Zuletzt aktualisiert am 13.05.2018

Im Sommer kann es in New York City richtig heiß werden. Kein Wunder, wenn man sich mal vor Augen führt, dass die Stadt auf demselben Breitengrad wie das italienische Neapel liegt. Anders als das am Golf von Neapel gelegene schöne italienische Städtchen staut sich die Hitze in Manhattan allerdings durch die vielen Wolkenkratzer regelrecht auf. Zwar gibt es dank zahlreicher Rooftop Bars, vielen Grünflächen und der Wasserfront rund um Manhattan auch hier eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich die Zeit im Sommer hervorragend zu vertreiben. Allerdings zieht es viele New Yorker an Sommerwochenenden auch schon mal gerne an kühlere Orte. Und was bietet sich da besser an als die zwischen 130 und 230 km östlich von New York City liegende Landzunge – die Hamptons – die noch dazu direkt am Atlantik gelegen ist?

Von der Stadt ans Meer 

Viele kleine Hafenstädte und Küstenorte reihen sich hier aneinander. Dazu Sonne, ein kühles Getränk und den Liebsten/die Liebste oder gute Freunde eingepackt. Was braucht man mehr? Eines ist auf jeden Fall sicher: New Yorkers just looove their Hamptons. Nach einem Wochenendtrip dorthin kann ich gut verstehen, warum.

Die Hamptons erreicht man von NYC aus ziemlich einfach und man muss sagen, für Amerikaverhältnisse auch recht schnell mit dem Auto (ca. 2,5 Stunden), dem Zug oder Bus (ca. 3 Stunden). Auch wenn es vor Ort eine relativ gute Bus- und Bahnanbindung gibt, ist die Anreise mit dem Auto empfehlenswert, wenn man die Gegend etwas erkunden möchte. Wer mit Bus oder Bahn anreist, kommt vor Ort allerdings auch mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln recht gut voran. Flexibler ist man allerdings auf jeden Fall mit dem Auto, da die Busse teilweise nur bis in den späten Nachmittag hinein fahren und auch nicht alle Hamptons-Abschnitte miteinander verbinden.

Unter den Schönen und Reichen

Seit vielen Jahren gelten die Hamptons als Anziehungsort der Schönen und Reichen, die hier in ihren Millionenvillen über den Sommer hinweg residieren. Fans der Serie “Revenge” werden eine ungefähre Vorstellung davon haben, wie nobel es dort zugeht und ich muss sagen, so weit entfernt sind Serie und Realität gar nicht voneinander. Aber auch in der Wirklichkeit ist es nicht unwahrscheinlich, dass man während eines Hamptons-Urlaubes schon mal Alec Baldwin, Robert DeNiro, Ralph Lauren, Donna Karan, Jennifer Lopez oder Taylor Swift (um nur mal einige zu nennen) über den Weg läuft. Die besten Chancen hat man dabei wohl in Southhamtpon, dem elegantesten und mit ca. 56.000 Einwohnern auch dem größten Ort der Hamptons. Generell ist ein Sommerhaus in den Hamptons zum Statussymbol von New Yorker Bankern, Unternehmern, Anwälten etc. geworden. Wer sich keine Millionenvilla kaufen kann oder (in diesem Preissegment wohl eher) will, kann sich das direkt am Wasser gelegene Sommerhaus aber auch einfach anmieten und zahlt dabei in Orten wie East oder South Hampton gerne mal an die $ 600,000 für eine Saison. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Jede Menge Freizeitspaß

Doch auch ohne Millionenvilla kann man es hier sehr gut aushalten. Abgesehen von den vielen Möglichkeiten am Strand zu relaxen oder ins kühle Wasser zu springen, kann man sich die Zeit auch mit Surfstunden, Golf oder Fahrradfahren vertreiben. Max Frisch-Liebhaber werden es sich außerdem wohl nicht nehmen lassen, den Weg bis in das, an der Inselspitze gelegene Montauk zurückzulegen, wo Frischs gleichnamige Liebesgeschichte aus dem Jahr 1975 spielt.

Im schicken Ort East Hampton schafft man es zudem äußerst leicht, den ein oder anderen Dollar loszuwerden, denn hier reiht sich ein schicker Laden an den nächsten. Und wer keine Lust auf Geld ausgeben hat, der spaziert einfach durch den Ort und schaut sich die hübschen Villen an, die hier stehen und bestaunt werden wollen.

Empfehlenswert?

Ein Wochenende in den Hamptons ist tatsächlich eine schöne Gelegenheit mal für ein paar Tage aus dem Großstadtdschungel herauszukommen. Mit ein bisschen Vorlaufzeit ist es dabei aufgrund diverser Plattformen wie Airbnb auch möglich, eine nette und bezahlbare Unterkunft zu finden. Da die Hamptons gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden sind, lohnt sich – je nachdem wo man hin möchte – auch schon mal ein Tagestrip. Wer allerdings lediglich ein bisschen Strandluft schnuppern möchte, dem empfehle ich eher die Reise zu den Stränden südlich von Brooklyn und Queens. Beispielsweise sind der Brighton oder der Rockaway Beach schon innerhalb nur einer Stunde Fahrtzeit zu erreichen.

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