Ein Tag an der Nordsee

Die Nordsee – damit verbinde ich vor allem eines: wunderschöne Kindheitserinnerungen an Drachensteigen am Deich, Wattwanderungen und jeder Menge Freizeit an der frischen Luft! Da mein letzter Besuch an der Nordseeküste schon viele Jahre zurück liegt, habe ich mich auf meinen jetzigen Trip in den hohen Norden ganz besonders gefreut. Es blieb zwar leider nur bei einem Tagesausflug, erlebt habe ich aber trotzdem viel. Was genau, das erzähle ich euch heute.

1. Stop: Büsum

Die kleine Hafenstadt Büsum im Kreis Dithmarschen gehört zu einem der Besucherstärksten Orte an der Nordsee. „Büsum“ kommt vielleicht einigen von euch bekannt vor, da sich die „Büsumer Krabben“ auch überregional einen Namen gemacht haben. Ein Spaziergang durch den Fischerort ist idyllisch. Im Winter, Frühling und Herbst scheinen die Uhren hier noch etwas langsamer zu ticken. Genau richtig, für einen entspannten Tag am Wasser. Allein in den Sommermonaten nimmt die Stadt ein wenig an Tempo auf. Dann reihen sich an die 3000 Strandkörbe am Deich aneinander und man ist nicht schlecht damit beraten sich bereits vor der Anreise einen Spitzenplatz zu sichern.

Things to do:

Fischsuppe essen bei Kuhlmann’s mit Blick auf den Hafen

Fischspeisen gibt es in Büsum natürlich nicht zu wenig. Kein Wunder, denn jeden Morgen legen hier unzählige Fischer zum Fischfang ab. Wer Lust hat, kann sogar selbst einmal mit dem Fischkutter raus aufs Meer fahren und zur Fangfahrt aufbrechen.

Wem das zu aufwändig ist, dem seien die zahlreichen Möglichkeiten auf Fisch und Meeresfrüchte empfohlen. Allein in der Fußgängerzone findet man herrlich viele Imbisse mit nordischen Gerichten. Für den kleinen Hunger zwischendurch sollte man aber auf jeden Fall einmal die Fischsuppe bei Kuhlmann’s Hafenpick probieren. In nettem Ambiente kann man hier zu fairen Preisen leckere Fischspeisen und die beste Fischsuppe, die ich bisher gegessen habe essen. Ein absolutes Muss beim Büsum-Besuch.

Wattwanderung

Schon mal eine Wattwanderung mitgemacht? Nein? Dann wird es aber Zeit. Der Nationalpark “Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer” wurde sogar im Jahr 2009 zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt und eine geführte Wattwanderung ist nicht nur informativ, sondern macht auch richtig Spaß. Führungen werden dabei in Büsum von April bis Oktober angeboten und sind mit gerade mal 8 € pro Person für 2 Stunden durchaus preiswert.

Deichspaziergang

Der kilometerlange Büsumer Deich wird am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet. Auf dem Weg trifft man nicht nur viele andere Urlauber, die es einem gleichtun, sondern manchmal auch die Mitglieder einer Schafherde, die gemütlich vor sich hinmampfen. Kann es eigentlich noch idyllischer werden? Ebenfalls zu empfehlen: Drachen steigen lassen. Zuvor sollte man sich allerdings bei der Touristeninformation über geeignete Strandabschnitte informieren.

2. Stop: Sankt Peter-Ording

Sankt Peter-Bad ist das Zentrum des Nordseeheilbads Sankt Peter-Ording und lädt mit einigen Geschäften, Cafés und der Erlebnispromenade zum Flanieren und Verweilen ein. Bekannt und beliebt ist Sankt-Peter-Ording unter anderem für seinen kilometerlangen und -breiten Sandstrand. Im Stadtteil Sankt Peter-Bad erreicht man den Strandbereich allerdings erst über die ca. 1km lange Seebrücke, von der aus man nicht nur eine unglaublich tolle Sicht auf den umliegenden Nationalpark hat, sondern zur richtigen Zeit auch auf tolle Sonnenuntergänge.

Ebenfalls bekannt für Sankt Peter-Ording: die Pfahlbauten am Strand, die nicht nur ein tolles Fotomotiv abgeben, sondern in denen sich teilweise auch Cafés und Restaurants befinden. Da bei meinem jetzigen Ausflug einen Tag zuvor erst eine dicke Schneeschicht gefallen war, war der gesamte Strandbereich mit Schnee bedeckt und einfach nur wunderschön anzusehen. Der strahlende Sonnenschein machte den Spaziergang bis zum Wasser zu einem perfekten Ausflug und bezaubernden Abschluss eines tollen Tages an der Nordsee. 

Things to do:

Wind- und Kitesurfen

Für das Wind- und Kitesurfen bietet Sankt Peter-Ording aufgrund der windigen Seeluft ganz besonders gute Voraussetzungen. Im Wassersportcenter am Strand werden Kurse und Materialien zum Ausleihen angeboten.

Kaffee trinken im “Deichkind”

Auf das Restaurant “Deichkind” bin ich mehr oder weniger durch Zufall bei der Suche nach einem gemütlichen Plätzchen für eine kurze Mittagspause gestoßen. Das Lokal hat dabei nichts mit der bekannten Band zu tun, sondern gehört zum Hotel “Strandgut Resort” in Sankt Peter-Bad und hat den Namen wohl eher der direkten Lage am Deich zu verdanken. In Lounge-Atmosphäre kann man hier aus modernen und teilweise auch etwas ausgefalleneren Speisen sowie einem großen Angebot an Kuchen auswählen. Ein echter Glücksgriff. 

Kitebuggyfahren

Schon mal was von Kitebuggy-Fahren gehört? Dabei lässt man sich von einem Lenkdrachen ziehen, wobei man selbst in einem dreirädrigen Fahrzeug sitzt und damit sodann über den Strand brettert. Für den allerersten Besuch vielleicht nicht ganz einfach, allerdings werden in Sankt Peter-Ording sogar extra Kurse in der Kitebuggyschule angeboten.

5 Comments
    1. Oh wie toll! Da hattest du ja Urlaubsfeeling wann immer du wolltest! 🙂 Wenn das mit dem Hinziehen nicht klappt, kannst du ja vielleicht mal wieder einen ausgiebigen Urlaub dort machen 🙂

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