San Diego: America’s finest city

San Diego, die südlichste Stadt Kaliforniens – nur wenige Kilometer von der Grenze zu Mexiko gelegen – wird von ihren Einwohnern als „America’s finest city“ bezeichnet. Und was soll ich sagen? Recht haben sie. Die Menschen, das milde Klima, die wunderschönen Strände – hier kann man einfach mal die Seele baumeln lassen.

Die schönste Stadt der Westküste

Von den Städten im Westen der USA hat mir San Diego am besten gefallen, besser noch als San Francisco (das mein Herz noch nicht ganz erobert hat) und als Los Angeles und Las Vegas sowieso. Bei den letzten beiden Städten fand ich es zwar super interessant einmal dort gewesen zu sein und die vielen bekannten Sehenswürdigkeiten mit eigenen Augen gesehen zu haben, begeistert hat mich aber weder die „Hauptstadt des Glücksspiels“ noch L.A.! Aber dann gibt es eben auch noch eine Stadt wie San Diego, in der man ankommt und sich gleich pudelwohl fühlt, sich von der Lässigkeit der Menschen beeindrucken und deren guter Laune anstecken lässt. Einer Stadt, die mit zahlreichen traumhaft schönen Stränden und durchweg mildem Klima aufwartet. Aufgrund des guten Wetters und der milden Temperaturen ist San Diego übrigens ein Ganzjahresziel, da man die Regentage im Jahr beinahe an der Hand abzählen kann. Selbst im Winter sinkt das Thermometer selten unter 15°C. Kein Wunder also, dass man es in San Diego ganz gut aushalten kann. Vielleicht ist das gute Wetter in der schönen San Diego Bay auch ein Grund dafür, warum die Menschen dort das Leben nicht immer so ernst zu nehmen scheinen und insbesondere für Großstädter ein ziemlich lässiges Völkchen abgeben.

Ein Ort für Chiller, Surfer und Weltenbummler

Viel zu selten taucht San Diego meines Erachtens in Erzählungen auf. Klar, wer an Großstädte in den USA denkt, dem schießen natürlich New York und Los Angeles, San Francisco oder Miami viel eher ins Gedächtnis als die Grenzstadt San Diego. Aber wieso eigentlich? Denn mit seinen 1,3 Mio. Einwohnern ist San Diego sogar die zweitgrößte Stadt Kaliforniens. Vielleicht weil sie kaum den Eindruck einer Großstadt vermittelt. Das mag daran liegen, dass man abseits von San Diego Downtown, dem Geschäftsviertel der Stadt, so viele schöne Orte findet, an denen man ohne viel Trubel ein wenig ausspannen kann. Zu nennen sind da natürlich die kilometerlangen Sandstrände wie beispielweise Law Street Beach oder Mission Beach, die Bucht von La Jolla oder die Halbinsel Coronado, von der man nicht nur einen tollen Blick auf die Skyline San Diegos hat, sondern dessen Strand unweit des berühmten „Hotel del Coronado“ mit dem weißen Sand und den grünen Palmen man einfach lieben muss. Fast an jedem Strand kann man dabei den Surfern im Meer bei ihren Kunststücken zuschauen oder aber in einer der vielen Surf Schools selbst einmal sein Glück versuchen.

Stichwort „Hotel del Coronado“: dieses ist vielleicht einigen aus dem Film „Some like it hot“ mit Marilyn Monroe aus dem Jahr 1959 bekannt. Doch nicht nur als Filmkulisse eignet sich das Luxushotel im viktorianischen Baustil, das übrigens als „National Historic Landmark“ im Jahr 1977 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Neben der (wenn auch nicht ganz so günstigen) Übernachtung lohnt sich dort auch ein kleiner Spaziergang durch die öffentlichen Bereiche des anmutig wirkenden Gebäudes mit der weißen Holzfassade und dem roten Dach.

Überschaubar wirkt San Diego – eine Großstadt mit Kleinstadtflair möchte man fast behaupten, wobei die Nähe zu Mexiko sich auch im Stadtbild bemerkbar macht. Der spanische Einfluss ist insbesondere in Old Town, wo man zahlreiche mexikanische Restaurants und spanisch angehauchte Häuser findet, unverkennbar und auch auf der Straße hört man die Menschen immer mal wieder auf Spanisch miteinander reden. Neben der “Altstadt”, die heute eher touristisch ausgerichtet ist, hat San Diego an Sehenswürdigkeiten noch den weltberühmten San Diego Zoo, den dicht angrenzenden, wunderschön angelegten  Balboa Park und viele tolle Museen wie beispielsweise das San Diego Air and Space Museum, das US Midway Museum oder das Maritime Museum zu bieten. Vom Point Luma aus hat man außerdem einen grandiosen Ausblick über den Hafen und die Stadt.

Ein Sonnenuntergang der seinesgleichen sucht

Ein Highlight, das unbedingt auf eine San Diego To-Do-Liste gehört, ist außerdem, sich einen schönen Spot zu suchen und die Sonne beim untergehen zu beobachten. Auch wenn ich in Amerika bereits viele wunderschöne Sonnenuntergänge habe erleben können, wie beispielsweise während der Manhattan Henge in New York oder auch den unvergesslichen Sonnenuntergang am Grand Canyon, der die große Schlucht in ein ganz besonderes Licht getaucht hat, so muss ich doch sagen, dass keiner dieser Sonnenuntergänge denjenigen in San Diego das Wasser reichen kann. Wahnsinn, diese große Sonne, die grandiosen Farben, der Ausblick über die Stadt und das Meer vom Mount Soledad, den wir uns für das Spektakel ausgesucht hatten.

Ein bisschen magisch, ein bisschen zum Träumen und auf jeden Fall ein bisschen was fürs Fernweh wenn man wieder zu Hause ist.

Wer von euch war schon mal in San Diego? Hat es euch dort auch so gut gefallen wie mir?

Sonja

Born and raised in Germany hat es Sonja bereits mehrmals in die Ferne gezogen. Gelebt und gearbeitet hat sie dabei unter anderem schon im sonnigen Australien und zuletzt in der Weltmetropole New York. Neben dem Schreiben ist das Fotografieren eine ihrer größten Leidenschaften und wo ginge das schon besser als rund um den Globus? Du willst noch mehr erfahren? Hier geht’s lang!

6 Comments
  1. Hallo 🙂

    Wir waren im September letzten Jahres auch in San Diego. Die Stadt war wirklich wunder- wunderschön und ich lege sie jedem ans Herz!
    Wir verbrachten einen Abend davon an den Sunset Cliffs und haben die Surfer beobachten und den Sonnenuntergang genossen.
    Am Hafen haben wir sogar Delfine gesehen! 🙂
    Gewohnt haben wir in Old Town, wo wir wirklich sehr gut gegessen haben.
    Unser Aufenthalt war für unseren Geschmack zu kurz und deshalb wird uns diese Stadt sicher bald wieder sehen. Wir wollen mehr davon! 🙂
    Viele Grüße!
    Verena

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