrfurchteinflößend – Wahnsinn, wie die gewaltigen Wassermassen hier auf den Felsen prallen.

    Highlight in Albany für mich ist allerdings der wunderschöne Cable Beach. Diesen findest du auf dem Weg zu The Gap ebenfalls im Torndirrup Nationalpark. Der Strandabschnitt ist wunderschön anzuschauen und hier haben wir eine ganze Weile verbracht und den Wellen zugeschaut, wie sie am Strand aufschlagen.

    Gefahrene Strecke: 42km, 0:46h
    Unterkunft: Six Degrees Boutique Hotel*, Albany

    Keine Menschenseele zu sehen am wunderschönen Cable Beach bei Albany

    Tag 10 Südwestaustralien Route – Castle Rock (Mount Barker), Hopetoun

    Knapp 30 Minuten nördlich von Albany, findest du den Castle Rock. Hier solltest du unbedingt den Trail bis zur künstlich angelegten Aussichtsplattform auf dem Berggipfel wandern. Einmal mehr fasziniert es mich, was die Australier da mitten in der Natur mit dem Granite Skywalk für eine coole Touristenkonstruktionen gebaut haben.

    Die Wanderung geht recht steil bergauf, sodass du unbedingt festes Schuhwerk und genug zu Trinken einpacken solltest. Oben angekommen hast du dann einen richtig klasse Ausblick auf die Umgebung und kannst in der Ferne sogar das Meer sehen.

    Auch wenn der Trail insgesamt nur knapp 4km lang ist, dauert die Wanderung aufgrund der hohen Steigung knapp 1 Stunde pro Strecke und kann in der Hitze auch schon mal anstrengend sein. Nimm dir also genug Zeit für dieses Highlight, die Aussicht von oben entlohnt jedwede Anstrengung.

    Am frühen Nachmittag geht es auf unserem Roadtrip durch Australiens Südwesten noch knapp drei Stunden weiter Richtung Osten, wo wir im kleinen Örtchen Hopetoun in der netten Unterkunft Hopetoun Motel and Chalet Village* übernachten.

    Gefahrene Strecke: 350km, 3:50h
    Unterkunft: Hopetoun Motel and Chalet Village*, Hopetoun

    Tag 11 Route Südwestaustralien – Great Ocean Drive, Esperance

    Nach der Fahrt in das knapp zwei Stunden entfernte Esperance begeben wir uns gegen Mittag auf den wunderschönen Great Ocean Drive, ein 40km langer Rundweg, der direkt an der Küste verläuft. WOW! Was sind da für paradiesische Strände und tolle Ausblicke auf die Küste dabei! Definitiv ein großes Highlight auf unserem Roadtrip durch Südwestaustralien. Für den Rundweg kannst du dir locker einen halben Tag einplanen, denn es gibt richtig viele Stopps entlang des Weges, an denen du jeweils grandiose Ausblicke auf das türkisblaue Wasser genießen kannst (möchtest du hier baden gehen, plane lieber etwas mehr Zeit ein).

    Ebenfalls entlang des Great Ocean Drives befindet sich der „Pink Lake“, der zwar inzwischen keine pinke Farbe mehr hat, aber trotzdem noch hübsch anzuschauen ist.

    In Esperance bleiben wir für drei Übernachtungen und kehren abends in unserer Unterkunft, dem Bayview Motel* ein. Das Motel ist einfach, aber absolut in Ordnung mit großen Zimmern und einer guten Ausgangslage für Ausflugsziele ins Ortszentrum und in der Umgebung.

    Gefahrene Strecke: 220km, 2:40h
    Unterkunft: Bayview Motel*, Esperance

    Ein Strand schöner als der andere auf dem Great Ocean Drive

    Tag 12 Südwestaustralien Roadtrip – Cape Le Grand Nationalpark, Lucky Bay

    Auf das heutige Ausflugsziel hatte ich mich bereits ewig und schon lange vor Start des Südwestaustralienroadtrips gefreut. Es geht in den Cape Le Grand Nationalpark mit seiner Haupt“attraktion“, der Lucky Bay. Der Strand wurde nicht umsonst bereits zum schönsten Strand Australiens gekürt. Der Strandabschnitt erstrahlt nicht nur in den schönsten Farben, sondern wenn du Glück hast, kannst du sogar auf Kängurus am Strand treffen.

    Hatte ich bei meiner Reise an die Ostküste Australiens noch ziemlich früh aufstehen müssen, um die Kängurus am Strand im Cape Hillsborough Nationalpark zu treffen, so tummeln sich die Kängurus auch tagsüber an der Lucky Bay.

    Doch die Lucky Bay ist nicht das einzige Highlight im Cape Le Grand Nationalpark, hier findest du einen tollen Traumstrand nach dem anderen. Das ist auch die perfekte Zeit, um einmal entspannt in einer dieser Paradiesbuchten ins Meer zu springen.

    Bist du mit einem Allradfahrzeug unterwegs, kannst du viele Strände (u.a. auch die Lucky Bay) ganz einfach mit deinem Auto befahren und stehst somit quasi in erster Reihe zum Strand.

    Gefahrene Strecke: 130km, 2:10h
    Unterkunft: Bayview Motel*, Esperance

    Ein Moment, den man so schnell nicht vergisst – Kängurus an der Lucky Bay

    Tag 13 Südwestaustralien Route – Lucky Bay, Great Ocean Drive

    Heute stand eigentlich die Wanderung auf den Frenchman Peak auf dem Programm, ein 3km langer recht anspruchsvoller Walk auf den Gipfel des Berges. Da das Thermometer allerdings an diesem Tag 40 Grad anzeigt, entscheiden wir uns spontan gegen die anspruchsvolle Wanderung, auf der man kaum sonnengeschützt unterwegs ist.

