Kangaroo Island – Die Abenteurerinsel

Das Meer ist ein Sehnsuchtsort für mich. War es schon immer und wird es wohl auch immer bleiben. Vielleicht ein Grund mehr, warum mich Inseln auf Reisen immer wieder magisch anziehen. Als ich noch im südaustralischen Adelaide gewohnt habe, war daher natürlich schnell klar, dass ich um eine Reise auf die, Südaustralien vorgelagerte Insel Kangaroo Island, natürlich nicht umhin kommen würde. Was es auf der Insel zu sehen gibt und was sie so besonders macht, das verrate ich euch heute auf der Sunny Side.

Kangaroo Island – Die Naturinsel

Australien hat viele wundervolle Inseln zu bieten. Nach Tasmanien und Melville Island ist Kangaroo Island sogar die drittgrößte Insel des Kontinents und das ganze Jahr über eine Reise wert. Denn im australischen Sommer ist es hier im Vergleich zu manch anderem Ort auf dem Festland mit durchschnittlich 27°C nicht zu heiß, sondern angenehm warm und auch im Winter lässt es sich mit 16°C hier noch ganz gut aushalten. Die Insel erreicht man entweder mit dem Flugzeug von Adelaide aus oder mit der (Auto-)Fähre SeaLink, die zwischen Cape Jervis auf dem Festland und Penneshaw auf Kangaroo Island verkehrt. Die Überfahrt dauert knapp 50 Minuten und ist mit knapp 100 AUD für Hin- und Rückfahrt nicht unbedingt günstig, leider aber neben dem Flieger die einzige Möglichkeit, die Insel zu erreichen.

  • Tipp: Vor der Anreise unbedingt Preise vergleichen. Will man das eigene Auto/den eigenen Camper mit auf die Insel nehmen, zahlt man für Hin- und Rückfahrt bereits 196 AUD. Je nachdem wie lange man auf der Insel bleiben möchte, lohnt es sich eventuell, das Auto auf dem Festland stehen zu lassen und einen Mietwagen für den Aufenthalt auf der Insel zu buchen.

Ist man dann aber erst einmal auf der Insel angekommen, erkundet man diese am besten mit dem Auto oder Camper, da sich die zahlreichen tollen Sehenswürdigkeiten so am einfachsten erkunden lassen. Außerdem sieht man auf diesem Wege gleich am meisten von der hübschen Insel, deren Sehenswürdigkeiten von der Art sind, die mir am besten gefällt: Natur, Natur, Natur. Ob Strände, Wüstenlandschaft, Flüsse oder Felsformationen! Auf Kangaroo Island findet jeder Naturliebhaber etwas!

Ein Känguru auf Kangaroo Island.

Auch Koalas findet man auf Kangaroo Island natürlich zu Genüge!

 Sehenswertes

Wie ihr wisst, liebe ich Roadtrips. Bei keiner anderen Reiseart kommt bei mir so sehr das Abenteuerfeeling auf, wie beim Erkunden von Reisezielen auf vier Rädern und der richtigen Musik. Gerade auf Kangaroo Island kann man viele kleine und große Abenteuer erleben, an wundervollen Orten und einzigartigen Naturspektakeln. Einige davon habe ich euch als Reiseinspiration im Folgenden aufgeführt:

Admiral’s Arch

Wenn das mal kein besonderer Foto-Spot ist! Der Höhlenbogen Admiral’s Arch sieht nicht nur einzigartig aus, durch ihn hindurch hat man auch noch einen wundervollen Blick auf das Meer und die dunklen Klippen des Cape du Couedic. Den Klippenbogen erreicht man über einen Holzsteg, der vom, oberhalb der Klippe gelagerten Leuchtturm bis hinunter zum Wasser reicht. Von dort hat man dann einen tollen Ausblick auf die Küste und das Admiral’s Arch sowie die Seelöwenkolonie, die sich hier auf den vorgelagerten Steinen sonnen und den Tag vertreiben.

Seht ihr den sich sonnenden Seelöwen? So lässt es sich aushalten!

Seal Bay

Mit Seelöwen geht es gleich bei der nächsten Sehenswürdigkeit weiter. In der Seal Bay bzw. dem Seal Bay Conservation Park findet man die drittgrößte Seelöwenkolonie Australiens. Da es sich um ein Schutzgebiet handelt, kann man die Bucht und den Strand nur mittels einer geführten (kostenpflichtigen) Tour besuchen. Auch wenn die Tour selbst mit 35 AUD nicht ganz kostengünstig ist, erfährt man allerdings viele interessante Informationen über die Seelöwenkolonie und unterstützt die Erhaltung des Schutzgebietes. Die Seelöwen scheinen sich dort auf jeden Fall sehr wohl zu fühlen, oder habt ihr schon mal so glücklich aussehende Robben gesehen wie auf dem folgenden Foto?

Remarkable Rocks

Eine der Top-Attraktionen von Kangaroo Island sind die Remarkable Rocks, eine interessante Felsformation im Südwesten der Insel, bei der man kaum glauben kann, dass es die Natur gewesen sein soll, die dieses Kunstwerk erschaffen hat. Tatsächlich haben Regen, Wind und Wellen diese ulkigen Felsen in über 500 Millionen Jahren geformt und zu den kunstvollen Skulpturen werden lassen, die jedes Jahr Tausende von Besuchern anlocken.

 

Little Sahara

Kangaroo Island ist wirklich vielfältig. Haben wir uns vor kurzem noch an den besonderen Remarkable Rocks befunden, so kann man knapp eine Autostunde entfernt mit dem Body-Board bewappnet, eine Sanddüne namens „Little Sahara“ hinunterboarden. Das macht nicht nur eine Menge Spaß, sondern die Düne ist auch noch sehr hübsch anzuschauen und von oben hat man einen netten Weitblick über die Insel.

Mit dem Body-Board die Sanddüne hinuntersausen! Das macht richtig Laune!

Hanson Bay

Von der Hanson Bay kann man guten Gewissens behaupten, dass diese in die Kategorie „Traumstrände“ gehört. Weißer Sandstrand, türkisblaues Wasser, meterhohe Wellen! Was will man mehr? Hier kann man einfach mal die Seele baumeln lassen und die tolle Aussicht genießen. Oder wie wäre es mit einem Strandspaziergang über die bewachsenen Hügel und den kilometerlangen Strand?

Kajak fahren auf dem Harriet River

Raus aufs Wasser geht es mit den Kayaks auf dem Harriet River. Entspannt kann man über den Fluss schippern, der in die hübsche Vivonne Bay mündet. Da die Strömung nicht sehr stark ist, bietet sich der Ausflug auch für Kajak-Anfänger an und wenn man Glück hat entdeckt man auf der Tour nicht nur verschiedene Vogelarten, sondern auch den ein oder anderen Koala. Ausleihen kann man die Kayaks beispielsweise hier oder hier (Preise: ab 30 AUD).

Sonja

Born and raised in Germany hat es Sonja bereits mehrmals in die Ferne gezogen. Gelebt und gearbeitet hat sie dabei unter anderem schon im sonnigen Australien und zuletzt in der Weltmetropole New York. Neben dem Schreiben ist das Fotografieren eine ihrer größten Leidenschaften und wo ginge das schon besser als rund um den Globus? Du willst noch mehr erfahren? Hier geht’s lang!

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