Mietwagen USA: Infos & Tipps

Die USA sind ein Autofahrerland! Gut für dich, denn somit steht einem Roadtrip durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit dem eigenen Mietwagen nichts mehr im Wege. Die Nationalparks sind sehr gut erschlossen und wenn man erst einmal dort ist fast selbst erklärend. Solltest du doch einmal nicht weiter wissen, dann stehen dir bei Fragen nahezu überall Visitor Center mit hilfreichen Mitarbeitern zur Verfügung. Da ich selbst noch nicht mit dem Camper durch die USA gereist bin, beschränken sich folgende Infos auf die Mietwagenanmietung.

Wie finde ich den perfekten Mietwagen?

Den Mietwagen solltest du unbedingt von Deutschland aus buchen. Oft ist die Anmietung über ein Vergleichsportal dabei günstiger als bei der Mietwagenfirma selbst. Zum Vorreiter der Vergleichsportale in Sachen Mietwagen ist inzwischen billiger-mietwagen.de avanciert. Insbesondere, wenn es um die Anmietung im Ausland geht. Ich selbst kenne kaum ein besseres Vergleichsportal, da man mithilfe von zahlreichen Filtereinstellungen eigentlich alle Informationen bekommt, die man gesucht hat.

Welchen Führerschein brauche ich?

Grundsätzlich reicht für die Anmietung eines Mietwagens in den USA und für das Fahren auf den amerikanischen Straßen der deutsche Führerschein aus. Dies gilt zumindest dann, wenn dein Aufenthalt die Dauer von einem Jahr nicht überschreitet. Möchtest du auf Nummer sicher gehen, kannst du dir zusätzlich einen internationalen Führerschein ausstellen lassen. Dabei handelt es sich um ein Zusatzdokument zum nationalen Führerschein, der somit auf jeden Fall auch mitgeführt werden muss, da der internationale Führerschein nur in Kombination seine Gültigkeit entfacht.

Ausgestellt wird der internationale Führerschein von den örtlichen Führerscheinstellen, kostet ca. 15-20 € und besitzt Gültigkeit für die Dauer von drei Jahren.

Was sollte man bei der Anmietung in den USA beachten?

Gerade bei der Anmietung des Mietwagens in den USA sind einige Dinge zu beachten, damit der Preis der Reise nicht auf einmal um das zehnfache oder gar noch mehr ansteigt:

1) Keine Selbstbeteiligung

Während deines Roadtrips durch den Westen der USA durchquerst du Wüstengegenden, erklimmst steile Berge, fährst über matschigen Waldboden und auch mal über Sand. Dabei erklärt es sich eigentlich fast von selbst, dass ein Kratzer da schon mal durchaus den Weg in den Autolack finden kann. Damit ein solcher aber nicht dazu führt, dass man bei Abgabe des Wagens auf einmal hunderte von Dollar nachzahlen muss, solltest du bei der Suche nach dem richtigen Wagen immer den Button „ohne Selbstbeteiligung“ anklicken.

2) Die Haftpflichtversicherung

Schadensersatzforderungen in den USA sind eine andere Nummer als in Deutschland – um sicher zu gehen, dass der Urlaub nicht in einer Vollkatastrophe endet, würde ich immer eine zusätzliche Haftpflicht abschließen. Bei billiger-mietwagen.de kann man beispielsweise im Filter den Button „bis mindestens 1 Mio. Dollar“ auswählen. Eine solche erweiterte Haftplichtversicherung ist meines Erachtens auch sinnvoll, da sie nur wenige Euro mehr kostet und man damit auf jeden Fall auf der sicheren Seite ist.

3) Abgabe mit vollem Tank

Zu empfehlen ist, den Mietwagen mit vollem Tank von der Mietwagen-Firma zu erhalten und diesen auch wieder mit vollem Tank zurückzugeben, da man nur auf diese Weise die Benzinpreise selbst vergleichen kann und nicht eine viel zu hohe Pauschale der Mietwagen-Firma aufs Auge gedrückt bekommt. Achtung: immer bei Abholen des Mietwagens gleich überprüfen, ob der Tank auch wirklich voll ist. Genau das war bei meiner Reise nämlich nicht der Fall, weshalb das Auto seitens der Mietwagen-Firma sodann erst noch einmal richtig vollgetankt werden musste.

4) Einwegmiete

Ist es dir möglich, die Reise dort zu beginnen, wo sie auch wieder enden soll, besteht der Vorteil, dass seitens der Mietwagen-Firma keine Einwegmiete erhoben wird. Dadurch kann man teilweise richtig viel Geld sparen. Die Preise variieren zwar je nach Anbieter und Entfernung, können aber schon mal an die 500 zusätzliche $$ bedeuten.

5) Altersgrenze

Unter 25-Jährige haben es oft nicht so leicht, wenn es um die Auswahl des Mietwagens geht, da sich die Mietwagenfirmen absichern wollen und das Mindestalter für die Anmietung auf 25 Jahre festlegen. Gegen Aufpreis besteht allerdings fast überall die Möglichkeit der Anmietung für junge Fahre im Alter von 21-24 Jahren. Zwar unterscheiden sich die Angebote je nach Anbieter, leider zahlt man jedoch unter 25 Jahren meist deutlich mehr.

6) Nichts aufquatschen lassen

Fast immer wird bei der Mietwagen-Abholung seitens der Mietwagen-Firma versucht, weitere Versicherungen anzudrehen oder eine höhere Kategorie anzubieten, die dann auch (meist) mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Eine kleine Anekdote: bei meiner letzten USA-Reise versuchte die Dame der Mietwagen-Firma uns eine höhere Kategorie gegen Aufpreis anzudrehen, da sie uns vehement mitzuteilen versuchte, dass unsere großen Koffer nicht so gut in das Auto unserer gewählten Kategorie passen würden (was natürlich Quatsch war). Nachdem wir ablehnten und die Dame daraufhin bereits etwas unfreundlicher reagierte, gingen wir zu der Garage in der die Mietautos in Kategorien aufgeteilt zur Auswahl standen. Wie sich herausstellte, war kein Auto mehr aus unserer Kategorie verfügbar, sodass wir uns ein Auto aus der nächst höheren Kategorie aussuchen durften. Einfach so. Ohne Aufpreis oder zusätzlichen Kosten. Hätten wir also bei der Dame bereits den Aufpreis für die nächsthöhere Kategorie bezahlt, wäre das an diesem Tag völlig umsonst gewesen. Also lass dir nichts aufschwätzen! Du braucht meist keine zusätzlichen Versicherungen und auch kein größeres Auto. Selbst wenn dies der Fall sein sollte, kannst du dir dein Auto ja erst einmal anschauen gehen und zur Not noch einmal zurück zum Schalter laufen, falls doch etwas nicht passen sollte!

Sonja

Born and raised in Germany hat es Sonja bereits mehrmals in die Ferne gezogen. Gelebt und gearbeitet hat sie dabei unter anderem schon im sonnigen Australien und zuletzt in der Weltmetropole New York. Neben dem Schreiben ist das Fotografieren eine ihrer größten Leidenschaften und wo ginge das schon besser als rund um den Globus? Du willst noch mehr erfahren? Hier geht’s lang!

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