    Stattdessen entspannen wir den Tag noch einmal an der Lucky Bay und fahren danach zum zweiten Mal den Great Ocean Drive entlang.

    Bist du auf der Suche nach Traumstränden, bist du in Esperance definitiv an der richtigen Adresse

    Gefahrene Strecke: 120km, 1:50h
    Unterkunft: Bayview Motel*, Esperance

    Tag 14 Roadtrip Südwestaustralien – Wave Rock

    Schweren Herzens verlassen wir die schöne Gegend rund um Esperance und brechen bereits früh morgens Richtung Wave Rock auf. Heute steht tatsächlich einmal viel Fahrtstrecke auf dem Programm, denn nach dem Besuch des Wave Rock soll es wieder nach Perth gehen (7-8 Stunden Fahrtzeit entfernt).

    Beim Wave Rock handelt es sich um eine interessante Felsformation, die wie eine Welle geformt ist und sich im kleinen Ort Hyden befindet. Wir entscheiden uns gegen eine Übernachtung in diesem Ort, da es abgesehen vom Wave Rock in der Gegend ansonsten nicht wirklich viel zu sehen gibt.

    Am Wave Rock merken wir das erste Mal, was es bedeutet, im australischen Outback zu sein. Weit und breit niemand zu sehen, aber stattdessen tausende Fliegen, die um deinen Kopf schwirren. Das ist echt nicht wirklich spaßig und wir sind einfach nur froh, dass wir uns die (zwar ziemlich dämlich dreinschauenden, aber so nützlichen) Fliegennetze gekauft hatten, die wir über unsere Hüte und das Gesicht ziehen.

    Nach dem Besuch des Wave Rock und einem kurzen Caféstopp in Hyden geht die Fahrt weiter. Tatsächlich ist dies der einzige Tag des gesamten zweiwöchigen Roadtrips durch Südwestaustralien, an dem wir mit über 700km eine recht lange Fahrtstrecke zurücklegen, bevor wir am frühen Abend dann schlussendlich wieder in Perth eintreffen.

    Kaum zu glauben, aber unser zweiwöchiger Roadtrip durch den Südwesten Australiens ist damit auch schon wieder vorbei. Mit wunderschönen Erinnerungen im Gepäck schlafen wir an diesem Abend ganz beseelt in unserer coolen Unterkunft, dem Ibis Styles East Perth* ein.

    Gefahrene Strecke: 720km, 7:45h
    Unterkunft: Ibis Styles East Perth*, Perth

    Wave Rock im australischen Outback

    Reisetipps für deinen Roadtrip durch Südwestaustralien

    Bevor es für dich auf den Roadtrip durch Südwestaustralien geht, habe ich dir im folgenden noch einige nützliche Tipps für deine Reise zusammengefasst.

    • Park Pass: Für die meisten Nationalparks an der Westküste Australiens musst du Eintritt bezahlen. Recht schnell lohnt sich hier der Holiday Park Pass, den du für bestimmte Zeitspannen erwerben und damit fast alle Nationalparks besuchen kannst.
    • Öffnungszeiten: Geschäfte, Cafés und Restaurants haben in Südwestaustralien meist nur innerhalb einer bestimmten (teils kurzen) Zeitspanne geöffnet. Viele Cafés schließen auch schon einmal gegen 15.00 Uhr. Schau dir am besten vorher immer die Öffnungszeiten im Internet genau an, wenn du noch etwas besorgen musst.
    • SIM-Karte: Obwohl es in den Ortschaften meist in Cafés oder Hotels Internet gibt, kann ich dir den Kauf einer australischen Prepaid SIM-Karte empfehlen. Telstra hat Tages- und Monatspläne und das beste Netz an der Westküste Australiens. Außerdem kannst du damit kostenfrei in Deutschland anrufen. Die SIM-Karte kannst du dir z.B. in Perth im Telstra Shop kaufen und direkt freischalten lassen. Möchtest du dir lieber bereits aus Deutschland eine australische SIM-Karte bestellen, dann kannst du das ganz einfach vorab zu deiner Reise bei Simlystore* tun.
    • Wetter: Das Wetter an der Südwestküste Australiens kann auch schon mal ein bisschen ungemütlich werden (insbesondere am Indischen Ozean). Wir hatten auch einige Tage, an denen es (allerdings nur zeitweise) geregnet hat. Packe deinen Koffer also am besten entsprechend.
    • Keine Abend-Fahrten! Wir haben immer zugesehen, nicht mehr in der Dämmerung unterwegs zu sein. Zu dieser Tageszeit sind Kängurus recht aktiv und hoppeln leider auch schon mal auf die Straße. Da ein Känguru auf dem Kühlergrill leider wirklich gar kein Spaß ist, kehre am besten schon vorher an deinem Tagesendziel ein.
    • Navigation: Sehr gut sind wir durch Western Australia mit den Offlinekarten von Google Maps gefahren. Die entsprechenden Ausschnitte auf der Karte kannst du dir einfach in deiner Google Maps App herunterladen und dich so zu den einzelnen Tageszielen navigieren. Das hat wirklich hervorragend funktioniert, sodass du dir die zusätzliche Anmietung eines Navigationsgeräts bei deiner Mietwagenfirma sparen kannst.
    • Reiseguide: Lade dir doch am besten auch gleich eine mobile Offlinekopie meines Reiseguides auf deinen Handy-Bildschirm, sodass du während der Fahrt in Ruhe nachlesen kannst, welche Highlights am jeweiligen Tag auf dem Programm stehen.

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