Kolumne: Was ist eigentlich eine Traumreise?

Traumreise“ – bei diesem Wort schießen dir doch bestimmt gleich mehrere Bilder durch den Kopf. Lass mich raten: Auf den meisten von ihnen ist ein langer Sandstrand mit weißem Sand und türkisblauem Meer wie oben auf dem Foto zu sehen, nicht wahr?

Aber warum ist das eigentlich so?

Genau dieses Bild versucht uns die Tourismusbranche seit Jahren ins Gehirn zu brennen. Man braucht nur einmal das Wort „Traumreise“ bei der Google Bildsuche einzugeben und schon springen einem zahlreiche Fotos von einsamen Inseln, besagtem weißen Sandstrand und fast unwirklich aussehendem türkisblauen Wasser entgegen. Ganz klar, zu einem langen Sandstrand und blauem Meer würde auch ich nicht Nein sagen. Im Gegenteil!

Was habe ich schon für wunderschöne Strände gesehen! Und ich darf mich glücklich schätzen, an all den Orten, die ihr hier auf meinen Fotos sehen könnt, bereits gewesen sein zu dürfen.

Natürlich ist ein Urlaub am Meer oder auf einer einsamen Insel wunderschön – “traumhaft schön” könnte man fast meinen. Auspannen am Strand, einfach mal nichts tun – jeder von uns braucht eine solche Auszeit wahrscheinlich irgendwann einmal. Vielleicht ist es genau diese Sehnsucht nach dem “gekonnten Nichtstun”, die die Tourimusbranche versucht auszunutzen, wenn sie besagte Fotos von langen Sandstränden als Traumreise für uns betitelt und uns anlocken will, vergleichbare Urlaubsreisen zu buchen.

Doch insbesondere in den letzten Jahren habe ich so viele tolle Reisen erleben dürfen, die wenig mit Strandurlaub, geschweige denn “Nichtstun” zu tun hatten. Die Natur erkunden, unterschiedliche Landschaften sehen, Berge erklimmen und im Urwald übernachten. Aus dem Alltag ausbrechen und Abenteuer erleben! Warum werden diese Reisen nicht öfter als sogenannte “Traumreise” betitelt? Meine persönliche Vorstellung einer Traumreise würde heute nämlich auf jeden Fall in die Richtung eines solchen Abenteuerurlaubs gehen.

Wenn das Reisen dich weiterbringt

Wie es oft so schön heißt, erweitert Reisen den Horizont. Manchmal mehr, manchmal weniger. Auf einer Reise zu den Aborigine-Stämmen im australischen Outback wahrscheinlich mehr als beim Sonnenbaden auf den Balearen. Doch eines ist beim Reisen immer gleich: man hat die Möglichkeit sich weiterzubilden, andere Länder und Kulturen, Lebensarten und Sprachen kennenzulernen. Für mich ist es die schönste Art der Bildung. Nicht nur, weil man sich dadurch selbst ein wenig weiterentwickelt, sondern bei jeder Reise die Gelegenheit erhält, den eigenen Standpunkt in der Welt, den eigenen Wert darin zu erkennen und dadurch gewissermaßen auch immer wieder ein bisschen mehr über sich selbst erfährt. Wenn man dann ganz oben auf dem One World Trade Center steht, die Wolkenkratzer des Big Apples wie kleine Miniaturbauten zu seinen Füßen stehen sieht oder wenn man sich bei einem Ausflug in die australischen Blue Mountains in der Nähe von Sydney plötzlich inmitten der Natur befindet, die sich kilometerweit vor dem eigenen Auge bis zum Horizont erstreckt – in diesen Momenten wird das eigene Bild, das man von der Welt hat, gewissermaßen zurecht gerückt. Wieder ins richtige Verhältnis gesetzt. All die noch so groß erscheinenden Probleme des Alltags erscheinen im Verhältnis zu dieser gigantischen Aussicht plötzlich ganz klein. Nicht unbedeutend, aber zumindest in weite Ferne gerückt. Natürlich nicht für immer, aber zumindest für den Augenblick.

Es sind gerade Augenblicke wie diese, die eine Reise für mich wertvoll machen. Aus der man zehren kann, auch lange noch nachdem man wieder den Heimatboden unter den Füßen hat. Eine Reise aus der man Erinnerungen mitnimmt, die unvergesslich sind und aus denen man für die Zukunft etwas mitnehmen kann:

Insbesondere Erfahrungen, von denen man auch noch Jahre später träumen kann.

Wie sieht deine Traumreise aus?

Bist du ein Entdecker? Ein Slow Traveler oder gar der Meinung, dass ein Urlaub nur aus Relaxen am Strand bestehen sollte? Was verstehst du unter der ultimativen Traumreise?

Ist es Wanderurlaub in den Bergen? Das Gefühl, wenn du den Gipfel erklimmst und weit in die Ferne blickend durchatmen kannst? Der Roadtrip durch die Wüste Amerikas? Oder vielleicht der Besuch der alten Maya-Tempel in Mexiko? Vielleicht stellst du dir aber ja auch eine Städtereise nach New York als deine Traumreise vor oder dann doch lieber die Food-Tour durch Indien?

Darüber möchte ich unbedingt mehr erfahren! Welche deiner vergangenen Reisen würdest du als Traumreise bezeichnen und warum? Sind es einzelne Erlebnisse, Erinnerungen an mutige Taten oder gar das wochenlange Ausspannen um mal wieder „runterzukommen“?

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2 Comments
  1. Schöner Beitrag <3 Für mich besteht eine Traumreise auch schon lange nicht mehr aus weißen Stränden. Abenteuer sind viel besser und auch meine schönsten Erinnerungen an Reisen 🙂 Wobei dann ab und an so ein Tag mit Buch am Strand auch toll ist.

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